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Naturcent Fällarbeiten am Rotbergfeld in Rönneburg

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Der Fichtenforst am Rotbergfeld in Rönneburg wird in der Woche vom 27.-31. Januar 2020 aufgrund eines Schädlingsbefalls und damit verbundener fehlender Standsicherheit gefällt.

Baumfällung

Fällarbeiten am Rotbergfeld in Rönneburg

Der Fichtenforst, der sich im Osten der Parkanlage Langenbeckerfeld befindet wurde im Jahr 2019 von Borkenkäfern befallen. Dieser Schädlingsbefall führte zum Absterben der Bäume. Da sich entlang des Forstes ein aktiv genutzter Trampelpfad/ Weg befindet und die Standsicherheit der Bäume nicht mehr gewährleistet werden kann, werden die Bäume in der 5. Kalenderwoche 2020 gefällt. Die Fällarbeiten werden im Auftrag des Bezirksamtes Harburg von der Firma Karl Konrad Forst-Dienste GmbH & Co. KG durchgeführt und dauern zirka 2-3 Tage. Die Maßnahme wird durch Naturcent finanziert.

Natürlicher Weise kommen Fichtenforste auf den meisten Standorten Norddeutschlands nicht vor. Sie wurden häufig in Reinbeständen angepflanzt, wodurch die Bäume eine einheitliche Altersstruktur besitzen. Fichtenforste weisen eine geringe Artenzahl, wenig Licht und versauernde Böden auf. Dadurch haben sie eine äußerst geringe Wertigkeit für Tiere und Pflanzen. Diese naturfernen Wälder sind außerdem empfindlich gegenüber extremen Wetterereignissen.

Nach den Fällarbeiten erhält die Natur eine neue Chance zur Ausbreitung. Die Fläche ist von einem wertvollen Buchenmischwald umgeben. Überlässt man die Fläche sich selbst, wird sich über Jahrzehnte ein Laubmischwald entwickeln. Es beginnt ein natürlich dynamischer Prozess. Die Fläche wird im Laufe der Zeit unterschiedliche Stadien durchleben und dabei verschiedensten Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten. Um dieser Flächen einen ungestörten Start zu ermöglichen, wird sie in den ersten Jahren mit einem Wildschutzzaun, welcher aus den Vorort gefällten Fichten hergestellt wird, eingezäunt. Weiterhin werden einzelne Stämme liegend auf der Fläche belassen, um auch den totholzliebenden Arten einen Lebensraum zu bieten. Die Vorhabenfläche gehört zur Gebietskulisse des Naturschutzgroßprojektes „Natürlich Hamburg“. Mit dieser Fläche kann beispielhaft dargestellt werden, wie sich die Natur eine Fläche zurückerobert, wenn der Mensch nicht mehr eingreift.

Naturcent

Die Regelung „Naturcents“ sieht vor, dass für einen Großteil der neuen Wohn- und Gewerbeflächen in Hamburg künftig ein Finanzausgleich wirkt. Dieser wird angelehnt an die zusätzlichen Einnahmen aus der Grundsteuer, die aus der Neuerschließung von Flächen entstehen. Dabei gilt: Je  dichter die Bebauung und je größer die Versiegelung, desto höher die Summe. Die Einnahmen fließen in das Sondervermögen „Naturschutz und Landschaftspflege“. Die Regelung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2016.

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