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Harburg 71 Öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs Harburg 71 (Sand)

Der Bebauungsplanentwurf zur städtebaulichen Entwicklung und Neuordnung der Flächen westlich des Wochenmarktes am Sand wird erneut öffentlich ausgelegt.

Öffentliche Auslegung eines Bebauungsplans oder Bebauungsplanenwurfs.

Öffentliche Auslegung des Bebauungsplanentwurfs Harburg 71 (Sand)

Der Bebauungsplanentwurf besteht aus zeichnerischen Darstellungen mit textlichen Festsetzungen und Begründungen. Er wird in der Zeit vom 8. Juli bis einschließlich 16. August 2019 montags bis donnerstags jeweils von 8 – 12 Uhr und 13 – 16 Uhr sowie freitags von 8 – 13 Uhr im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamtes Harburg, Harburger Rathausplatz 4, 3. Stock, 21073 Hamburg, erneut öffentlich ausgelegt. Terminvereinbarungen für Informationsgespräche sind unter der Tel. 040 42871 2439 oder 040 42871 2886 möglich. Die Unterlagen sind außerdem unter
https://www.hamburg.de/harburg/bebauungsplaene/9430676/harburg-71/
im Internet verfügbar.

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen nur zu den geänderten Teilen des Bebauungsplanentwurfs vorgebracht werden. Sie können schriftlich oder zur Niederschrift im Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamtes Harburg vorgebracht oder unter Verwendung des kostenlosen Online-Dienstes „Bauleitplanung“ auf den Seiten des Hamburg-Services eingesehen und abgegeben werden. Vor der Nutzung ist eine kostenlose Registrierung erforderlich. Alle Online-Dienste des Hamburg-Services sind unter der Adresse www.gateway.hamburg.de aufrufbar.

Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben.

An der Vorhabenplanung (Vorhaben- und Erschließungsplan) haben sich folgende Änderungen nach der ersten öffentlichen Auslegung ergeben:

  • Wegfall der Staffel im obersten Geschoss aufgrund einer Änderung des Brandschutzkonzepts 
  • Ergänzung der Anlieferung durch einen weiteren Nebeneingang an der Neuen Straße angeliefert wird. Die geplante eingehauste Anlieferung wird für jede Anlieferung genutzt. 
  • Herstellung von sieben zusätzlichen Fahrradbügeln
  • Flexibilisierung des Erdgeschosses durch die Möglichkeit, die Fläche auf zwei ähnlich große Betriebe aufteilen zu können. Beispielsweise wäre jetzt die Unterbringung zweier Gastronomiebetriebe möglich
  • Konkretisierung der Planung der Außengastronomie inklusive der Planung von Markisen an der Fassade zum Sand, wenn Gastronomie entstehen sollte
  • Ergänzung eines Fensters an der Südfassade.

Die Begründung zum Bebauungsplan wurde entsprechend der geänderten Inhalte redaktionell angepasst. An der Planzeichnung und der Verordnung ergeben sich keine Änderungen. ie seit der ersten öffentlichen Auslegung vorgenommenen Änderungen sind in den ausgelegten Planunterlagen farbig markiert.

Mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan-Entwurf Harburg 71 sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die städtebauliche Entwicklung und Neuordnung der Flächen westlich des Wochenmarktes am Sand (Flurstücke 3350 und 1141) geschaffen werden. Es ist beabsichtigt, die Entwicklung eines Wohn- und Geschäftsgebäudes zu realisieren. In dem Vorhaben sollen Gastronomiebetriebe, zukunftsorientiertes Wohnen für Senioren, Einrichtungen für den Marktbetrieb sowie öffentliche Toiletten untergebracht werden. Gleichzeitig findet eine Neugestaltung der Wegebeziehung zwischen Sand und Neue Straße mittels einer repräsentativen Treppenanlage statt. Im Plangebiet soll ein Urbanes Gebiet (MU) ausgewiesen werden.

Mit der Planung wird eine innerstädtische derzeit untergenutzte Fläche aktiviert, die Innenstadt Harburgs maßgeblich gestärkt sowie eine gewerbliche Flächenvorsorge im Bezirk betrieben. Um die städtebauliche Entwicklung zu steuern, ist die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans gemäß § 12 Baugesetzbuch (BauGB) - Bebauungsplan der Innenentwicklung – in Verbindung mit § 13a BauGB - beschleunigtes Verfahren - erforderlich. Es wird ein Durchführungsvertrag mit dem Investor geschlossen.

Eine Umweltprüfung sowie ein Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landschaft sind nicht erforderlich. Änderungen des Flächennutzungsplans und des Landschaftsprogramms einschließlich der Fachkarte Arten- und Biotopschutz sind ebenfalls nicht erforderlich. Auch wenn von der Anwendung der Eingriffsregelung abgesehen wird, somit keine Ausgleichspflicht besteht, verbleibt die Verpflichtung, die Belange des Naturschutzes nach § 1 Absatz 6 Nummer 7a BauGB in der Abwägung zu beachten. Das Vermeidungsgebot ist anzuwenden. Der Artenschutz nach § 44 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), der Biotopschutz nach § 30 BNatSchG in Verbindung mit § 14 Hamburgisches Gesetz zur Ausführung des Bundesnaturschutzgesetzes (HmbBNatSchAG) sowie der Baumschutz nach der Baumschutzverordnung bleiben unberührt. In der Begründung sind entsprechende Betrachtungen dargestellt.

Weitere Informationen zur Stadt- und Landschaftsplanung finden Sie unter:
https://www.hamburg.de/stadtplanung-harburg/.

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