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Harburg handelt „Klima-Fahrplan“ veröffentlicht

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Harburg hat sein Klimaschutzkonzept online vorgestellt und mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern diskutiert.

Fünf Windräder stehen in einem gelben Rapsfeld.

Klimaschutzkonzept des Bezirks Harburg

Unter dem Titel „Klima – Harburg handelt“ hat das Bezirksamt Harburg einen bezirklichen „Klima-Fahrplan“ vorgelegt. Das Konzept wurde in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Harburgerinnen und Harburgern entwickelt. Es trägt maßgeblich dazu bei, die nationalen und die Hamburger Klimaziele zu erreichen.

„Um die Klimaschutzziele im Bezirk zu erreichen, arbeiten wir künftig noch intensiver mit den sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Akteuren in Harburg zusammen“, so Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen in ihrem Grußwort.

Am 25. März 2021 stellten die Projektbeteiligten das Integrierte Bezirkliche Klimaschutzkonzeptes (IKK) in einer digitalen Konferenz vor und diskutierten Schwerpunkte der Umsetzung mit rund 90 Interessierten. In vier thematischen Arbeitsgruppen (AG) identifizierten die Teilnehmenden gemeinsam besonders wichtige Aspekte und entwickelten konkrete Ideen für die Umsetzung der Klimaschutz-Maßnahmen für den Bezirk Harburg:

In der AG „Zukunftsfähige Mobilität“ wurde erörtert, wie der Umstieg vom privaten Pkw in den öffentlichen Personennahverkehr zum Beispiel durch neue P&R Häuser und Quartiersgaragen attraktiver werden kann. Durch eine bessere Bus-Querverbindung zwischen Langenbek/Sinstorf und Eissendorf/Heimfeld sollen Lücken im öffentlichen Nahverkehr geschlossen werden. Ohne die Fernziele, einer neuen S-Bahn-Station in Bostelbek und einer zweite ÖPNV Elbquerung bis nach Harburg aus den Augen zu verlieren, wünschten sich die Teilnehmer kurzfristige Verbesserungen beispielsweise für den Radverkehr, wo auf der Ebene des Bezirksamtes viel bewegt werden kann.

Die AG „Klimagerechte Stadtentwicklung“ befasste sich vor allem mit der Energieversorgung in Neubau- und Bestandsquartieren. Themen waren unter anderem die stärkere Nutzung von Umweltwärme durch Wärmepumpen und der Einsatz von Photovoltaik auf Dächern und an Fassaden. Zudem wurde auf Einsparpotenziale z. B. durch bessere Gebäudedämmung von Gebäuden sowie die notwendige Mobilisierung von Eigentümern für eine nachhaltige Energieversorgung hingewiesen.

Die AG „Klimafreundliche Gesellschaft“ legte Wert darauf, die im Bezirk vorhandenen Kommunikations-Strukturen noch besser zu nutzen. Auch künftig sollte nach einer Stakeholderanalyse auf Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in allen sozialen Bereichen gezielt zugegangen und bislang wenig einbezogene Bevölkerungsgruppen in Harburg auf Augenhöhe aktiv angesprochen werden.

In der AG „Nachhaltige Energienutzung“ wurde erörtert, wie sich die Photovoltaik-Potenziale im Bezirk noch stärker nutzen lassen – zum Beispiel durch Sonnenkollektoren auf den Dächern des ZOB und der TUHH sowie den Einsatz neuer Speichertechnologien. Auch Wasserstoff als Energieträger sollte künftig mehr in den Blick genommen werden. Im Sinne des Wissenstransfers und der Nutzung von Synergien wurde angeregt, Kooperationen und Netzwerke auszubauen.

„Wir haben viele wichtige Hinweise der Teilnehmenden erhalten und werden die Anregungen in der Umsetzung des IKK bestmöglich berücksichtigen“, sagt Stephan Rutschewski, Leiter der neuen Abteilung Klima und Energie im Bezirksamt Harburg. 

Das Ergebnisprotokoll der Veranstaltung sowie das Klimaschutzkonzept zum Nachlesen finden Sie in Kürze auf www.hamburg.de/harburg/klima.

Ein Klimaschutz-Management wird das IKK in Harburg künftig koordinieren und umsetzen. Voraussichtlich im Frühjahr 2022 wird die eigens dafür geschaffene Stelle im Bezirksamt besetzt. Die Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzepts wird gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative der Bundesregierung und durch die Hamburger Leitstelle Klima

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