Pfusch am Bau Wenn der Traum von den eigenen vier Wänden zum Albtraum wird

Baumängel lassen den Traum vom Eigenheim schnell zum Alptraum werden.

Baustelle

Pfusch am Bau Hamburg

Verbraucherschützerverbände beobachten eine steigende Zahl von Fällen, in denen Pfusch am Bau Häuslebauer Geld und Ärger kosten. Unzureichende Kommunikation und Koordination bei der Bauausführung spielt laut Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB) beim Entstehen von Baumängeln eine Schlüsselrolle.

Häufige Baumängel erkennen

Fehler in der Planung, in der Bauleitung und Koordinierung und bei der Bauausführung sind für Laien oft nicht direkt erkennbar. Ein nennenswerter Teil aller Bauschäden finden sich bei der Abdichtung des Kellers, beim Wärmeschutz und bei der Luftdichtheit an der Gebäudehülle. Die Ausführung des Mauerwerks sowie der Ausbau geneigter Dächer, Flachdächer und Dachgauben, sowie Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen weisen häufig bautechnische Mängel auf. Bei Altbauten zählt eine veraltete Haustechnik zu den häufigsten Mängelursachen. Materialfehler und unvorhersehbare Einflüsse hingegen stellen ein eher geringes Risiko dar.

Mängel bergen großes Konfliktpotenzial

Auf durchschnittlich zehn bis zwanzig Mängel kommen Neubauten bei der Untersuchung des Bauherren-Schutzbundes schon während der Bauzeit. Bei der Abnahme reduziert sich die Anzahl der Mängel etwa um die Hälfte. Problematisch ist der erhebliche Zeitverzug, den betroffene Bauherren bei der Mängelbeseitigung in Kauf nehmen müssen. Immer noch enthalten zu viele Bauverträge unzureichend definierte, unvollständige Formulierungen und verbraucherfeindliche Klauseln. Solche Klauseln können jedoch von Verbraucherschutzorganisationen abgemahnt werden. Zahlreiche Rechtsstreite resultieren aus nicht erreichter Einigung zwischen den Vertragspartnern über Ursachen und Verantwortlichkeiten. Diese Konflikte sind zeitaufwändig, kostenintensiv und führen in den meisten Fällen letztendlich nur zu einem Vergleich zwischen den Konfliktparteien.

Der billigste Anbieter muss nicht der günstigste sein

Der billigste Anbieter ist nicht unbedingt die beste Wahl für Bauherren, denn der Preis kann auf die Qualität der Baumaterialien und die Arbeitszeit drücken. Laut Bauherren-Schutzbund zählen beim Abschluss der Bauverträge für Neubauten besonders die fachliche Qualifikation und wirtschaftliche Leistungskraft des Bauunternehmens.

Nicht unter Zeitdruck setzen lassen

Bei der Auswahl eines Bauunternehmens sowie der Unterzeichnung des Bauvertrages sollten sich Bauherren auf keinen Fall unter zeitlichen Druck setzen lassen. Es ist sinnvoll, Vergleichsangebote von anderen Baufirmen einzuholen und die Vertragsformulierungen genau zu studieren. Verbraucherschützer empfehlen die Begleitung des Bauvorhabens durch einen unabhängigen Architekten oder Bauingenieur von Anfang an. Bereits in der Planungsphase sollte die Baubeschreibung genau unter die Lupe genommen werden. Baubegleitende Qualitätskontrollen von Expertenseite ist die beste Maßnahme gegen spätere Baumängel und den daraus resultierenden juristischen Streitigkeiten. Mitunter genügt schon die Präsenz eines Sachverständigen zur Erfüllung des vereinbarten Qualitätsstandards.

Auf Nummer sicher gehen

Neben dem BSB bieten viele Organisationen deutschlandweit Bauüberwachungen und baubegleitende Beratungen an. Dazu zählen der TÜV, Verbraucherzentralen, der Verband Privater Bauherren oder Wohnen im Eigentum. Die Baukontrolle durch den TÜV kostet rund 1 Prozent der Bausumme, beim Verband Privater Bauherren fallen 90 Euro je angefangene Arbeitsstunde an. Verglichen mit den Kosten, die bei einer Mängelbeseitigung anfallen, sind die Kosten für die Bauüberwachung eher gering. Zudem erfährt die Immobilie durch das Prüfsiegel eine Wertsteigerung, die sich bei einem späteren Verkauf bezahlt macht.

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