Baukosten Gebühren für den Hausbau

Wenn Sie eine Immobilie bauen, kaufen oder Ihr Eigen nennen wollen, kommen Sie auf vielfältige Weise mit Ihrer Kommune in Kontakt – und dieser Kontakt ist meistens mit Pflichten und Vorschriften verbunden. Damit es keine bösen Überraschungen bei der Finanzierung gibt, sollten Sie sich vor Baubeginn einen genauen Überblick über alle beim Hausbau anfallenden Gebühren verschaffen.

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Gebühren Hausbau Eigenheim

Grundbucheintrag und Notar

Bereits beim Kauf des Grundstücks fallen Kosten an, denn sie müssen sich als neuer Eigentümer ins Grundbuch eintragen lassen. Allein die Kosten für den benötigten Notar sind nicht unerheblich. Dabei gilt: Je höher Grundstückswert und einzutragende Grundschuld sind, umso höher fallen am Ende die Gebühren aus.

Baugenehmigung

Es geht los mit der Baugenehmigung. Bevor Sie ein Haus bauen wollen, müssen Sie Ihre Pläne vom örtlichen Bauamt absegnen lassen, ehe Sie den Bagger bestellen können. Unter Umständen müssen Sie als Eigentümer auch bei An- und Ausbauten das Amt vorher konsultieren. Wenn Sie bspw. das Dach oder den Keller ausbauen wollen, sollten Sie sich vorher bei der Gemeinde erkundigen, ob hierfür eine Baugenehmigung benötigt wird oder ob Sie dafür vorab die Zustimmung Ihres Nachbarn einholen müssen. In der Regel reicht hierfür der Architekt oder der Bauleiter die erforderlichen Papiere beim zuständigen Bauamt Ihrer Kommune oder Ihres Kreises ein. In einigen Regionen reicht es aus, den Behörden den Baubeginn anzuzeigen. Für die Baugenehmigung werden Gebühren fällig: Hierbei gilt als Faustregel, dass die Höhe der Kosten für den Bauantrag etwa 0,4 bis 0,5 Prozent der gesamten Herstellungskosten der Immobilie ausmacht. Rund 800 Euro sind im Durchschnitt für die Baugenehmigung zu zahlen. 

Legen Sie ohne Baugenehmigung los, riskieren Sie eine Stilllegung durch Beamte der Bauaufsicht. Im schlimmsten Fall kann die Behörde den Bau auch rückgängig machen lassen. Noch bevor der erste Spatenstich beim Hausbau getätigt wird, hält die Gemeinde die Hand für die Erschließungskosten auf. Dies sind Gebühren für das Anlegen von Straßen, Plätzen und Wegen. Beim Abschluss eines notariellen Kaufvertrages sollten Sie daher auch klären, wer die bisher angefallenen, noch nicht abgerechneten Kosten übernimmt.

Grunderwerbsteuer

Grunderwerbsteuer fällt, wie der Name schon sagt, beim Kauf „Erwerb“ eines Grundstücks bzw. einer Immobilie an. Für die Besteuerung des Erwerbs von sämtlichen Grundstücken, die in Hamburg belegen sind, besteht eine zentrale Zuständigkeit bei der Grunderwerbsteuerstelle des Finanzamts für Verkehrsteuern und Grundbesitz in Hamburg. Der Steuersatz beträgt für alle Erwerbsvorgänge, die nach dem 31. Dezember 2008 verwirklicht worden sind, 4,5 Prozent. Die Grunderwerbsteuerstelle des Finanzamts für Verkehrsteuern und Grundbesitz in Hamburg besteht aus vier Teilbezirken. Die interne Zuständigkeit richtet sich nach der Gemarkung der betroffenen Grundstücke.

Versicherungskosten

Bauherren sollten auf jeden Fall eine sogenannte Bauherrenhaftpflicht-Versicherung abschließen. Denn der Bauherr hat die Pflicht, für die Sicherheit auf der Baustelle zu sorgen. Wenn beispielsweise ein Baukran umstürzt und Gebäude oder Autos in der Nachbarschaft beschädigt oder wenn gar Personen verletzt werden, kommt die Bauherrenhaftpflicht-Versicherung für die Schäden auf. 
Auch eine Bauhelferversicherung kann nützlich sein, wenn Freunde oder Familienmitglieder beim Hausbau im Einsatz sind. Sie greift, wenn ein Bauhelfer auf der Baustelle verletzt wird und etwaige Folgekosten oder Schmerzensgeld gezahlt werden müssen. Pro Bauhelfer kostet die Versicherung für ein Jahr etwa 50 bis 100 Euro.

Erschließungskosten

Ein weiter Kostenfaktor sind die sogenannten Erschließungskosten, welche an die Kommune für den Straßenausbau zu entrichten sind. Diese Ausgaben sollten besonders in Neubaugebieten nicht unterschätzt werden. Auch für den Anschluss an das Wasser-, Strom- und Gasnetz sowie die Telekommunikation sind sogenannte Anschlusskosten fällig. Sie müssen an den Energieversorger beziehungsweise den Netzbetreiber von Telefonnetzen gezahlt werden. 

Kosten fürs Katasteramt

Nach der Fertigstellung muss die Immobilie beim Katasteramt verzeichnet sein. Hierfür wird das Grundstück von Fachleuten eingemessen. Je nach Größe des Grundstücks und Art der Immobilie fallen an Vermessungskosten schnell Zahlungen in Höhe von mehr als 2.500 Euro an.

Grundsteuer und laufende Kosten

Zu den regelmäßigen Gebühren, die als Eigentümer auf Sie zukommen, zählt bspw. die Grundsteuer. Sie errechnet sich aus dem Einheitswert des Gebäudes, dem Grundsteuermessbetrag sowie dem sogenannten Hebesatz. Letzteren kann die Gemeinde beeinflussen und diesen Faktor je nach Satzung erhöhen oder verringern. Für die Reinigung und Instandhaltung von Gehwegen sowie für den winterlichen Streu- und Räumdienst übertragen die meisten Gemeinden im Normalfall die Zuständigkeit an die Anlieger. Diese Kosten können vor allem jetzt in der kalten Jahreszeit, wenn Laub, Schnee oder Eis den Fußgängern das Leben schwer machen, etwas höher ausfallen.

Hausbaugebühren und Baunebenkosten im Schnellcheck:

  • Gebühren an das Grundbuchamt für die Eintragung ins Grundbuch

  • Gebühren für beglaubigte Abzüge aus dem Grundbuch zur Vorlage bei Banken und Behörden

  • Notarkosten für die Änderung der Grundbuch-Eintragung

  • Gebühren für etwaige Eintragungen von Grundschulden in das Grundbuch im Rahmen der Immobilienfinanzierung

  • Gebühren für die Baugenehmigung

  • Grunderwerbssteuer

  • Bauherrenhaftpflicht-Versicherung

  • Bauhelferversicherung

  • Erschließungskosten

  • Hausanschluss für Wasser, Strom, Gas und Telekommunikation

  • Regelmäßige Grundsteuer 

  • Gebühren für Straßenreinigung und den winterlichen Streu- und Räumdienst

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