Wohnungsbauprämie Bauen mit Geld vom Staat

Neben der Arbeitnehmersparzulage ist die Wohnungsbauprämie Kern des staatlichen Programms zur Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand. Wer die Voraussetzungen für die Arbeitnehmersparzulage nicht erfüllt, hat womöglich bei der Wohnungsbauprämie gute Karten. 

Zwei Finger halten ein kleines Haus-Modell Mit Bausparen und Wohnungsbauprämie sind Sie auf einem guten Weg zum eigenen Haus oder zur eigenen Wohnung. Lassen Sie sich den staatlichen Zuschuss zum Bausparen nicht entgehen!

Wohnungsbauprämie

1. Was ist die Wohnungsbauprämie?

Die Wohnungsbauprämie ist eine jährlich ausgezahlte staatliche Geldleistung, die zusammen mit der Arbeitnehmersparzulage den Kern des staatlichen Programms zur Förderung der Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand bildet. Mit der Wohnungsbauprämie unterstützt der Staat Bausparverträge und andere wohnwirtschaftliche Unternehmungen von Arbeitnehmern, die keinen Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage haben. 

2. Wer hat Anspruch auf die Wohnungsbauprämie?

Alle in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtigen Personen ab 16 Jahren oder Vollwaisen haben Anspruch auf die Wohnungsbauprämie, wenn sie wohnwirtschaftliche, förderungsbegünstigte Aufwendungen leisten, bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten und im Sparjahr einen Mindestbeitrag von 50 Euro an ihre Bausparkasse geleistet haben.

3. Wie hoch sind die geförderten Einkommensgrenzen?

Die Einkommensgrenzen zur Gewährung der Wohnungsbauprämie liegen für Ledige bei 25.600 Euro und bei 51.200 Euro für Verheiratete oder in Lebenspartnerschaften lebende Personen. Wenn Sie die Wohnungsbauprämie beantragen möchten, sollte Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen diese Grenzen nicht überschreiten.

4. Welche wohnwirtschaftliche Aufwendungen werden mit der Wohnungsbauprämie gefördert? 

Nach §2 Wohnungsbau-Prämiengesetz werden folgende wohnwirtschaftliche Aufwendungen gefördert:

  • Beiträge an Bausparkassen,
  • Aufwendungen für den ersten Erwerb von Anteilen an Bau- und Wohnungsgenossenschaften,
  • Beiträge zu Sparverträgen, deren Einlagen und Prämien zum Bau oder Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums oder zum Erwerb eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts verwendet werden,
  • Beiträge zu Verträgen mit Wohnungs- und Siedlungsunternehmen, deren Spareinlagen und Prämien zum Bau oder Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums oder zum Erwerb eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts verwendet werden;

5. Wie hoch ist die Wohnungsbauprämie?

Die staatliche Förderung wohnwirtschaftlicher Aufwendungen beträgt 8, 8 Prozent der eigenen Spareinlagen einschließlich der Abschlussgebühr und der gutgeschriebenen Zinsen. Die maximal geförderte jährliche Sparleistung beträgt 512 Euro für Ledige und 1024 Euro für Verheiratete oder als Lebenspartnerschaft eingetragene Personen. Die Wohnungsbauprämie, die Sie maximal in einem Jahr in Anspruch nehmen können, beträgt also 45,06 Euro bzw. 90, 11 Euro im Jahr.  

6. Wie beantrage ich die Wohnungsbauprämie?

Den Antrag auf Wohnungsbauprämie erhalten Sie jedes Jahr automatisch von Ihrer Bausparkasse. Sie müssen den Antrag nur noch ausfüllen und mit Ihrer Unterschrift bestätigen, dass Sie die entsprechenden Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Die Wohnungsbauprämie wird von der Bausparkasse nach Ablauf von sieben Jahren auf dem Bausparvertrag gutgeschrieben.

Der Zeitraum, für den Sie Wohnungsbauprämie beantragen können, beträgt zwei Jahre rückwirkend. Ihre Bausparkasse händigt Ihnen das entsprechende Formular aus. 

7. Wofür kann ich die Wohnungsbauprämie verwenden? 

Das Sparguthaben aus der Wohnungsbauprämie muss in erster Linie für den Bau oder den Erwerb von Wohneigentum verwendet werden. Aber auch die Einbauküche oder die im Rahmen einer Modernisierung anzuschaffenden neuen Türen lassen sich über die Wohnungsbauprämie finanzieren.

Wird die Wohnungsbauprämie andersweitig verwendet, muss sie zurückgezahlt werden. 

Eine Ausnahme der Regelung wird bei Personen gemacht, die bei Abschluss des Bausparvertrags jünger als 25 Jahre waren. Diese Personen können nach sieben Jahren frei über die Wohnungsbauprämie verfügen und sich z. B. mit dem Sparguthaben ein Auto kaufen. Diese Regelung kann nur einmal in Anspruch genommen werden. 

8. Was passiert mit der Wohnungsbauprämie bei vorzeitiger Kündigung des Bausparvertrags?

Im Grundsatz muss die Wohnungsbauprämie zurückgezahlt werden, wenn der Bausparvertrags vor Ablauf von sieben Jahren gekündigt wird. Die Wohnungsbauprämie muss auch zurückgezahlt werden, wenn Ansprüche aus dem Bausparvertrag beliehen oder abgetreten werden.

Die Wohnungsbauprämie muss bei einer vorzeitigen Kündigung nicht zurückgezahlt werden,

  • wenn das Sparguthaben für den unmittelbaren Erwerb von Wohneigentum verwendet wird,
  • wenn der Bausparer nach Abschluss des Vertrags mindestens ein Jahr arbeitslos ist,
  • wenn der Bausparer vollumfänglich erwerbsunfähig wird,
  • wenn der Ehepartner oder der Partner der eingetretenen Lebenspartnerschaft verstirbt;

9. Was spricht gegen die Inanspruchnahme der Wohnungsbauprämie?

Nichts. Die Wohnungsbauprämie ist ein Geschenk des Staates. Nutzen Sie sie. 

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