Heidschnucken in der Boberger Niederung Heidschnucken im Einsatz in der Boberger Niederung

Als Ausgleich für die 2004 überbauten mehreren Hektar wertvollen Magerrasen im Gewerbegebiet von Allermöhe werden ehemals vorhandene, aber heute degenerierte Trockenrasen- und Heidebiotope in der Boberger Niederung wiederhergestellt.

Heidschnucken im Einsatz in der Boberger Niederung

Die Boberger Niederung bildet ein Mosaik aus verschiedensten Lebensräumen mit teils seltenen und bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Zu entdecken gibt es verschiedene Trockenbiotope wie offene Sandflächen der Dünen, Heideflächen, Trockenrasen und Eichen-Birken-Wälder neben zahlreichen Feuchtbiotopen. Naturkundlich stellt es damit einer der wertvollsten Gebiete in Hamburg dar. 1991 wurde es zum Naturschutzgebiet erklärt.

Boberg Heidschnucken Heidschnucken
 Seit einigen Jahren wird in der Boberger Niederung wieder eine regelmäßige Beweidung mit einer Schaf- und Ziegenherde für die Biotoppflege durchgeführt. Dadurch können nicht nur intakte Trocken- und Heidebiotope in ihrem Zustand erhalten werden, sondern auch ehemals vorhandene, wertvolle Lebensräume der Heide und der nährstoffarmen, trockenen Bereiche wiederhergestellt werden. Durch Verbiss kann das Nachwachsen von Gehölzen und eine starke Ausbreitung von dominierenden Problemarten wie dem Landreitgras verhindert werden.

Boberg_Trockenrasen und Heidebiotope wertvolle Trockenrasen- und Heidebiotope in der Boberger Niederung

Durch eine vorher durchgeführte Bestandsaufnahme wurden Flächen ermittelt, die noch biotoptypische Arten beherbergen. Oftmals sind diese Arten stark unterrepräsentiert. Durch Verbuschung und andere dominierende Arten wurden sie stark in ihrem Bestand zurückgedrängt. Auf einzelnen „Entwicklungsflächen“ war als vorbereitende Maßnahme eine Rodung größerer Bäume, der Freischnitt von besonders stark verbuschten Bereichen oder eine manuelle Entfernung des Jungbaumbewuchses („Entkusselung“) erforderlich.

Die Beweidung und diese Entwicklungsmaßnahmen werden aus dem Sondervermögen finanziert. 

Boberg Besenheide Besenheide (Calluna vulgaris)

Erste Erfolge lassen sich bereits sehen. Beispielsweise konnte ein bis zur fast völligen Monokultur (Landreitgras) verarmter ehemaliger Trockenrasen durch kombinierte Mahd und Beweidung sich deutlich erholen. Fast verschwundene Arten wie das Berg-Sandglöckchen und das Heidekraut treten wieder auf.

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