Wann am besten Heizöl bestellen? Heizölpreise sind lang- und kurzfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren im globalen Maßstab unterworfen und ändern sich dementsprechende stetig. Sinkende Preise auf dem Weltmarkt freuen Sie als Verbraucher in Deutschland und machen eine Ölheizung auch für Umsteiger von Strom- oder Gasheizung attraktiv. Wir informieren Sie über die aktuellen Heizölpreise in Hamburg, über preistreibende und preissenkende Faktoren und geben einen Ausblick auf die Preisentwicklung. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Heizöl nachzuordern oder das Heizöl für den nächsten Winter zu bestellen? Erhalten Sie jetzt eine unverbindliche Preisanfrage.

Heizölpreise fallen in Hamburg am 23.07.18 um ca. € -0,18 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Montag um ca. € -0,18 pro 100 Liter gefallen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl kostet heute in Hamburg EUR 69,55 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 2.086,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus im Großraum Hamburg.* (Jahresdurchschnittpreise Heizöl: Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20)

Aktueller Heizölpreis für den Raum Hamburg bei Abnahme von 3.000 Litern Premium Heizöl EL
Datum Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
23.07.2018 69,55 € pro 100 Ltr. 2.086,- € für 3.000 Ltr. ↘️ -0,18 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am Freitag in der vergangenen Handelswoche um -1,34 US-Dollar je Barrel auf die Marke von 68 US-Dollar gefallen, nachdem der Ölarbeiterstreik in Norwegen beendet wurde. Am heutigen Montag notiert der Ölpreis noch unverändert bei der Marke von insgesamt 68 US-Dollar. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 68,08 US-Dollar. Das waren nur -0,04 US-Dollar je Barrel weniger als am Freitagabend (Schlusskurs: 68,12 US-Dollar) in New York. Die USA ist aus dem Atomabkommen mit dem Iran einseitig ausgestiegen und wollen mit neuen Sanktionen gegen das Land einen besseren "Deal" als den vorherigen erzwingen. Teheran empfindet dies als Rechtsbruch und droht seither mit Konsequenzen, sollten die USA tatsächlich versuchen die Ölexporte des Landes auf null zu drücken. Am Wochenende kam es nun zu einem verbalen Schlagabtausch zwischen den beiden Präsidenten mit mehr oder minder direkten Drohungen. Präsident Trump sollte nicht mit dem Schwanz des Löwen spielen, sonst würde er es bereuen, so der iranische Präsident Rouhani. Jeder, der die Grundlagen der Politik verstehe, würde niemals sagen, dass man die iranischen Ölexporte vollständig zum Stillstand bringen wird. Man sei der historische Garant der Sicherheit der regionalen Wasserwege. Entweder seien alle Exporte der Region sicher, oder keine, so Rouhani weiter, der damit indirekt die Straße von Hormuz ansprach. Etwa 30% des weltweit auf dem Seeweg transportierte Öl passiert die Meeresenge vor Irans Küste. In einem Konflikt, könnten die Exporte aus dem Nahen Osten durch dieses Nadelöhr militärisch unterbunden werden. Amerika sollte wissen, dass der Friede mit dem Iran der Mutter aller Frieden sei und ein Krieg mit dem Iran die Mutter aller Kriege, legte Rouhani noch einmal nach. Trumps Reaktion auf Twitter ließ nicht lange auf sich warten und so adressierte er eine Warnung am Sonntag direkt an Rouhani. "Drohe den Vereinigten Staaten niemals wieder, oder du wirst Konsequenzen erleiden, wie sie in der Geschichte wenige zuvor haben erleiden müssen. Wir sind nicht länger ein Land, dass deine wahnsinnigen Worte von Gewalt und Tod erträgt. Sei vorsichtig!" Das Säbelrasseln zwischen den Erzfeinden USA und Iran geht damit in die nächste Runde. Bisher reagiert der Markt allerdings kaum auf das Wortgefecht, da ein militärischer Konflikt momentan als weniger wahrscheinlich gilt. Die US Regierung hatte in der letzten Woche sogar für einige Länder Ausnahmeregelungen in Aussicht gestellt, sodass die iranischen Ölexporte bis zum 4. November sicherlich nicht auf null fallen werden. Experten gehen davon aus, dass die Rohölausfuhren von etwa 2,4 auf bis zu 1,0 Mio. Barrel pro Tag sinken könnten.

Marktlage
Investoren wägen momentan ab, ob und wie sich die Versorgungslage in absehbarer Zeit verändern wird. Saudi-Arabien produziert offenbar deutlich mehr als noch im letzten Monat, was auch andere Produzenten innerhalb und außerhalb der OPEC dazu animieren wird ihr Angebot aufzustocken. Händler erwarten, dass neben Saudi-Arabien vor allem auch Russland reagiert und deutlich mehr Rohöl fördert. Erste Zahlen aus dem Irak scheinen zu belegen, dass sich auch hier das Angebot erheblich erhöht hat. Die von der OPEC am 22. Juni angekündigte Produktionssteigerung von 1 Mio. Barrel pro Tag könnte damit schon bald überschritten sein. Insbesondere jedoch die Überlegungen der US-Regierung, die eigenen strategischen Reserven anzuzapfen, sorgen am Markt für Aufsehen. Die USA haben derzeit etwa 270 Mio. Barrel mehr als die von der Internationalen Energieagentur (IEA) geforderten Mindestreserve eingelagert. Diese Menge könnten die USA freigeben, ohne sich mit der IEA abzustimmen. In Verbindung mit der Produktionssteigerung von OPEC und Nicht-OPEC Länder hat diese Möglichkeit die Marktteilnehmer aufhorchen lassen. Diese Konstellation hat eine Preisrallye unwahrscheinlicher werden lassen, sodass die Käuferseite in den letzten Tagen geschwächt wurde. Als Ergebnis sah man vergangene Woche Mittwoch und diese Woche Montag Preiseinbrüche, mit der die 80 US-Dollar wieder in weite Ferne gerückt sind. Bei Goldman Sachs sieht man Brent kurzfristig nun eher im unteren Bereich der 70 bis 80 US-Dollar Handelsspanne.

Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen 2018
20.07.18 - Der globale Ölmarkt hat sich mit den Produktionskürzungen der OPEC und den ungeplanten Ausfällen einiger Produzenten verknappt. Die IEA sieht die Ölnachfrage 2018 bei 99,1 Mio. Barrel pro Tag, das Angebot jedoch bei nur 98,8 Mio. Barrel pro Tag. Mit den anstehenden Sanktionen gegen den Iran und die sinkende Förderung in Venezuela und der zunehmenden Ölnachfrage, getrieben durch ein positives globales Wirtschaftswachstum, wird sich die Versorgungslage nach Ansicht von Analyst Matt Badiali, von Banyan Hill, nicht unbedingt verbessern. Durch die insgesamt in 2018 zu beobachtende Unterversorgung, werden die globalen Ölbestände im letzten Quartal des Jahres auf Niveaus fallen, die man zuletzt in Zeiten von dreistelligen Preisen gesehen hatte, so Analyst Leigh Goehring von Goehring & Rozencwajg. Die Produktionssteigerung, die man nun beobachte sei seiner Meinung nach nicht genug, um die entstandene Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen, die sich in den letzten 1,5 Jahren aufgetan hätte. Wenn der Iran im November dann das volle Ausmaß der US-Sanktionen zu spüren bekommt und vom US-Finanzmarkt abgeschottet wird, sei es sogar möglich, dass der Ölpreis im Herbst auf 120 US-Dollar steigen könnte, so das Fazit von Badiali.

17.07.18 - Den Analysten der Großbank Goldman Sachs zufolge tragen die politischen Entscheidungen der USA dazu bei, dass die Ölpreise weiterhin sehr volatil sind. Veränderungen bei den Produktionsniveaus dürften durch die Entscheidungen des Weißen Hauses, wie beispielsweise ein möglicher Verkauf von strategischen Reserven, die US-Sanktionen gegen Iran oder auch der Druck, den Präsident Trump im Hinblick auf die Ölförderung auf Länder wie Saudi-Arabien ausübt, noch verschärft werden, so die Experten. "Die Unsicherheit hinsichtlich des Umfangs und des Timings dieser Veränderungen hat den kurzfristigen Ausblick für die" fundamentale Situation am Ölmarkt unklarer werden lassen, schrieb Goldman Sachs Analyst Damien Courvalin am Montag, den 16.07.18 in einer Mitteilung. Die Volatilität der Preise dürfte daher weiterhin hoch bleiben, solange der Markt sich mit diesen großen und ungewissen Angebotsveränderungen auseinandersetze, so Courvalin. Bei Goldman Sachs geht man außerdem davon aus, dass sich der Preis der Rohölsorte Brent vorerst in einer Spanne zwischen 70 und 80 US-Dollar pro Barrel bewegen wird, wobei die Wahrscheinlichkeit für Preise im unteren Bereich dieser Spanne auf kurze Sicht höher ist. Die 80 US-Dollar Marke dürfte aufgrund der politischen Entscheidungen der USA erst nach dem Sommer wieder erreicht werden, da die Ausfälle bei den iranischen Ölexporten und der Anstieg der saudischen Ölproduktion von den USA politisch geplant worden sei und von der Abfolge oder dem Ausmaß her so umgesetzt werden könnten, dass die Ölpreise letztlich sinken könnten.

12.07.18 - Die Analysten von BMI Research haben ihre Preisprognosen für die Nordsee-Rohölsorte Brent angehoben. Sowohl für das laufende Jahr, als auch für 2019 rechnen die Analysten mittlerweile mit einem höheren Brent-Preis als bisher. Hatte man bei BMI Research zuletzt noch damit gerechnet, dass die Rohölsorte Brent im Jahr 2018 durchschnittlich 73 US-Dollar pro Barrel kosten würde, geht man jetzt davon aus, dass der Durchschnittspreis für die Nordsee-Rohölsorte +2 US-Dollar teurer sein dürfte. Die Analysten hoben ihre Prognosen für 2018 auf 75 US-Dollar pro Barrel an. Auch die Preisprognosen für 2019 wurden um +2 Dollar pro Barrel auf 80 US-Dollar pro Barrel erhöht. Die Experten begründen die höheren Preisprognosen mit den Risiken, die es im Hinblick auf das weltweite Ölangebot gibt, wie beispielsweise die US-Sanktionen gegen den Iran, Produktionsausfälle oder auch eine sinkende Reservekapazität. Die Ende Juni von der OPEC und anderen Ölproduzenten beschlossene Produktionssteigerung sowie sich abzeichnende Faktoren, die die Nachfrageentwicklung beeinträchtigen könnten hätten eine noch stärkere Anhebung der Preisprognosen verhindert, so die Analysten. Als Risiken für die Nachfrageentwicklung sehen die Analysten die unterschiedliche Entwicklung der Bruttoinlandsprodukte. In der Eurozone und in Japan hätte das Wirtschaftswachstum beispielsweise die Erwartungen enttäuscht und auch in einigen Schwellenländern zeige sich eine schwächere Entwicklung. Außerdem könnte die Reduktion der Subventionen in einigen Ländern Lateinamerikas, Afrikas, Asiens und des Nahen Ostens die Nachfrage dämpfen, so die Analysten.

Bullishe (preistreibende) Faktoren
+ Trump und Rouhani tauschen Drohungen aus
+ Saudi-Arabien wird im August weniger Rohöl exportieren
+ Bullishe Monatsreports von EIA, OPEC und IEA
+ USA wird ab dem 04.11.2018 iranische Ölexporte sanktionieren
+ Venezuela erklärt bedingtes Force Majeure

Bearishe (preisdrückende) Faktoren
- USA erwägen Freigabe von strategischen Ölreserven
- Schnell wachsende Rohölförderung in den USA auf Rekordkurs
- US-Regierung stellt Sanktions-Ausnahmen für Abnehmer von iranischem Öl in Aussicht
- Saudi-Arabien will im Juli Rekordhoch bei Rohölförderung erzielen
- Handelsstreit mit Strafzöllen zwischen China und USA droht zu eskalieren (Ölnachfrage ⬇️)

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Eimsbüttel, Harburg, Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord, Wandsbek, Ahrensburg, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreisentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.