Wann am besten Heizöl bestellen? Heizölpreise sind lang- und kurzfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren im globalen Maßstab unterworfen und ändern sich dementsprechende stetig. Sinkende Preise auf dem Weltmarkt freuen Sie als Verbraucher in Deutschland und machen eine Ölheizung auch für Umsteiger von Strom- oder Gasheizung attraktiv. Wir informieren Sie über die aktuellen Heizölpreise in Hamburg, über preistreibende und preissenkende Faktoren und geben einen Ausblick auf die Preisentwicklung. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Heizöl nachzuordern oder das Heizöl für den nächsten Winter zu bestellen? Erhalten Sie jetzt eine unverbindliche Preisanfrage.

↗️ Heizölpreise steigen in Hamburg am 26.06.2019 um ca. € +1,25 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Mittwoch um ca. € +1,25 pro 100 Liter gestiegen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl EL (extra leicht + schwefelarm) in Hamburg (PLZ 21107 - Tanklagergebiet) kostet heute EUR 67,85 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 2.035,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus.* (Jahresdurchschnittspreise Heizöl: Ø-2019: € 68,96 / Ø-2018: € 70,35 / Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20).

Heizölpreis für Hamburg-Wilhelmsburg (21107) bei Abnahme von 3.000 Ltr. Premium Heizöl
Datum ∅-Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
26.06.19 67,85 € pro 100 Ltr. 2.035,- € für 3.000 Ltr. ↗️ +1,25 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) notierte am gestrigen Montag nahezu unverändert über der Marke von 58 US-Dollar. Gegen Tagesende verbuchte der Ölpreis nur ein kleines Minus in Höhe von -0,07 US-Dollar je Barrel. Am heutigen Mittwoch notiert der Ölpreis im Umfeld einer sich zuspitzenden Rhetorik zwischen Trump und seinem iranischem Pendant Rouhani deutlich fester und in Reichweite der Marke von 60 US-Dollar. Nachdem Rouhani das Weisse Haus als geistig zurückgeblieben bezeichnete konterte Trump mit der Auslöschung Irans. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 59,79 US-Dollar. Das waren +1,96 US-Dollar je Barrel mehr als am Dienstagabend (Schlusskurs: 57,83 US-Dollar) in New York.

Bullishe (preistreibende) Faktoren führen zu steigenden Heizölpreisen
+ Abnahme von Ölbeständen in den USA gem. American Petroleum Institute (API)
+ Rhetorik zwischen USA und Iran spitzt sich zu
+ Raffinerieexplosion in Philadelphia (USA)
+ USA verschärfen Sanktionen gegen die Führungsriege des Irans
+ EZB und Fed kündigen expansivere Geldpolitik an
+ OPEC kommt am 01. und 02 . Juli in Wien zusammen
+ Trump und Xi werden sich beim G-20 in Japan über den Handelsstreit unterhalten

Bearishe (preisdrückende) Faktoren führen zu fallenden Heizölpreisen
- Bearishe Monatsreports der Energy Information Administration (EIA), OPEC und IEA
- Analysten: Marktlage dürfte auch 2020 schwach bleiben
- Kasachstan steigert Ölförderung am Kashagan Ölfeld
- USA und China belegen sich gegenseitig mit hohen Strafzöllen

Marktlage
Der Markt dürfte in den kommenden Tagen und Wochen weiter volatiler werden, da das Spannungsfeld aus potenziell stark bullishen und bearishen Faktoren gebildet hat. Dabei konzentriert man sich vor allem auf zwei Dinge. Auf der einen Seite befindet sich das schwache Wirtschafts- und Ölnachfragewachstum, das sich mit dem Handelsstreit zwischen USA und China eher noch weiter eintrüben dürfte, während auf der anderen Seite die Spannungen zwischen USA und Iran das Potenzial haben in einem militärischen Konflikt zu münden, was die Ölversorgung mindestens zeitweise extrem reduzieren würde. Beim G-20 Gipfel am Donnerstag und Freitag in Osaka, Japan, wollen US-Präsident Trump und der chinesische Präsident Xi zu einem "längeren Meeting" zusammenkommen. Trump will den Disput direkt mit seinem Amtskollegen aus China besprechen, was man am Markt als einen möglichen Vorstoß zu einer Lösung sieht. Sollte es tatsächlich dazu kommen, würden die negativen Auswirkungen auf das globale Wirtschaftswachstum eingedämmt werden, womit sich auch die negativen Prognosen für das Ölnachfragewachstum relativiert werden könnten. In Sachen Iran haben die Spannungen in den letzten Wochen stetig zugenommen. Dem Iran wird vorgeworfen hinter den Angriffen auf Öltanker an der Straße von Hormus zu stecken, der dies bestreitet. Das Risiko in der Region hat mit Raketenangriffen auf Infrastrukturanlagen Saudi-Arabiens durch die (vom Iran unterstützten) Houthi Rebellen generell zugenommen. Der Abschuss einer US-Drohne durch den Iran hatte in der letzten Woche fast zu einer militärischen Eskalation geführt und nun spitzt sich die Rhetorik weiter zu. Trump drohte dem Iran in einem Tweet mit der "Vernichtung", nachdem der Iran das Weiße Haus als "geistig zurückgeblieben" bezeichnete. Die Befürchtung der Marktteilnehmer ist, dass sich USA und Iran in eine Situation manövriert haben, in der eine für beide Seiten gesichtswahrende diplomatische Lösung nicht mehr möglich ist und die Konstellation damit auf eine militärische Konfrontation hinausläuft. Die Folgen für die Versorgungssicherheit wäre fatal. Durch die Straße von Hormus, vor der Küste des Iran, wird ein großer Teil des weltweit verfügbaren Öls transportiert, sodass eine zeitweise Einstellung der Schifffahrt in der Passage das Angebot an Rohöl stark sinken lassen und die Preise sicherlich massiv nach oben katapultieren würde. Analyst Blanch rechnet daher mit einer steigenden Volatilität am Markt, da die Unsicherheiten zunehmen werden. Die Bank of America Merrill Lynch hat sogar ein mögliches Szenario, bei dem der Rohölpreis auf bis zu 30 Dollar einbrechen kann, wenngleich man dieses als wenig wahrscheinlich erachtet. Gleichzeitig bestünde aber auch die Möglichkeit einer massiven Rallye. Letztlich aber sei das wahrscheinlichste Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte ein Durchschnittspreis für Brent von etwa 63 US-Dollar und bei WTI von ca. 56 US-Dollar.

Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen 2019
18.06.19 - Laut den Experten von Bank of America Merrill Lynch gibt es drei Hauptfaktoren, die zu einer Stabilisierung des Ölpreis führen könnten. Auf der anderen Seite bringen die Analysten aber auch eine Variante ins Spiel, wonach der Preis für die Ölsorte WTI von den aktuellen 52 US-Dollar auf 40 US-Dollar einbrechen könnte. Stabilisierend für die Preise könnten sich die folgenden drei Faktoren auswirken:

1. Die Fed senkt die Zinsen: Eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed würde Investitionen billiger machen und die Wirtschaft ankurbeln. Dies würde einer befürchteten Rezession entgegenwirken und die schwach erwartete Ölnachfrageentwicklung ankurbeln.

2. OPEC begrenzt Förderung: Die OPEC hat zusammen mit 10 Nicht-OPEC Ländern die Ölproduktion seit Jahresbeginn erfolgreich um über -1,2 Mio. B/T begrenzt. Das Abkommen läuft Ende diesen Monats aus und soll, zumindest nach Vorstellung der meisten OPEC Länder, verlängert werden.

3. Trump deeskaliert den Handelsstreit: Bisher hat Trump die Zölle für andere Länder immer nach oben geschraubt. Vor allem China hatte er dabei ins Visier genommen. Geht es der US-Wirtschaft zunehmend schlechter, könnte Trump die Maßnahmen zurückfahren, um die Wirtschaft zu stützen.

Nach Ansicht der Experten bei der Bank of America Merrill Lynch würden diese drei Faktoren allerdings nicht verhindern können, dass der Ölpreis einbricht, sollte der US Handelsstreit mit China und die Sanktionen gegen den Iran miteinander verschmelzen. Sollten die chinesischen Raffinerien anfangen iranisches Öl in großen Mengen zu kaufen, während die USA die Zölle weiter anhebt, würde dies die Sanktionen gegen den Iran aushebeln und die verfügbare Menge an Öl erhöhen. In diesem Fall könnte WTI vom aktuellen Preisniveau von etwa 52 US-Dollar auf bis zu 40 US-Dollar fallen, so die Warnung der Analysten.

21.05.19 - Der Analyst Martijn Rats von Morgan Stanley geht davon aus, dass die Ölpreise im Verlauf des Jahres schlussendlich steigen werden. Während auf der einen Seite zwar eine Angebotsschwäche auszumachen ist, gebe es auch bedeutende Angebotsrisiken. Zudem werde die Nachfrage im zweiten Halbjahr saisonal bedingt zunehmen. Daher rechnet Rats damit, dass die Preise von dem derzeit "gesunden" Niveau von 70 US-Dollar pro Barrel ansteigen werden. Zu den Angebotsrisiken zählt Rats beispielsweise einen möglichen weiteren Produktionsrückgang im Iran in Venezuela oder aber auch in Libyen. Auf der Seite der Nachfrage habe vor allem die OECD-Nachfrage im März mit einem Rückgang um -0,6 Mio. B/T auf Jahressicht geschwächelt, in der zweiten Jahreshälfte dürfte die Nachfrage jedoch verglichen mit dem ersten Halbjahr allein jahreszeitlich bedingt (höhere Nachfrage nach Kraftstoffen für den Transportsektor) um etwa 1 Mio. B/T zunehmen.

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Hamm, Harburg, Wandsbek, Wedel, Ahrensburg, Volksdorf, Tonndorf, Bendestorf, Jesteburg, Hittfeld, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreis- und Devisenentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.