Wann am besten Heizöl bestellen? Heizölpreise sind lang- und kurzfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren im globalen Maßstab unterworfen und ändern sich dementsprechende stetig. Sinkende Preise auf dem Weltmarkt freuen Sie als Verbraucher in Deutschland und machen eine Ölheizung auch für Umsteiger von Strom- oder Gasheizung attraktiv. Wir informieren Sie über die aktuellen Heizölpreise in Hamburg, über preistreibende und preissenkende Faktoren und geben einen Ausblick auf die Preisentwicklung. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Heizöl nachzuordern oder das Heizöl für den nächsten Winter zu bestellen? Erhalten Sie jetzt eine unverbindliche Preisanfrage.

Heizölpreise steigen in Hamburg am 17.11.17 um ca. € +0,12 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Freitag um ca. € +0,12 pro 100 Liter gestiegen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl kostet heute in Hamburg EUR 62,06 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 1.862,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus im Großraum Hamburg.* (Jahresdurchschnittpreise Heizöl: Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20 / Ø-2014: € 78,26)

Aktueller Heizölpreis für den Raum Hamburg bei Abnahme von 3.000 Litern Premium Heizöl EL
Datum Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
17.11.2017 62,06 € pro 100 Ltr. 1.862,- € für 3.000 Ltr. ↗️ +0,12 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Nachrichten zu den Themen Heizölpreise Hamburg und Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am gestrigen Donnerstag um -0,19 US-Dollar je Barrel gefallen und notierte damit weiter über der Marke von 55 US-Dollar. Am heutigen Freitag und letzten Handelstag der Woche notiert der Ölpreis wieder etwas fester und oberhalb der Marke von insgesamt 55 US-Dollar. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 55,37 US-Dollar. Das waren +0,23 US-Dollar je Barrel mehr als am Donnerstagabend (Schlusskurs: 55,14 US-Dollar) in New York.

Ausblick - Ölpreisprognose
Die Ölpreisrallye von Anfang Oktober bis Anfang November war enorm. Die europäische Ölsorte Brent legte in der Spitze um 28% und US-Rohöl der Sorte WTI um rund 18% zu. Geht man von Mitte Juni aus, liegen die Preissteigerungen sogar bei 44% für Brent und 36% für WTI. In dieser Phase preisten Marktteilnehmer vor allem die Ölnachfrage ein, die zu Jahresbeginn noch unterschätzt wurde. Zusammen mit der starken Sommernachfrage und der strikten Einhaltung der Produktionskürzungen der OPEC wurde ein Angebotsdefizit erzeugt, dass seit Mitte des Jahres die globalen Ölbestände hatte sinken lassen. Auch geopolitische Risiken wurden eingepreist. Bei einer knapperen Marktlage schlagen weitere Ausfälle in der Produktion sofort auf die Versorgung durch. Letztlich sorgten auch die Hurrikans in den USA für Produktionsausfälle, was ebenfalls die bullishe Entwicklung an den Börsen am Leben hielt. Doch der Rally scheint nun die Luft auszugehen. Der Markt braucht in dieser Konstellation weiter bullishe Nachrichten, damit die Aufwärtsdynamik fortgesetzt werden kann. Ansonsten gibt es schlicht keine Käufer mehr, die die Rallye am Laufen halten können. In dieser Woche korrigierte die Internationale Energieagentur jedoch ihre Prognose zur globalen Ölnachfrage nach unten und die US-Ölbeständen stiegen wieder an, so dass neue Argumente für weitere Preissteigerungen ausblieben. Mit einer frühzeitigen Verlängerung der Produktionskürzungen von OPEC und Nicht-OPEC Ländern bis Ende 2018 könnten die Preise zwar noch einmal gestützt werden, die Verhandlungen gestalten sich aber offenbar schwer. Eine Erneuerung des Produktionsabkommens könnte daher entweder verschoben oder um lediglich drei Monate verlängert werden, was vermutlich zu einer Enttäuschung und Gewinnmitnahmen führen würde. Vor allem die saisonal schwache Nachfrage in den ersten beiden Quartalen eines Jahres können den Trend der Bestandsabbauten in absehbarer Zeit vorübergehend umkehren.

Bullishe (preistreibende) Faktoren
+ Bullisher Monatsreport der OPEC
+ Spannungen zwischen Saudi-Arabien und Iran
+ Verhaftungswelle in Saudi-Arabien
+ Nigerianische Rebellen kündigen Waffenstillstand auf
+ Produktion der OPEC im Oktober offenbar gesunken
+ OPEC: Verlängerung der Produktionskürzungen bis Juni 2018 wahrscheinlich
+ Trump bestätigt dem Iran nicht die Einhaltung des Atomabkommens

Bearishe (preisdrückende) Faktoren
- Zunahme Rohöl- und Destillatbestände in den USA gem. Department of Energy
- Internationale Energieagentur (IEA) kündigt Schieferölboom in den USA an
- Russland: Verlängerung von Produktionskürzungen noch weiter offen
- Mildes Winterwetter in den USA
- Monatsreport der EIA mit bearisher Wirkung
- OPEC korrigiert US-Schieferölproduktion nach oben

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Eimsbüttel, Harburg, Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord, Wandsbek, Ahrensburg, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreisentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.