Wann am besten Heizöl bestellen? Heizölpreise sind lang- und kurzfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren im globalen Maßstab unterworfen und ändern sich dementsprechende stetig. Sinkende Preise auf dem Weltmarkt freuen Sie als Verbraucher in Deutschland und machen eine Ölheizung auch für Umsteiger von Strom- oder Gasheizung attraktiv. Wir informieren Sie über die aktuellen Heizölpreise in Hamburg, über preistreibende und preissenkende Faktoren und geben einen Ausblick auf die Preisentwicklung. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Heizöl nachzuordern oder das Heizöl für den nächsten Winter zu bestellen? Erhalten Sie jetzt eine unverbindliche Preisanfrage.

↘️ Heizölpreise fallen in Hamburg am 09.07.2020 um ca. € -0,17 per 100 Ltr.

Aktuelle Lieferzeit: nur 2-4 Werktage

Der Heizölpreis ist am heutigen Donnerstag um ca. € -0,17 pro 100 Liter gefallen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl EL (extra leicht + schwefelarm) in Hamburg (PLZ 21107 - Tanklagergebiet) kostet heute EUR 47,35 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 1.421,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 16% MwSt. und frei Haus.* (Jahresdurchschnittspreise Heizöl: Ø-2020: € 53,96 / Ø-2019: € 68,63 / Ø-2018: € 70,35 / Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20).

Heizölpreis für Hamburg-Wilhelmsburg (21107) bei Abnahme von 3.000 Ltr. Premium Heizöl
Datum ∅-Preis inkl. 16% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
09.07.20 47,35 € pro 100 Ltr. 1.421,- € für 3.000 Ltr. ↘️ -0,17 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meist gehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am gestrigen Mittwoch um +0,28 US-Dollar je Barrel angestiegen und notierte damit zum Tagesende weiter über der Marke von 40 US-Dollar. Am heutigen Donnerstag notiert der Ölpreis wieder etwas leichter und weiter oberhalb der psychologisch bedeutsamen Marke von insgesamt 40 US-Dollar. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 40,49 US-Dollar. Das waren -0,41 US-Dollar je Barrel weniger als am Mittwochabend (Schlusskurs: 40,90 US-Dollar) in New York.

Bullishe (preistreibende) Faktoren führen zu steigenden Heizölpreisen
+ Sturmtief bedroht Raffinerien an US-Ostküste
+ Dakota Access Pipeline wird ab August b.a.w. stillgelegt
+ Angola ist sich mit OPEC+ über zusätzliche Kürzungen einig
+ Ölexporte von OPEC-Mitgliedsländern im Juni stark gefallen
+ Positive US-Arbeitsmarktdaten für Juni
+ OPEC+ Mitglieder kürzen mehr als vereinbart

Bearishe (preisdrückende) Faktoren führen zu fallenden Heizölpreisen
- Ölproduktion in Kanada angestiegen
- Nachfrage nach Benzin in den USA deutlich unter dem Niveau von 2019
- Einige US-Bundesstaaten führen wieder Lockdown ein
- Norwegens Ölexporte wieder auf Rekordniveau
- Corona-Neuinfektionszahlen in den USA erreichen täglich neue Rekordwerte

Marktlage
Monatlich werden Berichte zu aktuellen Bestandszahlen von Rohöl, Diesel und Benzin erstellt. Anhand dieser Berichte versprechen sich Marktteilnehmer eine Einschätzung über die aktuelle Nachfrage am Markt erstellen zu können. Vor allem jetzt sind Händler darauf angewiesen verlässliche Zahlen zu verarbeiten. Denn ohne Käufer kann Rohöl schnell zur Belastung werden. Die EIA (U.S. Energy Information Administration) ist ein Teil des statistischen Amts der amerikanischen Regierung. Zu den Hauptaufgaben gehören die Ansammlung, Analyse und Verbreitung von Informationen über den Energiehandel in den USA. Sie dient vor allem als richtungsweisendes Organ für die amerikanische Regierung im Energiesektor und hat durch ihre aktuellen Markteinschätzungen auch einen bedeutenden Markteinfluss. Nach Lockdowns aufgrund der Coronapandemie und ständigen Lageraufbauten, ist laut dem aktuellen EIA-Bericht eine erste Erholung spürbar. So ist man bisher von einer globalen Überversorgung in Höhe von 8,34 Millionen Barrel Rohöl (á 159 Liter) am Tag ausgegangen. Das entspräche ca. 1,3 Milliarden Liter am Tag. Nun wurde diese Schätzung um 0,15 Millionen Barrel am Tag nach unten korrigiert. Immerhin eine tägliche Förderung von über 23 Millionen Liter. Bei der aktuellen Entwicklung wird zudem erwartet, dass sich bereits 2021 die Nachfrage in großen Schritten an das Niveau vor Corona annähern wird. Doch genau hierin liegt die Krux in diesen Hochrechnungen. Denn vorausgesetzt wird eine erfolgreiche Bekämpfung des Virus, das Finden eines Impfstoffs und, dass weitere Infektionswellen ausbleiben. Jüngste Zahlen aus den USA (vor Corona der größte Rohölverbraucher) und Indien (der drittgrößte Verbraucher von Rohöl vor dem Coronaausbruch) dämpfen den Optimismus. Es überschlagen sich zuletzt die Rekorde der täglichen Neuinfektion und vor allem der CoVid-19 bedingten Todesfälle. Sollten erneut Lockdowns notwendig sein, kann dies auch die zuversichtlichsten Markteinschätzungen auf den Kopf stellen.

Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen 2020
07.07.2020 - Analysten vom italienischen Ölkonzern Eni SpA haben ihre hauseigene Ölpreisprognosen aufgrund des Nachfragerückgangs im Umfeld der Corona-Epidemie nach unten hin angepasst. Die Experten gehen nun davon aus, dass der Ölpreis für die europäische Sorte Brent im Jahr 2023 bei rund 60 US-Dollar je Barrel liegen wird. Die vorherige Schätzung ging von einem Ölpreis von 70 US-Dollar aus.

16.06.2020 - Experten bei der schweizerischen Großbank UBS haben ihre Ölpreisprognose in 2020 um +20% nach oben korrigiert. Der Durchschnittspreis für die Ölsorte Brent wird nun bei 42,25 Dollar prognostiziert. Für das kommende Jahr 2021 hat man die Schätzung um nur +5% auf nun insgesamt 50 US-Dollar angehoben. Für die Jahre danach geht man allerdings von einem Preisniveau von etwa 60 US-Dollar aus.

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Hamm, Harburg, Wandsbek, Wedel, Ahrensburg, Volksdorf, Tonndorf, Bendestorf, Jesteburg, Hittfeld, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreis- und Devisenentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.

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