Wann am besten Heizöl bestellen? Heizölpreise sind lang- und kurzfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren im globalen Maßstab unterworfen und ändern sich dementsprechende stetig. Sinkende Preise auf dem Weltmarkt freuen Sie als Verbraucher in Deutschland und machen eine Ölheizung auch für Umsteiger von Strom- oder Gasheizung attraktiv. Wir informieren Sie über die aktuellen Heizölpreise in Hamburg, über preistreibende und preissenkende Faktoren und geben einen Ausblick auf die Preisentwicklung. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Heizöl nachzuordern oder das Heizöl für den nächsten Winter zu bestellen? Erhalten Sie jetzt eine unverbindliche Preisanfrage.

↘️ Heizölpreise fallen in Hamburg am 28.01.2020 um ca. € -0,77 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Dienstag um ca. € -0,77 pro 100 Liter gefallen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl EL (extra leicht + schwefelarm) in Hamburg (PLZ 21107 - Tanklagergebiet) kostet heute EUR 61,73 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 1.852,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus.* (Jahresdurchschnittspreise Heizöl: Ø-2020: € 68,04 / Ø-2019: € 68,63 / Ø-2018: € 70,35 / Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20).

Heizölpreis für Hamburg-Wilhelmsburg (21107) bei Abnahme von 3.000 Ltr. Premium Heizöl
Datum ∅-Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
28.01.20 61,73 € pro 100 Ltr. 1.852,- € für 3.000 Ltr. ↘️ -0,77 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am gestrigen Montag um -1,05 US-Dollar je Barrel auf die Marke von 53 US-Dollar gefallen. Am heutigen Dienstag notiert der Ölpreis etwas leichter bei der Marke von rund 53 US-Dollar. Am Vormittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 52,99 US-Dollar. Das waren -0,25 Dollar je Barrel weniger als am Montagabend (Schlusskurs: 53,14 US-Dollar) in New York.

Bullishe (preistreibende) Faktoren führen zu steigenden Heizölpreisen
+ Coronavirus: OPEC diskutiert mögliche Kürzungen
+ Libyens Ölexporte durch Blockade von Ölhäfen weitestgehend gestoppt
+ Shell: Force Majeure auf nigerianisches Öl der Sorte Bonny Light

Bearishe (preisdrückende) Faktoren führen zu fallenden Heizölpreisen
- Coronavirus breitet sich in China weiter schnell aus
- China stellt mehrere Millionen-Metropolen unter Quarantäne
- Produktion an irakischem Ölfeld wieder gestartet
- EU verlängert Streitschlichtung mit Iran
- Kuwait bestätigt Wiederinbetriebnahme des Wafra Ölfeldes im März
- Coronavirus beeinträchtigt Reiseaktivität und Ölverbrauch
- Bearishe Monatsberichte von OPEC, IEA und EIA

Marktlage
Die Ölpreise befinden sich in den letzten Tagen in einem schier freien Fall. Mit dem Ausbruch und der Ausbreitung des Coronavirus jagt ein neues Langzeittief das nächste. Die OPEC+ Gruppe bespricht bereits, ob und wie man auf den Ausbruch reagieren will. Noch gibt es keine Entscheidung und auch keine Notwendigkeit für ein Sondertreffen der Gruppe, wenngleich man eine erneute Verstärkung der Produktionskürzungen bespricht, nachdem man erst zum Januar weitere Kürzungen von -0,5 Mio. B/T beschlossen hatte. Der Ölminister Saudi-Arabiens hatte gestern allerdings erst angekündigt, dass man bislang nicht davon ausgehe, dass die Ölnachfrage stark beeinflusst werde. Dem entgegen steht allerdings die Schließung von Geschäften, Fabriken, Flughäfen, Bahnhöfen und anderen Einrichtungen in China. Dies senkt nicht nur direkt den Verbrauch von Treibstoffen, sondern schwächt ebenfalls das BIP Wachstum, was so indirekt ebenfalls zu einem niedriger als bisher erwarteten Ölbedarf Chinas führen dürfte. "Der Markt befindet sich im Moment im freien Fall," so Analyst Mark Waggoner, von Excel Futures. "Sofern Libyen keine große Versorgungsstörung darstellt, werden sich alle auf China konzentrieren." Der jüngste Preisverfall könnte sich sogar verschlimmern, wenn sich das Virus weiter ausbreite. "Es wird schlimmer werden, bevor es besser wird," so Waggoner weiter, der bei der Ölsorte WTI noch Abwärtspotenzial bis zur 50 US-Dollar Marke sieht, bevor der Markt für Käufe wieder attraktiv werde. Momentan scheint es China auch noch nicht zu gelingen das Virus einzudämmen. Wurden Montag noch 80 Todesfälle und 2.744 Infektionen gemeldet, so stieg die Anzahl der Todesfälle heute bereits auf 106 und die Anzahl bestätigter Neuinfektionen soll sich binnen eines Tages mehr als verdoppelt haben.

Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen 2019
14.01.2020 - Die längerfristigen Ölpreisprognosen bleiben weiterhin in einer Spanne zwischen 65 und 70 US-Dollar pro Barrel für die europäische Ölsorte Brent. Dies zeigt eine jährlich durchgeführte Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters unter Vertretern der Energiebranche. Laut einer Umfrage werden die umfangreichen Angebotsmengen der USA sowie von anderen Nicht-OPEC-Ländern die Preise bis auf unbestimmte Zeit im Bereich ihrer derzeitigen Spanne halten. So gehen die Befragten im Durchschnitt davon aus, dass ein Barrel Brent im laufenden Jahr 2020 durchschnittlich 67 US-Dollar kosten dürfte. Bis 2024 dürfte dieser Jahresdurchschnittspreis dann auf 69 US-Dollar pro Barrel ansteigen. Viele Analysten erwarten, dass die Durchschnittspreise in den kommenden fünf Jahren jeweils zwischen 60 und 75 US-Dollar pro Barrel bleiben werden. Nur einige wenige Analysten rechnen mit einem Preisrutsch unter 50 US-Dollar pro Barrel oder einem Anstieg auf sogar über 90 US-Dollar pro Barrel. Die Ölpreispreisprognosen, die die 950 Umfrageteilnehmer abgaben, lagen relativ nahe an jenen aus der Umfrage vom letzten Jahr. In den meisten Fällen wurden die Prognosen jedoch um -1 oder -2 US-Dollar pro Barrel nach unten korrigiert. Weniger als 5 Prozent der Teilnehmer gehen davon aus, dass die Preise 2024 im Durchschnitt bei 100 US-Dollar pro Barrel oder mehr liegen werden. Dagegen erwarten fast 16 Prozent der Teilnehmer, dass die Preise im Durchschnitt unter 50 US-Dollar pro Barrel liegen wird. Dies könnte auch einen schwächeren Verbrauch und eine Marktsättigung hindeuten.

17.12.19 - Nach den Ereignissen der letzten Woche haben die Analysten bei JPMorgan ihre Ölpreisprognosen für 2020 nach oben korrigiert. Statt einer Überversorgung rechnet man nun mit einem leichten Angebotsdefizit und sieht die europäische Ölsorte Brent +5,50 US-Dollar höher als bei der letzten Schätzung. 2021 sollen die Preise dann aber wieder sinken. Die Experten bei JPMorgan schätzen Brent im Jahresmittel 2020 nun auf 64,50 US-Dollar und die amerikanische Ölsorte WTI bei rund 60,00 US-Dollar. Die Experten begründen dies mit dem durch die OPEC+ beschlossenen zusätzlichen Kürzungen und der Einigung im Handelsstreit zwischen USA und China, das das Wirtschaftswachstum positiv beeinflussen werde. Man rechnet zwar noch immer mit einem globalen Ölnachfragewachstum von 1 Mio. B/T, sieht aber dennoch eine knappere Versorgung. „Im Gegensatz zu unserer September-Prognose, dass der globale Ölmarkt im Jahr 2020 einen Überschuss von durchschnittlich 0,6 Mio. B/T aufweisen wird, gehen wir jetzt von einem Defizit von 0,2 Mio. B/T am Markt aus.“ Im darauf folgenden Jahr sieht man dann aber wohl wieder eine bessere Versorgungslage, denn die für 2021 prognostizierten Ölpreise werden mit 61,50 US-Dollar bei Brent und 57,50 US-Dollar bei WTI genannt, was entsprechend -3,50 US-Dollar unter den erwarteten Niveaus für 2020 liegt.

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Hamm, Harburg, Wandsbek, Wedel, Ahrensburg, Volksdorf, Tonndorf, Bendestorf, Jesteburg, Hittfeld, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreis- und Devisenentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.

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