Wann am besten Heizöl bestellen? Heizölpreise sind lang- und kurzfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren im globalen Maßstab unterworfen und ändern sich dementsprechende stetig. Sinkende Preise auf dem Weltmarkt freuen Sie als Verbraucher in Deutschland und machen eine Ölheizung auch für Umsteiger von Strom- oder Gasheizung attraktiv. Wir informieren Sie über die aktuellen Heizölpreise in Hamburg, über preistreibende und preissenkende Faktoren und geben einen Ausblick auf die Preisentwicklung. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Heizöl nachzuordern oder das Heizöl für den nächsten Winter zu bestellen? Erhalten Sie jetzt eine unverbindliche Preisanfrage.

↘️ Heizölpreise steigen in Hamburg am 14.12.18 um ca. € +0,48 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Freitag um ca. € +0,48 pro 100 Liter gestiegen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl EL (extra leicht + schwefelarm) in Hamburg (PLZ 21107 - Tanklagergebiet) kostet heute EUR 66,36 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 1.991,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus.* (Jahresdurchschnittpreise Heizöl: Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20)AC

Heizölpreis für Hamburg-Wilhelmsburg (21107) bei Abnahme von 3.000 Ltr. Premium Heizöl
Datum ∅-Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
14.12.18 66,36 € pro 100 Ltr. 1.991,- € für 3.000 Ltr. +0,48 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am gestrigen Donnerstag um +1,43 US-Dollar je Barrel gestiegen und notierte damit gegen Tagesende weiter über die Marke von 52 US-Dollar. Am heutigen Freitag notiert der Ölpreis weiter oberhalb der Marke von insgesamt 52 US-Dollar. Am Vormittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 52,41 US-Dollar. Das waren -0,17 US-Dollar je Barrel weniger als am Donnerstagabend (Schlusskurs: 52,58 US-Dollar) in New York.

Bullishe (preistreibende) Faktoren führen zu steigenden Heizölpreisen
+ Starker Abbau von Rohöllagerbeständen in den USA gem. Department of Energy
+ Libyens Ölförderung um -0,3 Mio. Barrel pro Tag gesunken
+ OPEC+ kürzt Produktion um -1,2 Mio. Barrel pro Tag
+ Kanada kürzt Ölproduktion ab Januar um -325.000 Barrel pro Tag
+ Verschärfte US-Sanktionen gegen den Iran gelten seit dem 04.11.2018

Bearishe (preisdrückende) Faktoren führen zu fallenden Heizölpreisen
- Iran: ernsthafte Meinungsverschiedenheiten innerhalb der OPEC
- Bearishe Monatsreports von EIA und OPEC
- Rußland benötigt für Umsetzung der OPEC-Kürzung mehrere Monate
- Ölnachfrage vor Einbruch im Januar
- USA erteilen Ausnahmeregelungen zu Iran Sanktionen
- Handelsstreit mit Strafzöllen zwischen USA und China
- Nachfragesorgen in Entwicklungsländern

Marktlage
Der Beschluss der OPEC am vergangenen Freitag hat die Ölpreise zunächst klar gestützt, doch eine massive Rallye löste dies bisher nicht aus. Mit einer Kürzung von -1,2 Mio. Barrel pro Tag (B/T) hat man den erwarteten Minimalkonsens von -1 Mio. B/T leicht übertroffen, doch zum einen hat Russland bereits angekündigt, dass man die Reduzierung nicht sofort umsetzen werde und zum anderen haben Experten Zweifel, ob die Kürzung überhaupt ausreichen wird, um eine bevorstehende Überversorgung in 2019 zu verhindern. Die Kürzung sei ausreichend um die Sorgen eines Ungleichgewichtes im Markt entgegenzutreten, aber eventuell nicht genug um Bestandsaufbauten Anfang 2019 komplett zu verhindern, so Harry Tchilinguirian, von BNP Paribas. Für Analyst Robert McNally, von der Rapidan Energy Group, komme es nun darauf an, wie groß der sich abzeichnende Angebots "Tsunami" ausfalle. Die Kürzung sei aber nicht annähernd ausreichend genug um große Bestandsaufbauten im kommenden Jahr zu verhindern. Trump und Putin hätten umfangreichere Kürzungen verhindert, sodass zwar ein Boden im Markt etabliert wurde, der allerdings unscharf sei, so McNally's Einschätzung. Die Laufzeit des Abkommens ist bis April ungewöhnlich, denn normaler Weise trifft man Vereinbarungen für mindestens ein halbes Jahr. Nun zieht die OPEC+ das nächste Treffen vor und wird sich also im April zur nächsten turnusmäßigen Runde zusammenfinden. Ob dies nun bedeutet, dass man den Zeitraum zwischen den Treffen grundsätzlich verkürzt, ist nicht klar. Allerdings könnten die Kürzungen Kanadas um -325.000 B/T ab Januar sowie die Ausnahmeregelungen der US-Sanktionen gegen den Iran bei der Ansetzung des Termins eine Rolle gespielt haben.

Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen 2018
03.12.18 - Für die Experten bei Goldman Sachs sind die Ölpreise in den letzten Wochen zu stark gefallen. Die Notierungen hätten nicht so deutlich nachgeben dürfen und werden nun wieder zügig ansteigen, so die Warnung. Man erwarte, dass die OPEC beim nächsten Treffen die Ölproduktion kürzen werde. Dies sollte für eine Fortsetzung der Rallye, die mit den Kommentaren vom Sonntag eingeleitet wurde, sorgen. Der Preis für die Ölsorte Brent sollte damit über das Niveau von Mitte 60 US-Dollar steigen. Die OPEC wird ihre Einigung wahrscheinlich mit Bedacht formulieren und den Fokus auf die Stabilisierung er Bestände legen. Der Deal werde damit in erster Linie darauf abzielen die Exporte zu reduzieren, womit die anhaltenden, größer als saisonal üblichen Bestandszunahmen beendet werden sollten. Dies werde den Preis für Brent Anfang 2019 schließlich knapp über die 70 US-Dollar Marke anheben, so das Fazit bei Goldman Sachs. Auch Analyst Norbert Rücker, von Julius Baer, hatte gestern bereits in einer Einschätzung ein Preisziel von 72,50 US-Dollar innerhalb der nächsten drei Monate geäußert. Langfristig rechnet er allerdings mit einem Rückgang des Durchschnittspreises auf 65 US-Dollar pro Barrel.

28.11.18 - Für Analyst Wayne Gordon von der UBS wird Rohöl in den kommenden 6 Monaten am stärksten von allen Rohstoffen zulegen. Der Analyst sieht vor allem China als ein Antriebsmotor für eine Aufwärtskorrektur bei den Rohstoffpreisen. China ist durch die Sanktionen der USA unter Druck gekommen und die hohen Wachstumsraten der letzten Jahre konnten nicht mehr erzielt werden. Die Regierung wird im kommenden Jahr Maßnahmen ergreifen, mit denen das Wirtschaftswachstum gestützt werden soll, was entsprechend auch die Rohstoffnachfrage steigen lässt. Einen möglichen Deal zwischen China und den USA, bei dem man sich auf die künftigen Handelsbeziehungen einigt, wäre dabei "nur" das Sahnehäubchen. In Sachen Rohöl nennt Gordon zwar eine Reihe von bearishen Aspekten, allerdings habe vor allem die US-Logistik erhebliche Probleme die steigende Ölförderung an den Weltmarkt zu bringen. Letztlich rechnet Gordon mit einer global weiter stark steigenden Ölnachfrage. Der Ölmarkt werde daher im ersten Quartal 2019 wieder knapper, sodass die Ölsorte Brent wieder auf 70 bis 80 US-Dollar steigen wird, so das Fazit des UBS Experten.

Nachdem Analyst Gordon von der UBS einen Preisanstieg prognostizierte, stoßen nun auch die Experten von Ashburton Global Energy Fund ins selbe Horn. Innerhalb der kommenden 3 Monaten werde der Rohölpreis wieder deutlich zulegen und dafür nennen diese gleich mehrere Gründe. Die Ölproduktion von Saudi-Arabien ist vor den US-Midterm Wahlen viel zu stark gestiegen. Die Produktion hätte ein Niveau erreicht, dass für Saudi-Arabien nicht lange durchzuhalten sei. Trump hatte in der Zeit vor den Wahlen, aber auch danach, immer wieder Produktionssteigerungen der OPEC gefordert, die dann auch kamen. Die hohen Spritpreise Ende September und Anfang Oktober hatte man in den USA als Gefahr für das Wahlergebnis der Republikaner in den USA gesehen. So rechnet man nun eben mit einer Reduzierung der Ölförderung von Saudi-Arabien. Hinzu kommt, dass die Probleme der Infrastruktur in den USA das Produktionswachstum dort ausbremsen werden. Hinzu kommt, dass die Ölbestände gering und die Kapazitätsreserven sehr niedrig sind, während eine nachhaltige Produktionssteigerung an konventionellen Ölquellen (kein Schieferöl oder Teersande) in 2019 nicht zu erwarten sei. Zu stark waren die Einschnitte der Investitionen in den Jahren nach 2014, als die Ölpreise einbrachen. Letzlich sei die momentane Abwärtsbewegung nur eine Delle in der zyklischen Erholung der Ölpreise. Die Abwärtsbewegung von Oktober und November wird vom Ashburton Global Energy Fund als Korrektur gesehen, die sich bald umkehren werde. Brent sollte in den kommenden drei Monaten somit auf ein Niveau zwischen 70 und 80 US-Dollar steigen, so das abschließende Fazit.

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Eimsbüttel, Harburg, Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord, Wandsbek, Ahrensburg, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreis- und Devisenentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.