Wann am besten Heizöl bestellen? Heizölpreise sind lang- und kurzfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren im globalen Maßstab unterworfen und ändern sich dementsprechende stetig. Sinkende Preise auf dem Weltmarkt freuen Sie als Verbraucher in Deutschland und machen eine Ölheizung auch für Umsteiger von Strom- oder Gasheizung attraktiv. Wir informieren Sie über die aktuellen Heizölpreise in Hamburg, über preistreibende und preissenkende Faktoren und geben einen Ausblick auf die Preisentwicklung. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Heizöl nachzuordern oder das Heizöl für den nächsten Winter zu bestellen? Erhalten Sie jetzt eine unverbindliche Preisanfrage.

Heizölpreise fallen in Hamburg am 25.05.18 um ca. € -0,65 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Freitag um ca. € -0,65 pro 100 Liter gefallen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl kostet heute in Hamburg EUR 73,71 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 2.211,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus im Großraum Hamburg.* (Jahresdurchschnittpreise Heizöl: Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20)

Aktueller Heizölpreis für den Raum Hamburg bei Abnahme von 3.000 Litern Premium Heizöl EL
Datum Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
25.05.2018 73,71 € pro 100 Ltr. 2.211,- € für 3.000 Ltr. ↘️ -0,65 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am gestrigen Donnerstag aufgrund fehlender Nachrichtenimpulse und charttechnischen Verkaufsorders um -1,13 US-Dollar Barrel auf die Marke von 70 US-Dollar gefallen. Für zusätzliche Verkaufsimpulse sorgten auch Gerüchte über Absprachen bezüglich einer Produktionssteigerung von OPEC und Nicht-OPEC Länder wie Russland. Russlands Energieminister, Alexander Nowak, wird sich noch in dieser Woche noch mit seinen Amtskollegen aus Saudi-Arabien und den Vereinten Arabischen Emiraten treffen. Dabei wird wohl vor allem die Möglichkeit einer Lockerung der Produktionsquoten, die seit Anfang 2017 gelten, Thema sein, so die russische Nachrichtenagentur RIA. Auch innerhalb der OPEC haben Produzenten aus der Region des Persischen Golfs bereits eine Anpassung der Produktionsmengen besprochen. Damit deutet viel darauf hin, dass das Kartell beim nächsten Meeting am 22. Juni 2018 in Wien eine Lockerung der Quoten beschließen könnte. Anlass für die Maßnahme sind die ungeplanten Produktionsausfälle in Venezuela, die mit den neuen US-Sanktionen vermutlich noch einmal zunehmen, und erwartete Exportausfälle aus dem Iran, sollten die US-Sanktionen auch die verfügbaren Mengen reduzieren. Am heutigen Freitag notiert der Ölpreis vor dem Wochenende noch nahezu unverändert bis etwas leichter über der Marke von insgesamt 70 US-Dollar. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 70,52 US-Dollar. Das waren nur -0,19 US-Dollar je Barrel weniger als am Donnerstagabend (Schlusskurs: 70,71 US-Dollar) in New York.

Marktlage
Die USA werden die Sanktionen gegen den Iran verschärfen und wollen auch Unternehmen der Eurozone ins Visier nehmen, sollten diese weiter Geschäfte mit dem Iran abwickeln, die gegen die Vorgaben der USA verstoßen. Die EU hält zwar mit einem sog. "Blocking Statut" dagegen, dass es den Unternehmen verbietet ihre Geschäfte im Iran abzubrechen, doch die Wirksamkeit darf angezweifelt werden. Die USA sitzen vermutlich am längeren Hebel, was der Fall Total zeigt. Der Konzern hatte bereits angekündigt einen Rückzug aus seinem Milliarden Dollar Projekt aus dem Iran zu prüfen. Die iranische Führung will mit der EU an dem bisherigen Atomabkommen festhalten, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es der EU gelingt die Sanktionen der USA auszugleichen. Experten gehen davon aus, dass die Ölexporte im Jahresverlauf nachlassen und schließlich deutlich sinken. Auch in Venezuela ist mit einem weiteren Einbruch der Ölproduktion zu rechnen. Laut Energy Information Administration (EIA) nahm die Förderung des Landes von Januar bis April um -130.000 Barrel pro Tag ab. Bis Jahresende könnten die Produktion um mehrere 100.000 Barrel pro Tag abnehmen und damit das globale Angebot weiter verknappen, so die Einschätzung. Zusammen mit dem erwarteten Problemen bei den Ölexporten des Iran, wird die Versorgungslage weiter unter Druck geraten und die Ölpreise generell stützen.

Die zuletzt hohen Ölpreise könnten von den Marktteilnehmern aber auch vermehrt zu Gewinnmitnahmen genutzt werden. Viele Produzenten werden ihre zukünftige Produktion durch Verkäufe von Futures für das kommende Jahr absichern. Dies erhöht den Verkaufsdruck am Markt. Experten des Unternhemens Drillinginfo sehen in dieser Zeit eine weiter hohe Volatilität auf die Marktteilnehmer zukommen. Wenn diese Phase allerdings erst einmal beendet ist, werden sich die Preise vermutlich auf ein Gleichgeweiht von 65 US-Dollar einpendeln. Ähnlich optimistisch zeigt sich auch BP Chef Dudley. Dieser erwartet einen enormen Wachstum der US Schieferölindustrie, während die OPEC ihre Produktionskürzung vermutlich reduziert. Letztlich würden die Preise dann bis auf ein Niveau zwischen 50 und 65 US-Dollar abrutschen, so seine Einschätzung. Diese Vorstellungen stehen allerdings im Kontrast zur Erwartung anderer Analysten, die die Preise mit all den geopolitischen Risiken und der knappen Marktlage langfristig auf hohem Niveau sehen, zumal die OPEC noch keine Anstalten macht dir Förderung wieder zu steigern. Die unterschiedlichen Prognosen zeigen allerdings, wie unsicher sich die Marktteilnehmer über die weitere Entwicklung sind.

Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen 2018
Der Preisanstieg in diesem Jahr bedeutet für viele Produzenten, dass sie wieder verstärkt in ihre Förderung investieren können. Vor allem in Ländern wie USA, Brasilien und Kanada könnte die Produktion deutlich zunehmen, da sich diese den Produktionskürzungen der OPEC nicht angeschlossen hatten. Die Ölförderung ist wieder deutlich rentabler geworden, was in der Folge Kapital anzieht. Zwar sind auch die Kosten für die Produktion gestiegen, jedoch bei weitem nicht so schnell wie der erzielbare Ölpreis am internationalen Markt. Einer Analyse von Bernstein Energy zu Folge, brauchen die 50 größten börsengehandelten Ölfirmen einen Ölpreis von etwa 47 US-Dollar, um profitabel Rohöl zu fördern. Bei Preisen von etwa fast 80 US-Dollar für die Ölsorten Brent und etwas über 70 US-Dollar für WTI ist die Profitabilität in der Branche unbestritten hoch.

Geht es nach den Experten bei Stratas Advisors, ist der Ölpreis derzeit überhitzt und verlangt nach einer Preiskorrektur. Man rechne mit einer solchen Korrektur im Laufe des Jahres, wenn der Markt realisiert, dass die Preise zu stark gestiegen seien. Man sehe die aktuell Stimmung getriebene Rallye nicht als nachhaltig an, zumal viel von geopolitischen Risiken herrührt, die eventuell etwas aufgebauscht wurden. Mit einer Korrektur um -20 US-Dollar rechnen aber auch die Analysten bei Stratas Advisors nicht. Vielmehr werde es sich vermutlich um eine Abwärtsbewegung von etwa -4 bis -5 US-Dollar handeln, so das Fazit.

Die Analysten der Barclays Bank rechnen mittlerweile für 2018 mit einem höheren Durchschnittspreis der Rohölsorte Brent als zuvor. Der Produktionsrückgang in Venezuela, die Entscheidung Donald Trumps hinsichtlich US-Sanktionen gegen den Iran, neuerliche Angebotsausfälle in Nigeria und Schlüsse, die sich aus einer weiteren Runde von Geschäftszahlen der Ölproduzenten schließen ließen, erforderten der Bank zufolge eine Anpassung der Preisprognosen. Mittlerweile geht man bei Barclays davon aus, dass der Preis für ein Barrel der Rohölsorte Brent 2018 im Durchschnitt bei 70 US-Dollar liegen dürfte. Bislang rechnete man mit 63 US-Dollar. Im kommenden Jahr dürfte Brent durchschnittlich 65 US-Dollar pro Barrel kosten. Damit erhöhte die Bank ihre bisherige Prognose für 2019 um +5 US-Dollar.

Bullishe (preistreibende) Faktoren
+ Produktionsausfall in Höhe von 120.000 Barrel pro Tag in Libyen
+ Drohende Sanktionen gegen Venezuelas Ölexporte
+ US-Sanktionen gegen den Iran
+ Russland will unbefristete Zusammenarbeit mit OPEC
+ Venezuela: kontinuierlich sinkende Ölproduktion

Bearishe (preisdrückende) Faktoren
- OPEC und Russland thematisieren Lockerung der Produktionsquoten
- Zunahme von Rohöl- und Benzinbeständen in den USA gem. Department of Energy
- Ölförderung wird im Mai und Juni in den USA weiter kräftig zulegen
- Aktive Ölbohranlangen in den USA stagnieren mit insgesamt 844 Anlagen auf 3-Jahreshoch

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Eimsbüttel, Harburg, Hamburg-Mitte, Hamburg-Nord, Wandsbek, Ahrensburg, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreisentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.