Wann am besten Heizöl bestellen? Heizölpreise sind lang- und kurzfristigen geopolitischen und wirtschaftlichen Faktoren im globalen Maßstab unterworfen und ändern sich dementsprechende stetig. Sinkende Preise auf dem Weltmarkt freuen Sie als Verbraucher in Deutschland und machen eine Ölheizung auch für Umsteiger von Strom- oder Gasheizung attraktiv. Wir informieren Sie über die aktuellen Heizölpreise in Hamburg, über preistreibende und preissenkende Faktoren und geben einen Ausblick auf die Preisentwicklung. Ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Heizöl nachzuordern oder das Heizöl für den nächsten Winter zu bestellen? Erhalten Sie jetzt eine unverbindliche Preisanfrage.

↗️ Heizölpreise steigen in Hamburg am 18.11.2019 um ca. € +0,95 per 100 Ltr.

Der Heizölpreis ist am heutigen Montag um ca. € +0,95 pro 100 Liter gestiegen. Eine Lieferung von 3.000 Ltr. Premium Heizöl EL (extra leicht + schwefelarm) in Hamburg (PLZ 21107 - Tanklagergebiet) kostet heute EUR 68,98 pro 100 Liter bzw. in der Gesamtsumme rund EUR 2.069,-. Alle genannten Heizölpreise verstehen sich zur Orientierung als Richtpreis pro 100 Ltr. inkl. 19% MwSt. und frei Haus.* (Jahresdurchschnittspreise Heizöl: Ø-2019: € 68,57 / Ø-2018: € 70,35 / Ø-2017: € 58,12 / Ø-2016: € 50,32 / Ø-2015: € 59,20).

Heizölpreis für Hamburg-Wilhelmsburg (21107) bei Abnahme von 3.000 Ltr. Premium Heizöl
Datum ∅-Preis inkl. 19% MwSt. Gesamtsumme Tendenz zum Vortag
18.11.19 68,98 € pro 100 Ltr. 2.069,- € für 3.000 Ltr. ↗️ +0,95 € pro 100 Ltr.

Aktuelle Ölpreisentwicklung:
Der Preis für Rohöl der meistgehandelten US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) ist am Freitag in der vergangenen Handelswoche um +0,95 US-Dollar je Barrel angestiegen und notierte damit vor dem Wochenende über der Marke von 57 US-Dollar. Am heutigen Montag notiert der Ölpreis nur etwas fester und weiter oberhalb der Marke von insgesamt 57 US-Dollar. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Ölsorte WTI 57,83 US-Dollar. Das waren +0,11 Dollar je Barrel mehr als am Freitagabend (Schlusskurs: 57,72 US-Dollar) in New York.

Bullishe (preistreibende) Faktoren führen zu steigenden Heizölpreisen
+ Positive Stimmung bezgl. Lösung im Handelsstreit zwischen China und den USA
+ Zusätzliche Nachfrage von neuen Raffinerien in China
+ Proteste im Irak und Iran
+ Anzahl aktiver Ölbohranlagen in den USA gesunken

Bearishe (preisdrückende) Faktoren führen zu fallenden Heizölpreisen
- Internationale Energieagentur korrigiert Ölangebot der Nicht-OPEC Länder nach oben
- Investmentbanken warnen vor Preisrutsch bei ausbleibender OPEC Kürzung
- Omans Ölminister geht von Beibehaltung der aktuellen OPEC+ Quoten aus

Marktlage
Erneut ist es der Handelsstreit und die möglichen Verhandlungsergebnisse, die das Geschehen an den Ölbörsen dominieren. Am Freitag hatten sich die Verhandlungsführer positiv zu den aktuellen Fortschritten geäußert, da man nur noch an den letzten Details arbeiten würde. Dennoch gab es noch Differenzen zwischen beiden Seiten bei einigen Schlüsselfragen. Am Samstag soll es aber wieder neue "konstruktive Gespräche" zwischen beiden Seiten gegeben haben, berichtete die Chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Dabei sei es um die Zweifel beider Seiten gegangen. "Trotz des über den Erwartungen gelegenen US-Ölbestandsaufbaus in der letzten Woche, konzentrieren sich die Händler in erster Linie auf die Handelsentwicklungen, bei denen der Optimismus anhält", bewertet Analyst Stephen Innes, von AxiTrader, die aktuelle Stimmung. "Der Markt schätzt ein Handelsabkommen zwischen den USA und China wieder als wahrscheinlicher ein, was bullish für Öl ist." Nachdem die Monatsreports letzte Woche keinen starken Einfluss auf die Richtung hatten, ist also klar, dass der Handelsstreit auch in dieser Woche weiter Dreh- und Angelpunkt für die Stimmung des Marktes ist. Allerdings sind auch weitere Kommentare zur OPEC im Rahmen des nächsten Treffens des Kartells in zwei Wochen zu erwarten. Die Marktlage für die erste Jahreshälfte 2020 sowie auch der langfristige Ausblick der OPEC für die kommenden Jahre deuten zwar auf die Notwendigkeit weiterer Produktionskürzungen hin, doch die jüngsten Kommentare aus OPEC-Kreisen lassen doch eher vermuten, dass die OPEC+ Gruppe an den aktuellen Quoten nicht rütteln wird. Bleibt es dabei, könnten die Preise an den Ölbörsen zum Jahreswechsel noch einmal deutlich nachgeben. Analysten hatten zuletzt auf das Abwärtspotenzial hingewiesen, sollte das Kartell keine weiteren Kürzungen beschließen. Die generelle Marktlage bleibt damit im Spannungsfeld von Handelsstreit und OPEC Entscheidung. Unterdessen stützten die zusätzlichen Raffineriekapazitäten in China. Hier sind neue Anlagen von Hengli Petrochemical und Zhejiang Petrichemical an den Markt gegangen. Der zusätzliche Bedarf der Raffinerien hat dafür gesorgt, dass die Rohölpreise für Öl aus Katar und Abu Dhabis Rohölsorte "Murban" deutlich gestiegen sind, und zum Teil über den offiziellen Verkaufspreisen gehandelt werden. Auch die Demonstrationen im Iran und Irak können die Preise stützen. Zwar haben die Proteste der Bevölkerung noch keinen Einfluss auf die Ölförderung und Exporte gehabt, doch besteht die Gefahr, dass sich die Situation weiter destabilisiert und dann das Ölangebot negativ beeinflusst.

Auswahl von aktuellen Ölpreisprognosen 2019
12.11.19 - Den Analysten von Morgan Stanley zufolge könnte der Preis für die Ölsorte Brent um rund -30 Prozent nachgeben, sollten die OPEC und ihre Partner im Dezember nicht noch stärkere Produktionskürzungen beschließen. Der größte Ölproduzent der OPEC, Saudi-Arabien, hatte sich zuletzt noch gegen umfangreichere Kürzungen ausgesprochen. Bei einem solchen Preisrückgang zum aktuellen Niveau von etwa 62 US-Dollar läge Brent pro Barrel bei etwa 45 US-Dollar. Die Analysten von Citygroup und BNP Paribas setzen die Preiserwartungen noch etwas höher an. Ohne eine stärkere Produktionskürzung sehen sie die Preise knapp oberhalb von 50 US-Dollar pro Barrel. Auch dieses Preisniveau würde den Druck, der aufgrund von Unruhen und Wirtschaftskrisen ohnehin schon auf OPEC-Mitgliedern wie Venezuela, Iran und Irak lastet, noch verstärken. Aber auch die US-Schieferölindustrie könnte durch so niedrige Preisniveaus ins Straucheln kommen. Die Aussicht auf einen Angebotsüberschuss zeichne sich für den Markt 2020 ab, warnt Martijn Rats von Morgan Stanley. "Entweder die OPEC verstärkt ihre Kürzungen oder die Preise werden auf etwa 45 US-Dollar pro Barrel fallen, und ein Abschwächen des US-Schieferölwachstums herbeiführen, das den Markt ausbalancieren wird," so Rats. Omans Ölminister Mohammed Al-Rumhy mutmaßte Anfang der Woche, die OPEC+ Produzenten würden im Dezember bestenfalls eine Verlängerung der Produktionskürzungen beschließen. Zusätzliche Kürzungen hielt er für unwahrscheinlich. Auch die jüngsten Kommentare aus Saudi-Arabien lassen dies erwarten. Zwar gehörte das Königreich bislang zu den Ländern, die sich am stärksten für die Kürzungen einsetzten und die eigene Produktion auch deutlicher drosselten als die übrigen Produzenten, allerdings scheint Saudi-Arabien nicht länger gewillt, die Hauptlast der Maßnahme zu tragen.

Hier erhalten Sie bei Interesse weitere Hintergrundinformationen über die Ölpreisentwicklung und eine aktuelle Ölpreisprognose.

Erläuterung: West Texas Intermediate (WTI) ist die weltweit am stärksten nachgefragte Rohölsorte mit geringem Schwefelgehalt (Light Sweet Crude) und der NYMEX Light Sweet Crude Future ist der meistgehandelte Rohstoffkontrakt der Welt.

* Hinweis: Bitte beachten Sie, dass sich unsere Heizölpreise im Großraum Hamburg regional (z.B. Altona, Blankenese, Othmarschen, Rissen, Bergedorf, Hamm, Harburg, Wandsbek, Wedel, Ahrensburg, Volksdorf, Tonndorf, Bendestorf, Jesteburg, Hittfeld, Seevetal und Rosengarten) unterscheiden und auch von anderen Parametern (wie z.B. Liefertermin, Schlauchlänge, Zahlungsart etc.) abhängig sind. Zudem ändert sich der Heizölpreis in Hamburg aufgrund der oftmals volatilen Ölpreis- und Devisenentwicklung mehrmals am Tag, so dass die hier genannten Preise nur eine unverbindliche Momentaufnahme und insbesondere keine Aufforderung zum Kauf darstellen. Erfahren Sie dazu bei Interesse hier mehr.