Johannes Brahms Komponist, Pianist und Dirigent

Der weltbekannte Komponist, Pianist und Dirigent Johannes Brahms ist ein Sohn der Hansestadt. Hamburg ehrt ihn mit einem Platz vis à vis der Musikhalle/Laeiszhalle und einem Denkmal vor seinem Geburtshaus in der Speckstraße / Caffamacherreihe.

Johannes Brahms - Komponist, Pianist und Dirigent

Weitere Geschichtsthemen

Johannes Brahms Viele kennen von Johannes Brahms nur die "Ungarischen Tänze", die er 1876 in Wien vorstellte. Doch tatsächlich komponierte Brahms eine beeindruckende Anzahl an Chor-, Orchester- und Orgelwerken, Kammermusik mit und ohne Klavier sowie weit über 60 reine Klavierstücke und etwa 50 Übungen für Pianospieler.

Zwischen Optimismus und Zweifel

Diese Schaffensfreude und ungebändigte Kreativität nahm ihren Anfang bereits in seinen Jugendjahren. Am 7.Mai 1833 in Hamburg im Kreis einer musikalisch interessierten Familie geboren, verfasste der junge Brahms schon mit 16 Jahren sein erstes Werk für Klavier und veröffentlichte zunächst unter den Pseudonymen G.W. Marcks und Karl Würth.

Durch die Protektion von Franz Liszt und Robert Schumann gelang es Brahms schon früh, in Deutschland als hoffnungsvolles, junges Musiktalent anerkannt zu werden. Dem 20jährigen war jedoch sein früher Ruhm etwas unheimlich. Zu stark fürchtete er, die in ihn gesetzten Hoffnungen zu enttäuschen. Viele der damaligen Kompositionen fielen so wahrscheinlich seiner übertriebenen Selbstkritik zum Opfer.

Romantische Inspiration

Starken Einfluss auf Leben und Werk von Brahms hatte nicht nur Robert Schumann, sondern auch dessen Frau Clara. 14 Jahre älter als Brahms, faszinierten den jungen Musiker ihr Wesen und ihr differenziertes Wissen über Musik. Die Schwärmerei erreichte in den Jahren 1854/ 1855 ihren Höhepunkt, kühlte jedoch mit dem Tod von Robert Schumann im Juli 1856 merklich ab. Der Briefwechsel zwischen Clara Schumann und Johannes Brahms in der Zeit zwischen 1854 - 1858 legt Zeugnis ab, über ein inniges freundschaftliches Verhältnis, von dem sich Clara nach dem Tod ihres Mannes aber distanzierte.

Grandioser Siegeszug

Nach seiner Zeit in Düsseldorf und Detmold führte Brahms Weg 1859 wieder nach Hamburg. Dort traf er auf den Verleger Fritz Simrock, der einen wesentlichen Beitrag zu der allgemeinen Bekanntheit der Werke Brahms leistete. Doch bereits drei Jahre später beschloss Brahms, Hamburg zu verlassen.

Verstimmt darüber, dass er nicht zum Direktor des Philharmonischen Konzerts berufen wurde, begab er sich auf den Weg nach Wien. Die Zeit in der österreichischen Metropole wurde zu Brahms schöpferischster Phase. Hier entstanden neben den "Ungarischen Tänzen" auch das "Deutsche Requiem" und in knapp neun Jahren vier seiner Sinfonien. 1889 verlieh ihm seine Heimatstadt Hamburg die Ehrenbürgerschaft. Der Komponist wurde von Kunstfreunden wie Kollegen weit über Deutschland hinaus hoch geschätzt. Johannes Brahms starb am 3. April 1897 und wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.

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