Felix Mendelssohn Bartholdy Komponist, Pianist und Organist

Der in Hamburg geborene Komponist, Pianist und Dirigent Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) bereicherte durch seine Werke die Orchester- und Kammermusik und machte durch zahlreiche Aufführungen Bachs "Matthäus-Passion" bekannt.

Felix Mendelssohn Bartholdy - Komponist, Pianist und Organist

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Foto: Michael Zapf / Staatsarchiv

Künstlerischer Werdegang eines Musikers

Felix Mendelsohn Bartholdy wurde am 3. Februar 1809 in Hamburg in der Großen Michaelisstraße 14 geboren. Die Familie musste die Stadt im Jahre 1811 wegen Schwierigkeiten mit der französischen Besatzung verlassen, sie ging nach Berlin.

Den ersten allgemeinen Unterricht erhielt Felix Mendelsohn Bartholdy bei Dr. Heyse, dem Vater des Schriftstellers Paul Heyse, die erste Verbindung zur Musik und der Berliner Singakademie unter Carl Friedrich Zelter, dem Freund Goethes. Auch Felix Mendelsohn Bartholdy verband bald, trotz des Altersunterschieds von 60 Jahren, eine enge Freundschaft mit Goethe. In der Berliner Neuen Kirche wurde er am 2. März 1816 evangelisch getauft. Im Alter von neun Jahren trat er erstmals öffentlich auf, seine erste Komposition stammt vom 7. März 1820.

Am 30. Mai 1833 wurde Felix Mendelsohn Bartholdy städtischer Musikdirektor in Düsseldorf und am 1. September 1835 Leiter der Leipziger Gewandhauskonzerte. Am 20. März 1836 erhielt er die Ehrendoktorwürde der philosophischen Fakultät der Universität Leipzig. Ein Jahr später, am 28. März 1837, heiratete er die zwanzigjährige Cécile Jeanrenaud. Am 13. Oktober 1841 wurde er zum königlich-preußischen Kapellmeister ernannt, am 13. April wurde ihm die Ehrendoktorwürde von Leipzig verliehen. Die Uraufführung seines Oratoriums "Elias" am 26. August 1846 wurde zu einem großen Erfolg. Am 4. November 1847 starb Felix Mendelsohn Bartholdy. Er wurde am 8. November auf dem Berliner Dreifaltigkeitsfriedhof beigesetzt.

Die Matthäuspassion

Bachs Matthäuspassion, damals fast vergessen, erlebte 1829 eine Auferstehung. Gegen heftige Widerstände setzte Felix Mendelsohn Bartholdy am 11. März 1829 in der Singakademie unter seiner Leitung die Aufführung durch. Sie wurde zu einem überwältigenden Erfolg. Zehn Tage später, am 21. März, Bachs Geburtstag, musste die Passion wiederholt werden.

Die Entstehung des Namens

Einer seiner Urgroßväter hieß Mendel Dessau. Dessen Sohn Moses, sein Großvater, nannte sich Mendels Sohn oder Moses Mendelsohn. Er war Vorbild für Lessings "Nathan der Weise". Sein Vater, der Bankier Abraham Mendelsohn, fügte seinem Namen den Namen des Onkels Jacob Bartholdy bei. So entstand der Name Felix Mendelsohn Bartholdy.

Dieser Text ist entnommen aus dem Band "Beatles, Hagenbeck & Schopenhauer - Menschen und Ereignisse in Hamburg" über Gedenktafeln der Patriotischen Gesellschaft von 1765.


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Komponist, Pianist und Organist
Der in Hamburg geborene Komponist, Pianist und Dirigent Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) bereicherte durch seine Werke die Orchester- und Kammermusik und machte durch zahlreiche Aufführungen Bachs "Matthäus-Passion" bekannt.
20170104 13:49:17