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Sturmflut Einsatz des Katastrophenschutzes

Trotz des nach aller Erfahrung und Berechnung ausreichenden technischen Hochwasserschutzes ist fest definiert, ab welchem Wasserstand einer Sturmflut die Katastrophenschutzstäbe der Behörden tätig werden.

Hochwassersperrgebiet Die Polizei kontrolliert an der Grenze eines Hochwassersperrgebietes.

Hochwassersperrgebiet

Ausreichender technischer Hochwasserschutz

Die Hochwasserschutzanlagen für Hamburg sind so ausgelegt, dass sie einen hohen Schutz vor Sturmfluten bieten. Auch bei höheren Wasserständen, wie sie zum Beispiel bei der verheerenden Flut von 1962 auftraten (+5,70 Meter über NN), besteht heutzutage aufgrund der technischen Sicherheit der Hochwasserschutzanlagen ausreichender Schutz.

Niedrig liegende Gebiete

Wird eine Sturmflut mit einem Wasserstand von 3,50 Meter über NN oder mehr vorhergesagt, werden in niedrig liegenden Bereichen vor der Hauptdeichlinie und im Hafen von den zuständigen Behörden erste Maßnahmen getroffen. Zum Beispiel sperrt die Polizei im Hafen einzelne Straßen, die bereits ab diesem Wasserstand überspült werden können.

Katastrophenschutzstäbe

Trotz des nach aller Erfahrung und Berechnung ausreichenden technischen Hochwasserschutzes ist fest definiert, dass die Katastrophenschutzstäbe der Behörden tätig werden, wenn mit einer Sturmflut von mehr als + 5,00 Meter  über NN zu rechnen ist. Ab diesem vorhergesagten Wasserstand  beobachten die Katastrophenschutzstäbe die Lage und treffen je nach Bedarf  erforderliche, vorbeugende Maßnahmen.

Warnung der Bevölkerung und Evakuierungen

Eine wesentliche Aufgabe des Katastrophenschutzes ist die Warnung der Bevölkerung. Etwa 8 bis 9 Stunden vor Eintritt eines vorhergesagten Wasserstandes mehr als 5,00 Meter über NN erfolgt eine Warnung der Bevölkerung über die regionalen Medien. Ab einem Wasserstand von + 6,50 Meter über NN wird der gesamte Hafen gesperrt. Weiter reichende Evakuierungsmaßnahmen in gefährdeten Gebieten sind erst ab einem prognostizierten Wasserstand von + 7,30 Meter über NN vorgesehen. Diese vorbeugende Maßnahme wurde in Hamburg noch nie durchgeführt.