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Arbeitsschutz & Corona So ist Homeoffice geregelt

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Homeoffice

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen gemäß §2 Abs. 3 SARS CoV-2 Arbeitsschutzverordnung bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung tätigkeitsspezifische Infektionsgefahren und das regionale Infektionsgeschehen berücksichtigen. Dabei sollen insbesondere die persönlichen Kontakte im Betrieb minimiert werden, z.B. durch die Vermeidung der gemeinsamen Nutzung von Räumen. Dabei kann es eine wirksame Maßnahme sein, den Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten das Angebot machen, diese Tätigkeiten von zu Hause auszuführen. Der Arbeitgeber ist daher verpflichtet, das Angebot von Homeoffice im Rahmen seiner Gefährdungsbeurteilung zu prüfen.

Nach der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel soll dabei das Arbeiten aus dem Homeoffice für Arbeitgeber und Beschäftigte einfach und unbürokratisch ermöglicht werden, ohne dass zwingend ein Telearbeitsplatz eingerichtet werden muss.

Auch beim Arbeiten im Homeoffice gelten die Regeln des Arbeitsschutzgesetzes und des Arbeitszeitgesetzes. Es muss eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden und der Arbeitgeber muss Beschäftigte zum Arbeitsschutz und zur richtigen Arbeitsplatzgestaltung unterweisen, z.B. zu Sitzposition, Sitzhöhe und Bildschirmposition. Um Rücken-, Nacken-, Schulter- oder Armschmerzen zu vermeiden, sollte man nicht dauerhaft am Laptop arbeiten, sondern unbedingt eine separate Tastatur, Maus und Bildschirm nutzen. Auch sollten Beschäftigte im Homeoffice auf Bewegungspausen und Unterbrechung der Bildschirmarbeit achten. Soll nicht nur gelegentlich im Homeoffice gearbeitet werden, ist die Einrichtung eines Telearbeitsplatzes (gem. §2 Abs.7 ArbStättV) dringend anzuraten. Dann kann der Arbeitgeber bzw. die Sicherheitsfachkraft die Beschäftigten bei der richtigen Einrichtung des Arbeitsplatzes zu Hause unterstützen.

Der Zugang zu betrieblicher Kommunikation und Information muss gewährleistet werden. Dazu gehören eine stabile Internetverbindung und die Möglichkeit, auf relevante Arbeitsordner und Emails online zugreifen zu können. Auch der Austausch und die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen muss sichergestellt werden, z.B. über die Einrichtung und Nutzung eines Videokonferenzsystems.

Arbeitgeber und Beschäftigte sollten Regelungen zu Arbeitszeiten und Erreichbarkeit im Homeoffice treffen. Ständige dienstliche Erreichbarkeit zu Hause durch Emails oder einer Anrufweiterleitung auf das Handy kann zu einer Mehrbelastung der Beschäftigten führen. Die Regeln des Arbeitszeitgesetzes gelten auch im Homeoffice und gesetzliche oder tarifliche Pausen- und (nächtliche) Ruhezeiten sind einzuhalten.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter den folgenden Links:

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Fragen und Antworten zum Homeoffice


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