Hamburger SV Fußball-Dino: Neustart in Liga zwei

Als einziger Verein spielte der HSV seit der ersten Bundesliga-Saison im Jahr 1963/1964 ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse. Seit Jahren kämpfte das Team gegen den Abstieg. In dieser Saison ist es tatsächlich passiert.

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Hamburger Sportverein Fußball-Bundesliga

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1:0 in Dresden: Der HSV ist Spitze

Durch das 1:0 in Dresden ist der HSV Tabellenführer in der zweiten Liga. Spitzenmäßig war das Spiel allerdings nicht. Die erste Halbzeit war zum abgewöhnen und der HSV hätte sich nicht wundern müssen, wenn er ein Tor kassiert hätte. Hamalainen (41.) und Koné (44. und 59.) hatten besten Chancen. Doch, wie schon gegen Heidenheim, als Einwechselspieler Lasogga dreimal traf, hatte Trainer Michael Titz auch dieses Mal ein glückliches Händchen, indem er im zweiten Durchgang den Südkoreaner Hee-Chan Hwang brachte. Der traf prompt in de 59. Minute zum 1:0. In der Nachspielzeit verschoss Lasogga noch einen Elfmeter. Das war's. Der HSV ist nach fünf Spieltagen Tabellenführer.

Testspiele zur Saison 2018/19

Tag, ZeitOrtSpielErgebnis
29. 6., 18.30 UhrEiderstadion BüdelsdorfBüdelsdorfer TSV – HSV0:18
  4. 7., 18.30 UhrStadion Sander Tannen (Bergedorf)TuS Dassendorf – HSV0:10
  6. 7.HSV – Aarhus GF1:5
11. 7., 17.45beim ASV DraßburgHSV – ZSKA Moskau1:0
14. 7., 19.00 UhrAllianz-Stadion (Wien)SK Rapid Wien – HSV1:2
21. 7., 15.00 UhrBlitzturnier in MeppenHSV – Stoke City2:1
21. 7., 16.00 UhrBlitzturnier in MeppenSV Meppen – HSV1:2
28. 7., 16.00 UhrVolksparkstadionHSV – AS Monaco (1. Liga Frankreich)3:1

Weitere Informationen: HSV-Ticket-Center

DFB-Pokal 2018/2019

RundeTagZeitSpielErgebnis
118. 8.18.30TuS Erndtebrück (5. Liga) – HSV3:5
230./31. 10.offenWehen-Wiesbaden (3. Liga) – HSV

Der Spielplan 2018/19

SpieltagTagZeitSpielErgebnis
1Fr.,   3. 8.20.30HSV – Holstein Kiel0:3
2So., 12. 8.13.30Sandhausen – HSV0:3
3Mo., 27. 8.20.30HSV – Bielefeld3:0
4Di., 18. 9.18.30Dynamo Dresden – HSV*0:1
5Sa., 15. 9.13.00HSV – Heidenheim
6So., 23. 9.13.30HSV – Regensburg
7Do., 27. 9.20.30Greuther Fürth – HSV
8So., 30. 9.13.30HSV – St. Pauli
9Fr.,   5. 10.18.30Darmstadt 98 – HSV
10So., 21. 10.13.30HSV – VfL Bochum
11Fr., 26. 10.18.301. FC Magdeburg – HSV
12Mo.,  5. 11.20.30HSV – 1. FC Köln
13Sa., 10. 11.13.00Erzgebirge Aue – HSV
14Mo., 26. 11.20.30HSV – Union Berlin
15Sa.  1. 12.13.00Ingolstadt – HSV
16Fr.,  7. 12.18.30HSV – Paderborn
1714. bis 17. 12.MSV Duisburg – HSV
1821. bis 23. 12.Holstein Kiel – HSV
1928./29. 1. 2019HSV – SV Sandhausen
201. bis 4. 2. 2019Arminia Bielefeld – HSV
218. bis 11. 2. 2019HSV – Dynamo Dresden
2215. bis 18. 2. 2019Heidenheim – HSV
2322. bis 25. 2. 2019Jahn Regensburg – HSV
241. bis 4. 3. 2019HSV – Greuther Fürth
258. bis 11. 3. 2019St. Pauli – HSV
2615. bis 18. 3. 2019HSV – Darmstadt 98
2729. 3. bis 1. 4. 2019VfL Bochum – HSV
285. bis 8. 4. 2019HSV – 1. FC Magdeburg
2912. bis 15. 4. 20191. FC Köln – HSV
3019. bis 22. 4. 2019HSV – Erzgebirge Aue
3126. bis 29. 4. 2019Union Berlin – HSV
323. bis 6. 5. 2019HSV – Ingolstadt
3312. 5. 2019, 15.30 UhrPaderborn – HSV
3419. 5. 2019, 15.30 UhrHSV – MSV Duisburg

*Das Spiel gegen Dresden wurde aufgrund der Demonstrationen in Chemnitz vom 1. September auf den 18. September verlegt

Die Tabelle nach dem 5. Spieltag

PlatzMannschaftSpieleToreDifferenzPunkte
1Hamburger SV (A)510:5+512
2Greuther Fürth511:5+611
3VfL Bochum511:4+710
41. FC Köln514:10+410
5Darmstadt 985  6:3+310
6Union Berlin5  8:4+49
7SC Paderborn (N)511:8+38
8Holstein Kiel5  7:6+18
9Arminia Bielefeld5  8:8  08
10Dynamo Dresden5  5:6-16
11FC St. Pauli5  9:13-46
121. FC Heidenheim5  7:7  05
13FC Ingolstadt5  6:12-65
14Erzgebirge Aue5  6:8-24
15Jahn Regensburg5  5:10-54
161. FC Magdeburg5  3:5-23
17SV Sandhausen5  2:8-62
18MSV Duisburg5  2:9-71

Der Kader 2018/2019

Nr.Name (Land)PositionVertrag bis
12Tom Mickel (D)Tor2021
1Julian Pollersbeck (D)Tor2021
30Morton Behrens (D)Tor2021
6Douglas dos Santos Justino de Melo (BRA)Abwehr2021
9Kyriakos Papadoupoulos (GRE)Abwehr2020
24Gotoku Sakai (JAP)Abwehr2020
28Gideon Jung (D)Abwehr2022
38Jonas Behounek (D)Abwehr2019
46Stephan Ambrosius (D/GHA)Abwehr2021
27Josha Vagnoman (D)Abwehr2021
4Rick van Drongelen (NL)Abwehr2022
36Patric Pfeiffer (D/GHA)Abwehr2021
5David Bates (SCO)Abwehr2022
26Tobias Knost (D)Abwehr2020
2Léo Lacroix (CH)Abwehr2019
8Lewis Holtby (D)Mittelfeld2019
12Walace Souza Silva (BRA)Mittelfeld2021
14Aaron Hunt (D)Mittelfeld2020
16Vasilije Janicic (CH)Mittelfeld2020
29Matti Steinmann (D)Mittelfeld2020
34Jonas David (D/NIG)Mittelfeld2019
21Moritz Kwarteng (D/GHA)Mittelfeld2021
31Arianit Ferati (D/KOS)Mittelfeld2020
13Christoph Moritz (D)Mittelfeld2020
7Khaled Narey (D/Togo)Mittelfeld2022
32Aaron Opoku (D/GHA)Mittelfeld2021
25Orel Mangala (BEL/COD)Mittelfeld2019
18Bakery Jatta (GAM)Sturm2019
40Jann-Fiete Arp (D)Sturm2020
43Tatsuya Ito (JAP)Sturm2021
33Marco Drawz (POL/D)Sturm2019
19Manuel Wintzheimer (D)Sturm2022
10Pierre-Michel Lasogga (D)Sturm2019
23Jairo Samperio (ESP)Sturm2019
Michael Titz (D)Trainer2020

Zugänge zur Saison 2018/19
David Bates (Innenverteidiger, Ablösefrei von den Glasgow Rangers)
Stephan Ambrosius (vom HSV II)
Josha Vagnoman (vom HSV U19)
Tobias Knost (vom HSV U19)
Patrick Pfeiffer (vom HSV U19)
Marco Drawz (vom HSV U19)
Moritz-Broni Kwarteng (vom HSV II)
Arianit Ferati (vom HSV II)
Manuel Wintzheimer (von Bayern München II)
Christoph Moritz (ablösefrei vom 1. FC Kaiserslautern)
Morton Behrens (vom HSV II)
Pierre-Michel Lasogga (war an Leeds United ausgeliehen)
Khaled Narey (für 1,7 Millionen Ablöse von Greuther Fürth)
Jairo Samperio (ablösefrei von UD Las Palmas)
Aaron Opoku (eigene Jugend)
Orel Mangala (ausgeliehen vom VfB Stuttgart)
Léo Lacroix (ausgeliehen von AS Staint Étienne)
Bahutan Altintas (ablösefrei zu Boluspor/Türkei)
Frank Ronstadt (ablösefrei zu Werder Bremen II)

Verliehen
Bobby Wood (für eine Leihgebühr von 1,5 MIllionen Euro bis Sommer 2019 an Hannover 96)

Leihende und zurück zum HSV
Batuhan Altintas (an Giresunspor)
Pierre-Michel Lasogga (an Leeds United)
Finn Porath (an Unterhaching)

Abgänge nach der Saison 2017/18
Dennis Diekmeier (ablösefrei, Ziel unbekannt)
Andreas Hirzel (ablösefrei, zum FC Vaduz/Liechtenstein)
Sejad Salihovic (ablösefrei, Ziel unbekannt)
Bjane Thoelke (ablösefrei zu Admira Wacker Mödling/Österreich)
Young-Jae Seo (ablösefrei zum MSV Duisburg)
Mohamed Gouaida (ablösefrei zum SV Sandhausen)
Nicolai Müller (ablösefrei zu Eintracht Frankfurt)
André Hahn (für 3 Millionen Euro zum FC Augsburg)
Luca Waldschmidt (für 5 Millionen Euro Ablöse zum SC Freiburg)
Christian Mathenia (für 500.000 Euro Ablöse zum 1. FC Nürnberg)
Mats Köhlert (zum HSV II)
Sven Schipplock (zu Arminia Bielefeld)
Alen Halilovic (ablösefrei zum AC Mailand)
Albin Ekdal (für 2,2 Millionen Euro zu Sampdoria Genua)
Filip Kostic (für 1,2 Millionen Euro ausgeliehen an Eintracht Frankfurt)
Mergim Mavraj (vereinslos)
Finn Porath (ausgeliehen an die Spielvereinigung Unterhaching)

Zugänge während der Saison 2017/18
Bernd Hollerbach (Trainer, wieder entlassen, kam aus Würzburg)
Christian Titz (Trainer, von der HSV U21)

Abgänge während der Saison
Markus Gisdol (Trainer)

Abgestiegen!

Machen wir es kurz und schmerzlos: der HSV hat zwar 2:1 gegen Gladbach gewonnen. Durch das 4:1 der Wolfsburger gegen Absteiger Köln war aber nichts mehr zu retten. Der HSV ist nach 54 Jahren zum ersten Mal in die zweite Liga abgestiegen. Überschattet wurde das Spiel von einer unnötigen Pyro-Show und Böllerwürfen aus dem Ultra-Block in der Nachspielzeit. Schiedsrichter Brych wollte das Spiel nicht abbrechen und pfiff, nachdem Polizei und Ordner das Spielfeld geräumt hatte, schließlich um 17.37 Uhr ab. Danach entwickelte sich eine bemerkenswerte Stimmung und die Spieler wurden mit Applaus verabschiedet. Die Tore für den HSV schossen Hunt (11. Elfmeter, Videobeweis) und Holtby (63.). Glabach kam in der 28. Minute zum Ausgleich. HSV-Stürmer Bobby Wodd sah in der 71. Minute die gelb-rote Karte. Das war's. Tschüss, HSV.

Hoffmann ist neuer Präsident

Der HSV machte mal wieder abseits des Sportlichen Schlagzeilen. Auf der Mitgliederversammlung am 18. Februar 2018 gab es einen Wechsel an der Spitze des Vereins. Bernd Hoffmann (55) löste Jens Meier als Präsident ab. 51,09 Prozent (585:560 Ja-Stimmen) der anwesenden Mitglieder stimmten für Hoffmann. Und der setzt auf mehr Geschlossenheit: „Wenn wir auch weiterhin Feinde im eigenen Verein suchen und nicht beim Gegner, dann werden wir es zu nichts bringen“, sagte er nach seiner Wahl.

Hoffmann studierte in Köln und Pennsylvania Betriebswirtschaftslehre. Im Folgenden war er beim Filmunternehmen UFA sowie beim Sportrechtemakler Sportfive tätig. Von Dezember 2002 bis Dezember 2011 war er als Vorstandvorsitzender für den HSV tätig. Sein auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert. In der Zwischenzeit war Hoffmann als Spielerberater tätig. Am 18. 2. 2018 wurde er zum neuen HSV-Präsidenten gewählt und ist dadurch gleichzeitig Mitglied im Aufsichtsrat der HSV Fußball AG.

Imtech-Arena heißt wieder Volksparkstadion

Investor Klaus-Michael Kühne hat's am 22. Januar 2015 möglich gemacht. Seit dem 1. Juli 2015 heißt die Imtech-Arena für vier Jahre wieder Volksparkstadion. Kühne zahlt dafür pro Jahr vier Millionen Euro. Der HSV hat seinem Namenssponsor Imtech, der ohnehin aus dem bis 2016 laufenden Vertrag entlassen werden wollte, gekündigt. Der HSV ist damit der erste Bundesliga-Verein, der seinem Stadion den ursprünglichen Namen zurückgab.

Weitere Informationen: Volksparkstadion

Gründung des Vereins

„Als Gründungstag gilt der 29. September 1887“. So steht es in der Satzung des Hamburger Sportvereins. Obwohl die eigentliche Gründung des Vereins auf den 2. Juni 1919 datiert, als sich die drei Vereine SC Germania von 1887, Hamburger FC 1888 und FC Falke 1906 zusammenschlossen. Weil aber der HSV die Tradition seiner drei Vorgängervereine fortsetzen wollte, ist das Jahr 1887 in der Satzung festgeschrieben.

Die Vereinsväter bestimmten die Hansefarben Rot und Weiß für Trikot sowie für die Hose. Dabei ist der Weißanteil im Trikot größer, bei den Hosen dominiert das Rot. Seshalb wird die Mannschaft auch „Die Rothosen“ genannt. Beim Vereinswappen entschied man sich für eine Raute in den Farben Blau-Weiß-Schwarz. Diese Farben hatten die drei Vereine, aus denen der HSV hervorging, gemeinsam. Die Raute war damals ein oft verwendetes Symbol der Hamburger Handelsschifffahrt und bedeutet in etwa: Alle Mann an Bord, das Schiff ist bereit zur Abfahrt.

Ausgliederung der Profiabteilung

Am 25. Mai 2014 beschloss die Mitgliederversammlung die Ausgliederung der Profiabteilung. 86,9 % stimmten für die neue Struktur mit Namen HSVPlus. Die erforderliche Zweidrittelmehrheit wurde locker erreicht. Der Beschluss gleicht einer Revolution beim eher konservativen und traditionsbewussten HSV: Die Profiabteilung wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Veränderungen treten am 1. Juli 2014 in Kraft. HSVPlus-Chef (Vorstandschef) wird Dietmar Beiersdorfer (50). Beiersdorfer war eigentlich noch als Sportdirektor bei Zenit St. Petersburg bis 2015 unter Vertrag. Hamburgs Partnerstadt ließ ihn jedoch gehen. Der Ex-Profi (Abwehr) spielte von 1986 bis 1992 (DFB-Pokalsieger 1987) für den HSV und war dort Sportchef von 2003 bis 2009.

Sechstgrößter Sportverein Deutschlands

Auch wenn der HSV in erster Linie durch seine Fußballprofis bekannt ist, so ist er doch ein Verein für Breitensport. Vom Boxen bis zum Volleyball gibt es weit über 30 Abteilungen. Mit 76.977 Mitgliedern (Stand: 1. Dezember 2016) ist der HSV nach Bayern München (284.041), Schalke 04 (144.761), Borussia Dortmund (145.712), dem 1. FC Köln (89.128) und Borussia Mönchengladbach (81.371) der sechstgrößte Sportverein Deutschlands.

Ruhmreiche Vergangenheit

Die großen Erfolge des HSV liegen schon einige Zeit zurück, können sich aber sehen lassen. In der Bundesliga gewannen die Rothosen dreimal die deutsche Meisterschaft (1979, 1982, 1983), insgesamt schlagen sechs deutsche Meistertitel zu Buche. Dreimal wurde der HSV DFB-Pokalsieger und zweimal Ligapokalsieger. Auf internationaler Ebene gewann der HSV 1977 den Europapokal der Pokalsieger und 1983 den Europapokal der Landesmeister.

„Uns Uwe SeelerUwe"

Der Hamburger Sportverein ist untrennbar mit dem Namen Uwe Seeler verbunden. Mit gerade einmal 16 Jahren lief Seeler 1953 das erste Mal für die Rothosen auf. Seeler galt zu seiner Zeit als bester Mittelstürmer der Welt und ist dem HSV als gebürtiger Hamburger bis heute erhalten und verbunden geblieben. In 239 Bundesligapartien erzielte „Uns Uwe" 137 Tore für die Hamburger. Der Ehrenspielführer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft war zudem von 1995 bis 1998 HSV-Präsident. Kein Wunder, dass der HSV Seeler bereits zu Lebzeiten ein Denkmal gesetzt hat: Hinter der Nordtribüne des Volksparkstadions wurde eine große Bronzeskulptur seines rechten Fußes aufgestellt.

Auch wenn er mit dem HSV niemals den Deutschen Meistertitel errang und auch keinen WM-Titel gewann: „Uns Uwe" ist einer der erfolgreichsten und beliebtesten deutschen Fußballer aller Zeiten. Letzteres liegt vor allem auch an seiner geradlinigen und aufrichtigen Art. Das zeigte sich nicht nur auf dem Platz (er erhielt nur einen Feldverweis in seiner gesamten Laufbahn), sondern auch drumherum: Er schlug zum Beispiel ein lukratives Angebot von Inter Mailand aus und blieb Hamburg treu – und seinem „Nebenjob" als Vertreter für ein Sportartikelunternehmen.

Auch heute ist Uwe Seeler noch aktiv, denn „Sitzen macht mich kribbelig“, wie er in einem Interview gestand. Er engagiert sich ehrenamtlich für die eigene Stiftung, die Personen unterstützt, die unverschuldet in Not geraten sind. Doch nach einem schweren Unfall im Mai 2010 im Elbtunnel muss der erste Torschützenkönig der Bundesliga etwas kürzer treten. Am 5. November 2016 wurde Seeler 80 Jahre alt. Dafür gab es einen gebührenden Geburtsgsempfang im Volksparkstadion, wo Uwe Seeler von 57.000 Fans gefeiert wurde.

Die Fans:

Freundschaften und Feindschaften

Viele HSV-Fans unterhalten gute Beziehungen zu den Fans von Hannover 96, da der Verein ebenfalls „HSV“ (für Hannoverscher SV) genannt wird. Auch die Fans von Arminia Bielefeld sind unter den HSV-Anhängern beliebt, weil der Club die gleichen Vereinsfarben besitzt. Auf internationaler Ebene bestehen gute Kontakte zu den Fans der Glasgow Rangers. Nicht ganz zufällig: Die Fans des Hamburger Lokalrivalen FC St. Pauli verstehen sich prächtig mit den Fans von Celtic Glasgow.

Eine offene „Feindschaft“ besteht traditionell zu den Fans des Stadtrivalen FC St. Pauli. Auch das Verhältnis zu Werder Bremen – ebenfalls Gründungsmitglied der Liga – ist angespannt, das Nordderby eine der legendärsten Paarungen des deutschen Fußballs. Die Tatsache, dass zwei traditionsreiche Bundesligisten ihre Heimat ausgerechnet in den beiden größten – und gerade einmal 100 Kilometer voneinander entfernten – deutschen Hansestädten haben, trägt sicher zu dieser Rivalität bei.

Maskottchen

Seit 2003 ist der Dinosaurier „Hermann“ das Maskottchen der Rothosen. Benannt wurde es nach dem Hamburger Kult-Masseur Hermann Rieger, der 27 Jahre für den HSV tätig war. Rieger starb am 18. Februar 2014 im Alter von 72 Jahren nach langer Krankheit.

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