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Vernetzte Lebensmittelüberwachung Finnland beauftragt Hamburger Landeslabor mit Untersuchungen

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Das Institut für Hygiene und Umwelt (HU) ist eines von wenigen Laboren, die in Europa für amtliche Analysen auf Bestrahlung von Lebensmitteln zugelassen sind. Mittels der recht aufwendigen Thermolumineszenzmessung (TLD-Methode) kann das HU eine vorherige Bestrahlung verlässlich feststellen. Um die Kosten der amtlichen Überwachung gering zu halten, macht die Beauftragung des HU durch andere Überwachungsbehörden für alle Sinn. Auch der finnische Zoll lässt Einfuhrproben, die bei einem schnellen Vorabscreening auffällig waren, durch das HU überprüfen. 

Finnland beauftragt Hamburger Landeslabor mit Untersuchungen

Gewürze, Kräuter und andere Waren, die anfällig für Keimbelastungen sind, werden in den Herkunftsländern manchmal mit ionisierender Strahlung behandelt, um die Haltbarkeit zu verlängern oder potentielle Krankheitskeime schon vor dem Transport in die Bestimmungsländer abzutöten. Diese Behandlung ist in Deutschland und weiten Teilen der EU aber nur für getrocknete Kräuter und Gewürze zulässig (es gibt in manchen EU-Mitgliedsstaaten Ausnahmen für weitere Lebensmittel). Bestrahlte Waren müssen anschließend grundsätzlich als solche gekennzeichnet werden. 

Bei der Überprüfung von Lebensmitteln auf Bestrahlung nutzt man die Tatsache, dass die so behandelten Waren bei gezielter Zufuhr von Wärme oder Infrarotlicht selbst Licht abgeben. Der Nachweis der Lebensmittelbestrahlung wird also durch Messung der Thermolumineszenz (TL) bzw. der Photostimulierten Lumineszenz (PSL) erbracht, wobei sich die PSL-Methode eher als schnelle Screening-Methode eignet. Bei auffälligen Ergebnissen bedarf es einer Verifizierung mit der TLD-Methode. 

Das Institut für Hygiene und Umwelt wurde 2020 von der Hamburger Behörde für Justiz und Verbraucherschutz als amtliches Labor für die Untersuchung von Lebensmittel auf Bestrahlung benannt. Im Rahmen der Norddeutschen Kooperation führt es diese Untersuchung als Schwerpunktlabor auch für die anderen Bundesländer Norddeutschlands durch und hat somit eine spezielle Expertise in diesem Gebiet. Aufgrund dieser Expertise hat auch der finnische Zoll das HU beauftragt, die amtliche Überprüfung von Proben vorzunehmen, die in Finnland bei einem Screening mit der PSL-Methode auffallen. Die nationalen und internationalen Kooperationen reduzieren für alle Beteiligten die Kosten, da nur an einer Stelle das notwendige Equipment und die Expertise vorgehalten werden müssen.

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