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Verstärkte amtliche Kontrolle Zu häufig Salmonellen in schwarzem Pfeffer aus Brasilien

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Als Reaktion auf steigende Salmonellen-Nachweise in nicht zerkleinertem, schwarzem Pfeffer aus Brasilien erhöht die EU nochmals die Anzahl der vorgeschriebenen Untersuchungen von 20 auf 50 Prozent.

Zu häufig Salmonellen in schwarzem Pfeffer aus Brasilien

Pfeffer ist das beliebteste Gewürz der Welt. Allein in Deutschland werden jährlich rund 30.000 Tonnen importiert. Schwarzer Pfeffer wird nach Sonnentrocknung der unreif geernteten Beeren der Pfefferpflanze erhalten. Diese Kletterpflanze wird in tropischen Ländern Asiens und Südamerikas angebaut. Brasilien ist heute ein größerer Exporteur von schwarzem Pfeffer als sein Ursprungsland Indien.

Da Pfeffer nicht immer erhitzt konsumiert wird, können Salmonellen auf dem Gewürz zum Problem werden: Weltweit kommt es immer wieder zu Salmonellose-Ausbrüchen durch kontaminierten Pfeffer. Aufgrund von Salmonellen-Nachweisen in nicht zerkleinertem, schwarzem Pfeffer aus Brasilien verordnete die EU die Untersuchung dieser scharfen Früchte bei der Einfuhr ab Januar 2019 mit, in der Regel, je 10 Proben pro Warensendung. Dabei umfasst eine Sendung meistens mehr als 20 Tonnen.

Das Institut für Hygiene und Umwelt untersuchte seit Beginn der EU-Kontrollmaßnahme in 2019 bis heute 185 Sendungen nicht zerkleinerten, schwarzen Pfeffers aus Brasilien. In 2019 wurden in 56 Prozent (50 Sendungen) Salmonellen nachgewiesen, in 2020 in 66 Prozent (46 Sendungen) und bis Anfang März 2021 bereits in 80 Prozent (20 Sendungen). Die Salmonellen-Nachweise in Hamburger Einfuhrproben brasilianischen Pfeffers stiegen deutlich an, ebenso in anderen EU-Mitgliedstaaten. Daher wird diese EU-Kontrollmaßnahme in 2021 noch ausgeweitet: 

Am 15. April 2021 ist eine entsprechende Durchführungsverordnung im EU-Amtsblatt L129 veröffentlicht worden (DuVO (EU) 2021/608 zur Änderung der DuVO(EU) 2019/1793). Demnach soll die Häufigkeit von Warenuntersuchungen und Kontrollen von schwarzem Pfeffer aus Brasilien von 20 Prozent auf 50 Prozent erhöht werden. Die Verordnung und die damit einhergehenden Änderungen der Anhänge treten am 20. Tag nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft.

Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen sich aber grundsätzlich keine Sorgen zu machen, denn salmonellen-haltiger Pfeffer gelangt nicht in den EU-Binnenmarkt. Entweder wird die kontaminierte Ware an der EU-Außengrenze zurückgewiesen oder der Pfeffer wird vom Importeur mit heißem Wasserdampf entkeimt, bevor er in den Handel gelangt.  

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