Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Verbraucherschutz Honig und Wildfleisch unter der Lupe

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Im Rahmen der internationalen Aktion OPSON X zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug hat auch das Institut für Hygiene und Umwelt (HU) Honig und Fleischprodukte untersucht. Die Honigproben erwiesen sich als unauffällig, es konnten lediglich formale Kennzeichnungsfehler festgestellt werden. Bei den Fleischproben lag der Schwerpunkt der Untersuchungen auf Wildfleisch: Hier wurde am HU bei einer von 19 Proben eine falsche Deklaration der Fleischsorte nachgewiesen.

Im Rahmen der internationalen Aktion OPSON X zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug hat auch das Institut für Hygiene und Umwelt (HU) Honig und Fleischprodukte untersucht.

Das OPSON-Projekt (OPSON = altgriechisch für Essen, Mahlzeit) wird jährlich gemeinsam von Deutschland und weiteren europäischen Staaten durchgeführt, um Lebensmittelbetrug aufzudecken. In der diesjährigen Aktion wurde der Schwerpunkt auf Honig gelegt, der zu den Top 10 der am häufigsten gefälschten Lebensmittel zählt. So kann Honig zum Beispiel durch den Zusatz von Zuckersirup oder günstigerem Drittlandhonig gestreckt werden oder er wird falsch deklariert, was die Sorte oder Herkunft angeht. Beides kann die Gewinnspanne von Produzenten und Händlern deutlich erhöhen.

Um solchen Täuschungen auf die Spur zu kommen, wurden im HU 15 Proben untersucht, die aus Deutschland, der Türkei, Südamerika und Asien stammten. Verfälschungen konnten bei keiner Probe nachgewiesen werden, es wurden lediglich formale Kennzeichnungsfehler bei zwei Proben festgestellt. Deutschlandweit wurden im Rahmen von OPSON drei Beanstandungen aufgrund von Irreführung bei Honig ausgesprochen, was vier Prozent der untersuchten Proben entspricht.

Routinemäßig werden im HU jährlich rund 600 Honig-Proben untersucht. Neben den allgemeinen Anforderungen hinsichtlich Reife und Verderb wird hier schwerpunktmäßig auf die korrekte Bezeichnung der Honigsorte und auf Verfälschungen mit honigfremden Stoffen geschaut. Spezielle Probenserien, insbesondere aus der Einfuhr, werden zudem auf Rückstände von Tierarzneimitteln oder Pestiziden geprüft.

Begleitet wurde das OPSON-Projekt von einer deutschlandweiten Aktion, in der Fleischerzeugnisse auf die richtige Deklaration der Tierart hin überprüft wurden. Am HU gab es bei der Untersuchung der insgesamt 19 Proben einmal Grund zur Beanstandung: Ein Gulasch sollte laut Deklaration aus Damhirsch bestehen, im Labor ließ sich im Produkt aber nur Rothirsch nachweisen. Durch den deutlichen Preisunterschied der beiden Fleischsorten liegt hier eine Täuschung des Verbrauchers vor. Insgesamt wurde in ganz Deutschland in sieben Fällen eine Irreführung der Verbraucher festgestellt, was einer Beanstandungsquote von drei Prozent entspricht.

Ebenso wie Honig werden auch Fleischprodukte ganzjährig in den Laboren des HU unter die Lupe genommen, pro Jahr sind dies rund 2000 Proben. Neben der korrekten Bezeichnung der Fleischprodukte werden sie beispielsweise auf Zusatzstoffe und Rückstände wie Tierarzneimittel oder Umweltgifte untersucht. Neben der Aufdeckung von Betrugsfällen liegt vor allem der Verbraucherschutz im besonderen Interesse des HU.

Weitere Informationen zum OPSON-Projekt finden Sie beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: www.bvl.bund.de/opsonX 

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch