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Neue Impulse und wissenschaftlicher Austausch Lebensmittelchemikertag 2021

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Vom 30.08. bis zum 01.09.2021 fand der jährliche Deutsche Lebensmittelchemikertag statt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnte dieser nicht wie geplant am Lebensmittelchemie-Standort der Universität Wuppertal in Präsenz erfolgen, sondern wurde erstmalig vollständig digital durchgeführt. Bereits zum 49. Mal veranstaltete die Lebensmittelchemische Gesellschaft (LChG) als größte Fachgruppe der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh) den Austausch, in dem es ebenso um aktuelle wissenschaftliche Themen und Verbraucherschutz geht wie auch um die Vernetzung mit Fachkolleginnen und -kollegen.

Lebensmittelchemikertag 2021

Für Herrn Dr. Ansgar Ferner, Geschäftsführer des Institutes für Hygiene und Umwelt (HU), ist der Lebensmittelchemikertag ein fester Termin im Kalender. Aktuell kommt hinzu, dass er als 2. Vorsitzender der LChG Mitausrichter der Veranstaltung war und in der Organisation mit dazu beitragen konnte, den ersten Deutschen Lebensmittelchemikertag in digitaler Form erfolgreich zu gestalten. 

„Der Lebensmittelchemikertag ist die Plattform in Deutschland, bei der sich bundesweit die Experten aus der Lebensmittel- und Ernährungswirtschaft, der Überwachung und den Handelslaboren als auch der Wissenschaft der einschlägigen Institute der Hochschulen über aktuelle Themen und wissenschaftliche Entwicklungen rund um die Lebensmittelchemie und den Verbraucherschutz austauschen. Die Impulse, die bei dieser Veranstaltung gesetzt werden, inspirieren unsere Arbeit im Hamburger Landeslabor immer wieder“, sagt Dr. Ferner. „So ging es beispielsweise um die Authentizität von Speiseölen oder unerwünschte Stoffe in Babynahrung, was auch bei unseren täglichen Untersuchungen eine große Rolle spielt.“

Die Referenten kamen aus ganz Deutschland und erlaubten es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, über den Tellerrand zu blicken. Auch das HU konnte zum Diskurs beitragen: Mit seinem Kurzvortrag - Aufklärung von Infektionsketten in Lebensmitteln mittels Next Generation Sequencing am Beispiel eines Salmonella Muenchen Ausbruchs - hat sich Herr Dr. Christian Schäfers, fachlicher Leiter des NGS-Labors, den Fragen der Fachkolleginnen und -kollegen gestellt. „Die Methodik des Next Generation Sequencing, kurz NGS, wird bei uns am HU nicht nur zur Untersuchung von Lebensmitteln eingesetzt. Wir nutzen sie auch für die Typisierung von bakteriellen und viralen Krankheitserregern, bei der Untersuchung von Umweltproben sowie aktuell in der Corona-Pandemie bei der Aufklärung von SARS-CoV-2-Ausbruchsgeschehen“, sagt Dr. Schäfers. 

Mit der Methode lassen sich sequenzierbare DNA-Bibliotheken erstellen, die auch für Authentizitätsuntersuchungen nützlich sind. Wird Verbraucherinnen und Verbrauchern zum Beispiel Pangasius anstelle einer hochpreisigen Seezunge verkauft, können diese molekularbiologischen Analysen Aufklärungsarbeit leisten. Ebenso lassen sich mit Hilfe von NGS gentechnische Veränderungen in Lebensmitteln nachweisen. „Es ist spannend zu sehen, wie andere Untersuchungsämter die NGS-Technologie etablieren und einsetzen.“, resümiert Dr. Schäfers. „Neben neuen Kontakten nehmen wir auch wieder viele Ideen für unseren Arbeitsalltag mit.“

Weitere Informationen zum Lebensmittelchemikertag: https://veranstaltungen.gdch.de/tms/frontend/index.cfm?l=10712&sp_id=1# 

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