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Gesundheitszustand Wildtiere Aktueller Bericht zum Tiergesundheitsmonitoring

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Durch den Kontakt von infizierten Wildtieren zu Nutztieren, Haustieren und Menschen besteht auch in Hamburg die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern. Um beim Auftreten von relevanten Erkrankungen schnell Maßnahmen ergreifen zu können, wurde bereits 2015 das „Tiergesundheitsmonitoring für Wildtiere in Hamburg“ von der obersten Jagdbehörde, dem Amt für Verbraucherschutz und dem Institut für Hygiene und Umwelt (HU) ins Leben gerufen. Ein besonderer Dank gilt der Jägerschaft, die das Projekt durch kontinuierliche Einsendung von Proben erst ermöglicht! Das HU untersucht im Rahmen des Monitorings erlegter Wildtiere bestimmter Arten auf für Haustiere und Menschen besonders relevante Infektionserreger. Der Abschlussbericht zum Jagdjahr 2022/23 wurde nun online veröffentlicht.

Aktueller Bericht zum Tiergesundheitsmonitoring

Insgesamt wurden im Jagdjahr 2022/23 482 Wildtiere beziehungsweise deren Organe von 47 Jägerinnen und Jägern zur Untersuchung im HU eingeliefert. An den Proben wurden 2.348 Untersuchungen durchgeführt. Die Wildtiere werden im HU im Rahmen des Tiergesundheitsmonitoring auf Tierkrankheiten, Tierseuchen und Zoonosen (von Tier auf Menschen übertragbare Erkrankungen) untersucht.

Staupe und Fuchsbandwurm breiten sich nicht aus
Füchse, Marderhunde, Dachse und Waschbären werden unter anderem auf die Erreger von Tollwut, Staupe, Räude und Fuchsbandwurm untersucht. Tollwut ist nicht aufgetreten, Räude wurde nur in einem Fall nachgewiesen. Die Funde von Staupe und Fuchsbandwurm konzentrieren sich weiterhin auf die Bezirke Harburg und Bergedorf, die auch das größte Probenkontingent repräsentieren.

West-Nil-Virus erstmals in Hamburg nachgewiesen
Jagdbare Wildvögel werden auf das West-Nil-Virus und das verwandte Usutu-Virus untersucht, die beide über Stechmücken übertragen werden. Dabei wurde erstmals das West-Nil-Virus im Gebiet der Stadt Hamburg festgestellt, es wurde bei einer Krähe aus Harburg und einem Pferd aus Bergedorf nachgewiesen.

Schweinepest und Hepatitis E – Wachsamkeit ist geboten 
Wildschweine werden auf Erreger von Afrikanischer Schweinepest (ASP) und Hepatitis E untersucht. Eine aktuelle oder vorangegangene Infektion mit dem Hepatitis E konnte im gesamten Projektzeitraum des Tiergesundheitsmonitorings (2015 bis heute) bei etwa 4 Prozent der Proben nachgewiesen werden, wobei die tatsächlichen Zahlen durchaus höher liegen können, da die Stichprobe nicht repräsentativ war. Die ASP wurde in Hamburg bisher nicht nachgewiesen, da es sich aber um eine für Haus- und Wildschweine hochansteckende Virus-Erkrankung mit hoher Sterblichkeit handelt, dessen Erreger sich in Europa und auch in Deutschland ausbreitet, ist eine erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich. Die Seuche ist für Menschen und andere Haustiere ungefährlich, könnte aber wegen der strengen Restriktionen für betroffene Gebiete gravierende wirtschaftliche Folgen für Hamburg haben. Eine der wichtigsten Maßnahmen um die Ausbreitung der ASP zu verhindern, ist die schnellstmögliche Feststellung der Tierseuche. 

Die Berichte zu den Jagdjahren bieten wertvolle Informationen auch für Naturliebhaber und Hundehalter im Stadtgebiet. Sie stehen öffentlich zugänglich zum Download bereit.

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