Fahrkartenkauf HVV kooperiert mit moovel

Hamburg ist die erste Millionenstadt in Deutschland, in der Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel auch mit der moovel-App gekauft werden können. Damit passt sich der HVV veränderten Verkehrsgewohnheiten an und will das Fahrkartensystem vereinfachen.

Ein Handy mit der Mobilitäts-App moovel vor der Kulisse der Landungsbrücken

Kooperation zwischen moovel und dem HVV

Vereinfachter Ticketkauf

Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) geht neue Wege und bietet seine E-Tickets ab sofort erstmals auch über einen externen Dienstleister an. Zusätzlich zur HVV-App können Fahrkarten künftig auch mit der moovel-App geladen werden. Moovel ist erhältlich für iOS und Android und will mit seinem Modell den öffentlichen Nah- und Fernverkehr revolutionieren, indem die App eine Route zu einem Ziel generiert.

Diese kann, je nach Länge der Strecke, Angebote aus ÖPNV, Carsharing, Taxis und Mietfahrrädern bis hin zur Deutschen Bahn kombinieren und zeigt so den direkten Weg mit verschiedenen Verkehrsmitteln an. Der Nutzer sieht sofort, wie lange eine Fahrt dauert und wie viel sie kostet. Zudem ist es nicht mehr nötig, für jedes Angebot eine eigene Fahrkarte zu lösen. Ein ähnliches, regionales System unterstützt der HVV bereits mit dem Anbieter switchh.

Einzel-, Tages- und Gruppenkarten

Hamburg ist dabei die erste Millionenstadt Deutschlands, die mit moovel zusammenarbeitet. Bisher hat das Unternehmen mit dem Verkehrsverbund Stuttgart einen weiteren Partner in Deutschland. Im HVV sollen nun Einzel-, Tages- und Gruppenkarten angeboten werden, die laut Anbieter mit nur zwei Klicks über die moovel-App bestellt und darin abgerufen werden können.

Dabei gewährt der HVV – wie in der eigenen App – seinen Online-Rabatt von drei Prozent auf den Ticketpreis. Die Abrechnung erfolgt schließlich im Hintergrund zwischen moovel und dem HVV, eine zusätzliche Anmeldung ist damit nicht erforderlich.

Internationale Ausrichtung

Die Kooperation zwischen dem HVV und moovel macht für beide Seiten Sinn. Moovel verfolgt eine internationale Ausrichtung und will sein Angebot durch weitere Kooperationen in deutschen und europäischen Großstädten ausweiten. Zudem ist moovel in Nordamerika mit seinem Einkauf der App Ride Scout LLC auf dem Markt vertreten. Wer also moovel bereits aus anderen Städten kennt, könnte die App mit großer Wahrscheinlichkeit auch als Tourist in Hamburg nutzen, was wiederum die Einstiegshürde in den Hamburger Nahverkehr senkt.

Ein kleiner Haken besteht allerdings: moovel ist eine hunderprozentige Tochter der Daimler AG und bietet derzeit nur die eigenen, weiteren Tochterunternehmen wie car2go oder mytaxi an.

Weitere Informationen unter: moovel

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