Was tun mit der Immobilie im Scheidungsfall Hausverkauf nach Scheidung

Als ob es nicht schon genug Stress gäbe: Ihre Scheidung nimmt Sie maximal mit und dann ist da noch das gemeinsame Haus... Was tun? Nun heißt es noch einmal kühlen Kopf bewahren und die beste Lösung für alle finden! Lesen Sie hier wertvolle Tipps zur Auflösung des gemeinsamen Haushalts und dem Verkauf des gemeinsamen Hauses.

Was tun mit der Immobilie im Scheidungsfall

Es passiert tausendfach jeden Monat in Deutschland: Ehepartner beschließen die Scheidung. Was in vielerlei Hinsicht emotional aufwühlend ist, bringt oft auch viele logistische, juristische und finanzielle Fragen und Probleme mit sich: Wie verhalten Sie sich am besten, wenn Sie ein gemeinsames Haus haben, das Sie jetzt aufgeben wollen? Es gilt eine Einigung zu erzielen. Weil sich Immobilien und der gemeinsame Besitzstand nicht einfach teilen lassen, ist am Ende ein Verkauf, bei dem der Gelderlös gleichmäßig aufgeteilt werden kann, oft eine logische Entscheidung. Generell gilt, dass es zwischen Eheleuten zu einem sogenannten Zugewinnsausgleich kommt, sofern das nicht anders im Ehevertrag festgelegt ist. Auch eine Gütertrennung kann vor der Eheschließung vereinbart worden sein. Haben Sie sich einen Kredit genommen? Wenn ja, sind beide Eheleute Kreditnehmer? Wenn nicht, ist die Rechtslage etwas komplizierter: Für aufgenommene Kredite zur Finanzierung des Hauses haftet der Ehepartner, der die Haftung übernahm. Eine Ehegattenhaftung beider Ehepartner besteht nur dann, wenn hierfür eine explizite Vereinbarung besteht.

Professioneller Beistand

Zunächst empfiehlt es sich, die kompetente Unterstützung eines Immobilienmaklers in Anspruch zu nehmen, um sich nicht zu überlasten, den höchstmöglichen Verkaufserlös herauszuholen und nicht zuletzt eine unabhängige Person dabeizuhaben. Maximale Kompetenz und minimales Risiko auf Streit also. Er prüft Auflagen und rechtliche Vorgaben und erledigt zeitraubenden und konzentrationsaufwendigen  Papierkram. Meistens ist es nämlich im Interesse beider Parteien, derlei Dinge möglichst schnell abzuwickeln, um die Trennung verarbeiten und sich neuen Dingen widmen zu können.

In dieser Drucksituation ist es wichtig, einen ausgewiesenen Experten mit viel Erfahrung an Land zu ziehen, der bereits gute Referenzen vorweisen kann. Einem solchen Profi kann nicht so leicht jemand etwas vormachen. Informieren Sie sich also gut über die Erfolge, die ein Makler vorweisen kann, studieren Sie Bewertungen im Internet und holen Sie sich Rat und Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis. Lassen Sie sich ruhig Angebote verschiedener Maklerbüros geben und prüfen Sie in einem persönlichen Gespräch, ob Sie auf der gleichen Wellenlänge ticken.

Das Vorgehen beim Hausverkauf in ein paar Schritten skizziert

  • Eine fundierte Ermittlung des Wertes der Immobilie ist die Grundlage. Ihr Makler verfügt über die dafür dringend benötigten Branchenkenntnisse. Von ihm können Sie eine realistische Verkaufspreisermittlung erwarten, die auch die Nachfrage in der Region und aktuelle Trends berücksichtigt.
  • Im zweiten Schritt geht es um die optimale Präsentation Ihrer Immobilie. Dies fängt bei qualitativ hochwertigen und beeindruckenden Fotografien an, beispielsweise Drohnenbilder, und geht über die Erstellung eines Exposés, dass die Vorzüge des Hauses gekonnt hervorhebt, bis zur Anfertigung eines Portfolios. Auch hier hilft Ihnen ein erfahrener Experte, aus den Möglichkeiten das Beste zu machen und größtmögliches Interesse zu erzielen.
  • In einem weiteren Schritt geht es um die zielgerichtete Akquise von Interessenten. Ein Makler mit Erfahrung am Markt weiß, welche Personengruppe er ansprechen muss und wie er das in jedem Fall am besten tut. Haben Sie es eher mit jungen Städtern zu tun oder dürften die Interessenten eher betagte und ruheliebende Menschen sein? In jedem Fall muss er Interessentengespräche führen und Besichtigungstermine (Begehungen) vereinbaren, damit dann der letzte Schritt vollzogen wird.

  • Letztlich wird in Verkaufsgesprächen ein Kaufvertrag abgeschlossen und der Erlös kann abzüglich der Maklergebühren unter den (ehemaligen) Ehepartnern aufgeteilt werden.

Alternativen zum Hausverkauf

Je nachdem, wie gut sich die Geschiedenen noch verstehen oder ob vielleicht einer der Ehepartner oder andere Teile der Familie das Haus weiter nutzen wollen, gibt es verschiedene Lösungen, wie weiter mit der gemeinsamen Immobilie verfahren werden kann. Hier nur einige denkbare Varianten:

  • Die Realteilung: Hier wird eine weitere Koexistenz im Haus dadurch geregelt, dass zwei separate Wohneinheiten eingerichtet werden, die beispielsweise durch einen entsprechenden Umbau garantiert werden. Diese Lösung wird in der Realität eher selten umgesetzt, weil man Klarheit durch eine räumliche Trennung will und ein Umbau nicht immer realisierbar ist.
  • Auszahlung des Ehepartners: Wenn sich einer der Ehepartner dem Haus verbundener fühlt oder aus praktischen Gründen dort wohnen bleiben möchte, besteht die Möglichkeit, den abwanderungswilligen Partner auszuzahlen, sodass eine gerechte Teilung vollzogen ist. Dazu muss sich auf den Wert des Hauses geeinigt werden und die Bank muss hinzugezogen werden, um den scheidenden Teil aus seiner Mithaftung zu entlassen.

  • Eine Teilungsversteigerung kann von einem der Ehepartner beantragt werden, um ein Ende mit Schrecken statt eines Schreckens ohne Ende herbeizuführen. Allerdings bleibt hier der Erlös oft hinter einem möglichen Verkaufspreis zurück und der Antrag kann innerhalb einer Frist angefochten werden. Besser man einigt sich gütlich!

  • Eine Übertragung auf gemeinsame Kinder ist auch möglich. Sind die Kinder nicht volljährig, ist dafür eine Zustimmung des Vormundschaftsgerichts notwendig. Will nur ein Ehepartner seinen Anteil einem Kind schenken, ist dafür auch die Zustimmung des Partners nötig.

Grundsätzlich kann eine Scheidung ja auch eine Chance für eine gute Zukunft und ein vernünftiges weiteres Zusammenleben sein. Wir wünschen Ihnen daher, dass Sie zusammen zu einer Einigung im Sinne aller kommen und eine tragbare und friedliche Regelung finden!

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