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Sozialwohnungen Mit dem Wohnberechtigungsschein zu bezahlbarem Wohnraum

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Einkommensschwache Hamburger haben es bei der Wohnungssuche auf dem privaten Wohnungsmarkt in Hamburg schwer. Öffentlich geförderter Wohnraum ist eine bezahlbare Alternative. Wer ist berechtigt? 

Tisch mit Stühlen und Vase mit Tulpen

Sozialwohnungen

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In Hamburg zu wohnen und zu arbeiten ist für viele Einheimische und Zugereiste ein attraktives Lebensmodel, wenn nicht sogar ein Traum. Für einkommensschwache Personen und Personengruppen kann die Wohnungssuche jedoch schnell zum Albtraum werden: bezahlbarer Wohnraum für Familien mit Kindern, Studierende, Senioren, Schwerbehinderte und andere Personengruppen mit geringem Einkommen ist knapp. „Sozialwohnungen“, wie öffentlich geförderter Wohnraum auch genannt wird, kann eine echte Alternative zum privaten Wohnungsmarkt sein.

Mit dem Wohnraumförderungsprogramm des Senats unterstützt die öffentliche Hand den Neubau von günstigen Mietwohnungen jedes Jahr mit Beträgen in Millionenhöhe. Sozialwohnungen gibt es mittlerweile in vielen Hamburger Bezirken – von der Hafencity über Eimsbüttel bis hin zu den Walddörfern. Das bedeutet leider nicht, dass Sozialwohnungen leicht zu finden sind. Wie auch auf dem privaten Wohnungsmarkt, bedeutet dies: Augen aufhalten und dran bleiben!

Was ist öffentlich geförderter Wohnraum?

Die Anfangsmiete für Sozialwohnungen ist in der Höhe festgelegt. Mietpreiserhöhungen sind nur alle zwei Jahre nach den Vorgaben der einschlägigen Förderrichtlinie möglich.

Was ist ein Wohnberechtigungsschein?

Ein Wohnberechtigungsschein, auch „Paragraph 5-Schein“ genannt, ist eine amtliche Bescheinigung, die Sie dazu berechtigt, eine Sozialwohnung zu beziehen. Den entsprechenden Antrag können Sie persönlich oder schriftlich beim Wohnungsamt des Bezirks, in dem Sie gemeldet sind, stellen. Mit der entsprechenden Vollmacht kann auch eine andere Person den Antrag stellen. 

Der allgemeine WBS gilt 12 Monate ab Ausstellungsdatum. Sollten sich in dieser Zeit Ihre Einkommensverhältnisse nicht grundlegend geändert haben und Sie weiterhin eine Wohnung suchen, können Sie problemlos einen neuen WBS beantragen. Bitte informieren Sie sich über diese Möglichkeit und die entsprechenden Konditionen beim Ihrem Wohnungsamt.

Wer ist WBS-berechtigt?

WBS-berechtigt sind alle Personen, die sich langfristig in Deutschland aufhalten und deren Jahreseinkommen eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitet. Der Wohnberechtigungsschein ist zudem an bestimmte Wohnraumgrößen für Alleinstehende und Mehrpersonenhaushalte gebunden.

Wie hoch sind die gesetzlichen Einkommensgrenzen?

In Hamburg sind die Einkommensgrenzen im Hamburgischen Wohnraumförderungsgesetz (HmbWoFG) geregelt. Dabei unterscheiden sich die Einkommensgrenzen in ihrer Höhe nach dem jeweiligen Förderweg der Wohnung.

Für Alleinstehende liegt die Grenze im 1. Förderweg bei 17.400 Euro/netto im Jahr. Dies entspricht einem Bruttojahreseinkommen von ca. 25.900 Euro. Für einen Zweipersonenhaushalt liegt die Einkommensgrenze im 1. Förderweg bei 26.100 Euro/ netto im Jahr. Dies entspricht einem Bruttojahreseinkommen von ca. 38.300 Euro. 

Die Einkommensgrenze für Alleinstehende liegt im 2. Förderweg bei 19.800 Euro/netto pro Jahr bzw. ca. 29.300 Euro/brutto. Für einen Zweipersonenhaushalt liegt die Einkommensgrenze im 2. Förderweg bei 29.700 Euro/netto pro Jahr bzw. 43.400 Euro/brutto.

Wenn Sie Kinder haben, erhöht sich die Einkommensgrenze um weitere 1.000 Euro pro Kind.

Darf ich die Einkommensgrenzen überschreiten?

In Hamburg dürfen Sie die Einkommensgrenze um bis zu 30 Prozent überschreiten. Für geförderten Wohnraum der „sonstigen Förderwege“ dürfen Sie die Einkommensgrenze bis zu 85 Prozent überschreiten, müssen dann allerdings auch höhere Mieten zahlen. 

Wieviele Quadratmeter stehen mir zu?

Als alleinstehender Person stehen Ihnen 50 Quadratmeter zur Verfügung. Besteht Ihr Haushalt aus mehreren Personen, steht jeder Person ein Wohnraum (bis zu 15 Quadratmeter) zur Verfügung. Eine fünfköpfige Familie hat also Anspruch auf eine 5-Zimmer-Wohnung. Leben Sie als Eheleute oder in einer Lebenspartnerschaften mit der Absicht, eine Familie zu gründen, steht Ihnen ein weiterer Raum zu. Gleiches gilt für alleinerziehende Elternteile. Für diese Regelung müssen Sie keinen gesonderten Antrag stellen. Auf Antrag werden Einzelfallregelungen für z. B. Schwerbehinderte mit ständigem Betreuungsbedarf genehmigt. Informieren Sie sich hier bitte beim Wohnungsamt.

Welche Unterlagen benötige ich?

Zum Antrag gehören neben dem ausgefüllten Antrag eine Kopie des Personalausweises oder des Reisepasses, eine aktuelle Meldebestätigung, die ausgefüllte und unterschriebene Einkommenserklärung, Nachweise über die Einkünfte der letzten 12 Monate und im Einzelfall weitere Unterlagen. Auf dem Wohnungsamt hilft man Ihnen gerne beim Ausfüllen der entsprechenden Formulare! 

Wo finde ich Sozialwohnungen?

Öffentlich geförderten Wohnraum finden Sie über die Vermieterlisten der Wohnungsämter (Merkblatt für Wohnungssuchende), im Internet und in den Tageszeitungen. Achten Sie auf die entsprechenden Hinweise in den Wohnungsanzeigen.

Was ist ein Dringlichkeitsschein?

Einen Dringlichkeitsschein erhalten Sie auf Antrag, wenn Sie sich unverschuldet in einer außergewöhnlichen Lebens- und Wohnsituation befinden und Unterstützung bei der Wohnungssuche benötigen. Zu den Personengruppen, die einen Dringlichkeitsschein erhalten, gehören z. B. von Wohnungslosigkeit bedrohte Personen, Haushalte in unzureichenden Wohnverhältnissen, Schwerbehinderte, kranke oder ältere Personen, Haftentlassene oder auch Räumungspflichtige. Den Dringlichkeitsschein erhalten Sie ebenfalls beim Wohnungsamt. Mit einem Dringlichkeitsschein sind Sie berechtigt, auch die ausschließlich für diese Zielgruppe vorgesehenen, so genannten WA-gebundenen Wohnungen, anzumieten.

Welche Kosten entstehen mir?

Je nachdem, welchen Schein Sie erhalten, errichtet die Behörde eine Gebühr von 9 - 20 EUR. Die Gebühr müssen Sie vor Erhalt des Scheins bar oder mit Scheckkarte entrichten.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Wohnungssuche!

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