Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Impfen schützt vorbeugend Masern

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Masern sind besonders ansteckend. Charakteristisch sind Fieber und ein fleckenförmiger Hautausschlag. Masernviren können eine Gehirnentzündung auslösen, die zu Hörverlust und geistiger Behinderung führen kann. Masernerkrankungen kommen nur beim Menschen vor. Die Erkrankung ist meldepflichtig.

Masernviren

Informationen zur Masernerkrankung - Gesundheitsbehörde Hamburg

Die Viren werden durch das Einatmen sehr feiner Tröpfchen übertragen, die beim Sprechen, Husten und Niesen entstehen. Es kommt bereits nach kurzer Kontaktzeit bei fast allen ungeschützten Personen zu einer Infektion. Etwa 95 Prozent der Infizierten entwickelt Krankheitserscheinungen.

Die ersten Beschwerden treten ungefähr acht bis zehn Tage nach der Ansteckung auf - mit Fieber, Husten, Schnupfen, Augenentzündung und Rötungen am Gaumen und Rachen. Bis zum Ausbruch des typischen Hautausschlages dauert es meistens zwei Wochen. Erkrankte sind bereits etwa fünf Tage, bevor der Ausschlag sichtbar wird, ansteckend. Nach Auftreten des Hautausschlages ist man noch für etwa vier Tage ansteckend.

Als Komplikationen treten häufig eine Mittelohrentzündung oder eine Lungenentzündung auf. In seltenen Fällen kann es zu einer Gehirnentzündung kommen, die bleibende Schäden hinterlassen kann. Als sehr seltene Komplikation kann es noch viele Jahre nach einer Masernerkrankung zu einer schleichenden Entzündung des Gehirns kommen, die dann meist tödlich endet.

Wer einmal an Masern erkrankt war, ist lebenslang vor einer erneuten Ansteckung geschützt. Ansonsten ist die Impfung der einzige Schutz gegen Masern.

Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Impfung gegen Masern. Sie soll vorzugsweise mit einem sogenannten MMR-Kombinationsimpfstoff erfolgen, der neben Masern zeitgleich auch vor Mumps und Röteln schützt.

  • Für Kinder wird der Aufbau eines Impfschutzes in zwei Schritten empfohlen: Die erste Impfung sollte im Alter von 11 bis 14 Monaten und die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten erfolgen.
  • Bei ungeimpften Kindern und Jugendlichen sollte die Impfung so schnell wie möglich mit zwei Impfdosen nachgeholt werden.
  • Alle Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden und die gegen Masern noch nie oder nur ein einziges Mal geimpft wurden, sollten sich impfen lassen. Das gilt auch bei einem unklaren Impfstatus.
  • Für Mitarbeiter im Gesundheitsdienst oder in Gemeinschaftseinrichtungen wie beispielsweise Kindergärten oder Schulen oder in der Betreuung von Personen mit stark geschwächtem Immunsystem, wird ebenfalls eine Impfung gegen Masern empfohlen.
  • Wer Kontakt mit einem Masern-Erkrankten hatte und nicht geschützt ist, sollte möglichst innerhalb von drei Tagen eine MMR-Impfung erhalten. Damit kann der Ausbruch der Erkrankung unter Umständen noch verhindert oder der Verlauf abgeschwächt werden.

Weitere Informationen

Downloads

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt auf ihren Seiten Informationsblätter zur Masernerkrankung als PDF-Dateien in folgenden Sprachen bereit:

Themenübersicht auf hamburg.de

Anzeige
Branchenbuch