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Catering Mittagessen für die Hamburger Schulen

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Alle Hamburger Schulen bieten ihren Schülerinnen und Schülern nachmittags kostenlose Bildung und Betreuung. In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Ganztagsangebote, zudem müssen Eltern in fast allen anderen Bundesländern hohe Teilnahmegebühren zahlen. Das weitgehend kostenlose und gute Hamburger Angebot kommt gut an: Rund 85 Prozent aller Grundschulkinder bleiben nachmittags in der Schule. Hamburg bietet damit bereits seit Jahren ein Angebot, das bundesweit erst bis 2029 eingeführt werden soll.

Grundschule Richardstraße Schülerinnen der Grundschule Richardstraße beim Mittagessen.

Mittagessen für die Hamburger Schulen

Zum Ganztagsangebot gehört ein gutes Mittagessen. Rund 15 Millionen schulische Mittagessen werden im Jahr von 58 verschiedenen gastronomischen Betrieben, den so genannten Caterern, hergestellt und in den Schulkantinen an die Schülerinnen und Schüler ausgegeben. Jede Schule wählt eigenverantwortlich einen Caterer aus und vereinbart mit ihm im Rahmen eines Vertrages Angebot, Vielfalt und Qualität des Mittagessens.

Seit 2012 ist der Höchstbeitrag der Eltern für das Schulessen auf 3,50 Euro begrenzt. Aufgrund der Kostenentwicklung in der Gastronomie müssen die Elternbeiträge zum 1. Februar 2022 erstmals nach zehn Jahren angepasst und auf 4,00 Euro erhöht werden. Diese Preisanpassung entspricht dem Anstieg der Verbraucherpreise in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 1,2 Prozent pro Jahr. Wir bitten dafür um Verständnis. Weiterhin bekommen fast zwei Drittel aller Grundschulkinder von der Bundesregierung und der Stadt Hamburg großzügige Zuschüsse für das Mittagessen und müssen dadurch nicht den vollen Preis zahlen. Der Caterer ihrer Schule wird Sie in den nächsten Wochen über die weiteren Schritte informieren.

Die Stadt Hamburg und die Bundesregierung werden auch künftig mehr als die Hälfte der Gesamtkosten des schulischen Mittagessens finanzieren und dafür sorgen, dass viele Schülerinnen und Schüler kostenlos oder zu reduzierten Preisen in der Schule ein Mittagessen bekommen. So erhielten im Januar 2020, kurz vor Beginn der Corona-Pandemie, von rund 60.400Schülerinnen und Schülern an den staatlichen Grundschulen mehr als zwei Drittel (rund 40.600 Kinder) Zuschüsse zur Schulverpflegung. Dabei wird es bleiben:

  • Kinder, deren Eltern soziale Leistungen wie Arbeitslosengeld II, Wohngeld oder BAföG beziehen, bekommen das Schulessen kostenlos. Das sind rund ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen.
  • Die Caterer stellen verbindlich den Qualitätsstandard für gutes Schulessen der „Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ (DGE) sicher.
  • Mindestens 10 Prozent der eingesetzten Lebensmittel kommen aus biologischem Anbau.
  • Verstärkt werden saisonale und regionale Lebensmittel eingesetzt.
  • Zusätzlich zu den Mahlzeiten wird täglich Rohkost angeboten, mindestens drei Mal pro Woche Obst.
  • Für eventuell notwendige Sonderkost von Kindern (z.B. bei Allergien oder Diabetes) wird kein Aufpreis erhoben.
  • Die Kinder erhalten regelmäßig die Möglichkeit, der Schule und dem Caterer eine Rückmeldung zur Qualität des Mittagessens abzugeben.

Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, Preiserhöhungen sind nicht schön. Aber Sie haben sicher Verständnis dafür, dass nach zehn Jahren die Preise für das schulische Mittagessen erstmals an die Kostenentwicklung angepasst werden müssen. Die Stadt Hamburg und die Bundesregierung werden weiterhin mit großzügigen Zuschüssen dafür sorgen, dass alle Kinder am Mittagessen teilnehmen können.

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