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Infos für Fachkräfte Coronavirus und Kindertagesbetreuung

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Hier finden Sie aktuelle Informationen, allgemeine Hinweise zum Coronavirus sowie Antworten auf Fragen im Zusammenhang mit der Kindertagesbetreuung. Die Informationen richten sich an Fachkräfte in Kitas sowie an Tagesmütter und -väter.

Coronavirus

Infos für Fachkräfte: Coronavirus und Kindertagesbetreuung Was passiert, wenn in einer Kita bzw. in einer Kindertagespflegestelle ein Infektionsgeschehen auftritt?

  1. ​​​​​​​Für wen steht die Kita-Betreuung zur Verfügung?
  2. In welchen Fällen dürfen Kinder NICHT in einer Kita bzw. Kindertagespflegestelle betreut werden?
  3. Erhalten Kinder mit (drohenden) Behinderungen auch während der erweiterten Notbetreuung in den Kitas ihre Therapien?
  4. Welches Verfahren gilt in Bezug auf Kinder, die aus dringlichen sozialpädagogischen Gründen eine Tagesbetreuung benötigen oder aufgrund eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung zum regelmäßigen Besuch einer Kindertageseinrichtung verpflichtet sind?
  5. Können Kitas oder Tagespflegepersonen Corona-Testungen bzw. Gesundschreibungen für betreute Kinder verlangen?
  6. Wie können die Beschäftigten und die betreuten Kinder in Kitas und Kindertagespflegestellen hinreichend vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus geschützt werden?
  7. Was passiert, wenn in einer Kita bzw. in einer Kindertagespflegestelle ein Infektionsgeschehen auftritt?
  8. Dürfen Kitas und Tagespflegestellen Spielplätze nutzen?
  9. Sind im Rahmen der Betreuung Spaziergänge und Ausflüge möglich?
  10. Müssen Eltern Elternbeiträge zahlen?
  11. Wo können Kitas und Kindertagespflegepersonen weitere Informationen erhalten?

Für wen steht die Kita-Betreuung zur Verfügung?

(16.02.2021, 17:30 Uhr) In Hamburg verzeichnen wir seit einiger Zeit leicht sinkende Infektionszahlen. Durch die Risiken neuer Virusmutationen befinden wir uns allerdings weiterhin in einer sehr kritischen Infektionslage. Der Hamburger Senat hat aus diesem Grund entschieden, ab dem 25. Januar 2021 die Kindertagesstätten grundsätzlich zu schließen. Die Schließung gilt nicht für Kinder mit einem dringlichen sozialpädagogischen Förderbedarf.

Für Eltern, die unbedingt auf eine Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind, bleiben die Kitas im Rahmen einer erweiterten Notbetreuung geöffnet.

Die erweiterte Notbetreuung wird gewährt für Kinder,

  • deren Eltern in der Daseinsvorsorge tätig sind bzw. deren Tätigkeit der Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastrukturen oder der Sicherheit dient (zum Beispiel Polizei, Feuerwehr, Krankenhaus, Pflege, Eingliederungshilfe, Versorgungsbetriebe),
  • die aus familiären Gründen oder aufgrund besonders gelagerter individueller Notfälle auf eine Betreuung angewiesen sind,
  • deren Eltern alleinerziehend sind.

Eine Betreuung ist zu gewähren, wenn ein Elternteil beziehungsweise eine sorgeberechtigte Person eine der genannten Tätigkeiten ausübt und die Betreuung des Kindes nicht anderweitig organisiert werden bzw. durch andere Personen sichergestellt werden kann. 

Dabei ist die Kinderbetreuung aus familiären Gründen, auf Grund individueller Notfälle und für Kinder alleinerziehender Elternteile in einem Umfang von mindestens 20 Stunden in der Woche zu gewährleisten. Die Darlegungspflicht, ob besondere familiäre Gründe vorliegen oder ein Notfall besteht, obliegt den Erziehungsberechtigten. Die Vorlage einer Bescheinigung in der Kita ist nicht erforderlich.

Die Kindertagespflegestellen bleiben für Kinder geöffnet, für die ein dringender Betreuungsbedarf besteht. Über den Bedarf entscheiden die Eltern. 

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In welchen Fällen dürfen Kinder NICHT in einer Kita bzw. Kindertagespflegestelle betreut werden?

(22.01.2020, 17:30 Uhr) In der Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist geregelt, dass Kinder, für die behördlich Quarantäne angeordnet ist nicht betreut werden dürfen. Darüber hinaus dürfen Kinder mit erhöhter Temperatur ab 37,5°C nicht betreut werden. Auch dürfen Kinder nicht betreut werden, die unter Husten, der nicht durch eine chronische Erkrankung bedingt ist und/oder Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Magen-Darmbeschwerden oder Verlust des Geruchs-/Geschmackssinns oder unter akuten Atemproblemen oder Kopf- und Gliederschmerzen leiden. 

Die Eltern sind verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder, sofern die oben genannten Voraussetzungen zutreffen, keine Betreuungsangebote in Anspruch nehmen. 

Für Ein- und Rückreisende aus einem ausländischen Risikogebiet besteht grundsätzlich eine Absonderungspflicht von zehn Tagen nach der Einreise. Bitte beachten Sie die Regelungen für Reiserückkehrer entsprechend der aktuell gültigen Eindämmungsverordnung (Hamburgische SARSCoV-2-Eindämmungsverordnung), die Empfehlungen des Auswärtigen Amtes sowie die vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiete. Nähere Einzelheiten finden Sie auch unter www.hamburg.de/faq-reisen.  

Erhalten die Kita-Leitung oder Betreuungspersonen Kenntnis davon, dass eine Quarantäneanordnung oder Absonderungspflicht besteht, haben sie dafür Sorge zu tragen, dass das betreffende Kind nicht in der Kita oder in Kindertagespflege betreut wird.

Nach Aufhebung der Quarantäne oder Ablauf der Absonderungspflicht kann die Betreuung wieder aufgenommen werden.

Im Übrigen gilt allgemein auch weiterhin: Kinder mit Krankheitssymptomen werden wie üblich nach Hause geschickt und können nicht in einer Kita oder Kindertagespflegestelle betreut werden. 

Nähere Informationen finden Sie in dem Informationsblatt Umgang mit Krankheits- bzw. Erkältungssymptomen bei Kindern in Kindertageseinrichtungen und in Kindertagespflegestellen (PDF). 

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Erhalten Kinder mit (drohenden) Behinderungen auch während der erweiterten Notbetreuung in den Kitas ihre Therapien? 

(08.01.2020, 13:45 Uhr) Ja, Kinder mit (drohenden) Behinderungen sollen weiterhin die laut Gutachten bzw. Förder- und Behandlungsplan vorgesehenen Therapien in der Kita erhalten. 

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Welches Verfahren gilt in Bezug auf Kinder, die aus dringlichen sozialpädagogischen Gründen eine Tagesbetreuung benötigen oder aufgrund eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung zum regelmäßigen Besuch einer Kindertageseinrichtung verpflichtet sind? 

(08.01.2020, 13:45 Uhr) Sowohl Kinder, die aus dringlichen sozialpädagogischen Gründen eine Tagesbetreuung benötigen als auch Kinder, die aufgrund eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung zum regelmäßigen Besuch einer Kindertageseinrichtung verpflichtet sind, sollen weiter wie bisher eine Kindertageseinrichtung besuchen.

Bleiben Kinder der Kindertageseinrichtung fern, welche die Kita aufgrund einer Vereinbarung mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) besuchen müssen, finden die Regelungen gemäß Landesrahmenvertrag ‚Kinderbetreuung in Tageseinrichtungen‘ zur Zusammenarbeit zwischen den Personensorgeberechtigten, der Kita und dem ASD in Fällen von Kindeswohlgefährdung und Hilfen zur Erziehung (Beschluss der Kita – Vertragskommission nach Paragraph 26 Landesrahmenvertrag ‚Kinderbetreuung in Tageseinrichtungen‘ am 05.04.2017) weiterhin Anwendung.  

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Können Kitas oder Tagespflegepersonen Corona-Testungen bzw. Gesundschreibungen für betreute Kinder verlangen?

(19.10.2020, 08:30 Uhr) Nach aktueller Rechtslage werden Testungen entweder vom Gesundheitsamt veranlasst bzw. angeordnet oder ein Arzt entscheidet über die Notwendigkeit von Tests. Über diese staatlich veranlassten / angeordneten bzw. medizinisch indizierten Testungen hinaus dürfen Kitas keine Corona-Testungen von Kindern verlangen.

Das Infektionsschutzgesetz sieht sogenannte Gesundschreibungen in Form eines Attests nicht vor. 

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Wie können die Beschäftigten und die betreuten Kinder in Kitas und Kindertagespflegestellen hinreichend vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus geschützt werden? 

(28.07.2020, 15:30 Uhr) Wesentlich ist die Einhaltung der empfohlenen Hygieneregeln. Eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen ist das regelmäßige und gründliche Waschen der Hände. Darüber hinaus gilt es, die Handlungsempfehlungen im Umgang mit dem Coronavirus für Kindertageseinrichtungen (PDF, 635 KB) und für die Kindertagespflege (PDF, 150 KB) zu beachten. Weitere Maßnahmen des Infektionsschutzes sind im Hamburger Gesundheitsleitfaden sowie dem Rahmenhygieneplan (PDF, 120 KB)hinterlegt. 

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Was passiert, wenn in einer Kita bzw. in einer Kindertagespflegestelle ein Infektionsgeschehen auftritt?

(28.07.2020, 15:30 Uhr) Bei einem Verdachtsfall nimmt die Kita bzw. Kindertagespflegeperson mit dem zuständigen Gesundheitsamt Kontakt auf. Das Gesundheitsamt entscheidet in Absprache mit der Kitaleitung bzw. der Kindertagespflegeperson über das weitere Vorgehen. Eine verstärkte Flächendesinfektion erscheint sinnvoll. Die Seiten des RKI geben hier detailliertere Informationen.

Sobald der Kita-Leitung beziehungsweise der Kindertagespflegeperson durch das Gesundheitsamt bestätigt wurde, dass es in der Kita beziehungsweise Kindertagespflegestelle oder in deren Umfeld eine Coronainfektion gibt, informiert die Kita-Leitung beziehungsweise die Kindertagespflegeperson im Rahmen der üblichen Meldepflichten unverzüglich die Kita-Aufsicht der Sozialbehörde gemäß Paragraph 47 SGB VIII beziehungsweise die Tagespflegebörse im zuständigen Bezirksamt. Infiziert sich ein/e Beschäftigte/r bei der beruflichen Tätigkeit mit Kindern, hat der Arbeitgeber dies zusätzlich dem Amt für Arbeitsschutz unverzüglich zu melden.

Das Gesundheitsamt entscheidet im Einzelfall über eine mögliche Schließung. Der Kita-Träger und die Aufsichtsbehörde werden einbezogen.

Der Kita-Träger schließt Kitas nicht ohne Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Kita-Aufsicht der Sozialbehörde! 

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Dürfen Kitas und Tagespflegestellen Spielplätze nutzen?

(22.01.2020, 17:30 Uhr) Ja, unter Beachtung der geltenden Regelungen. Dazu zählt, dass zur Aufsicht berechtigte Personen das Abstandsgebot zu beachten haben. Wie auch bei Ausflügen bedarf es erhöhter Vorsicht und Achtsamkeit. 

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Sind im Rahmen der Betreuung Spaziergänge und Ausflüge möglich?

(28.07.2020, 15:30 Uhr) Kitas und Kindertagespflegepersonen dürfen Spaziergänge mit den Kindern machen. Bei den Spaziergängen ist darauf zu achten, dass der gebotene Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen möglichst eingehalten wird. Insgesamt bedarf es bei solchen Spaziergängen erhöhter Vorsicht und Achtsamkeit. Spaziergänge sollten möglichst nur dann erfolgen, wenn die Einrichtung kein eigenes Außengelände hat. 

Ausflüge von Kindertagesstätten mit Übernachtung sind derzeit untersagt. ​​​​​​​

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Müssen Eltern Elternbeiträge zahlen?

(22.01.2020, 17:30 Uhr) Grundsätzlich ist die Zahlung von Elternbeiträgen Gegenstand der zwischen Eltern und Kita-Träger abgeschlossenen privatrechtlichen Betreuungsverträge. 

Um Sicherheit sowohl für die Eltern als auch für die Kita-Träger zu schaffen, hat der Senat wie folgt entschieden: Für den Zeitraum 11. Januar 2021 und bis auf weiteres, solange die erweiterte Notbetreuung bzw. ein eingeschränkter Regelbetrieb besteht, werden die Familieneigenanteile bzw. Teilnahmebeiträge ausgesetzt. Die Kita-Träger und Kindertagespflegepersonen sind gehalten, die für den entsprechenden Zeitraum eingezogenen Beiträge den Eltern zu erstatten oder auf eine Einziehung zu verzichten. 

Davon nicht erfasst ist eine Erstattung der Entgelte für Leistungen außerhalb des Kitagutscheinsystems (Zusatzangebote etc.).  

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Wo können Kitas und Kindertagespflegepersonen weitere Informationen erhalten?

(06.05.2020, 16:00 Uhr)


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