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Studie Hamburg liegt im oberen Drittel

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Bertelsmann-Studie zum Stand der Inklusion

Hamburg liegt im oberen Drittel

Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung ist der Frage nachgegangen, inwieweit sich Deutschland dem Ziel der UN-Konvention, Kinder mit Behinderungen nicht vom Unterricht an den allgemeinen Schulen auszuschließen, inzwischen genähert hat. Ausgewertet wurden dazu Daten aus den einzelnen Bundesländern der Schuljahre 2008/09 und 2016/17. Das Ergebnis: Deutschlandweit besuchen immer weniger Schülerinnen und Schüler die Sonderschulen, die so genannte Exklusionsquote geht zurück. Bei der länderspezifischen Betrachtung zeigt sich, dass Hamburg ordentlich vorangekommen ist.

In Hamburg ist der Anteil der Schüler an Sonderschulen stärker zurückgegangen als im Bundesdurchschnitt. Allerdings liegt Hamburg hier keineswegs an der Spitze: In Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Bremen und Thüringen ist der Anteil noch deutlicher gesunken als in Hamburg. Die Inklusion ist allerdings nicht überall auf dem Vormarsch, in drei Bundesländern ist der Anteil von Schülern an Sonderschulen sogar noch angestiegen. Insgesamt werden in Hamburg noch 3,1 Prozent aller Schüler an Sonderschulen unterrichtet. Bessere Prozentsätze haben Bremen (1,2 Prozent), Schleswig-Holstein (2,1 Prozent) und Berlin (2,8 Prozent).

Schulsenator Ties Rabe: „Diese Zahlen zeigen, dass Hamburg ordentlich vorangekommen ist. Sie zeigen aber auch, dass Hamburg im Bereich der Inklusion keineswegs eine Sonderrolle oder einen Spitzenplatz hat. Inklusion ist in vielen Bundesländern zur Normalität geworden.“

Die Chance auf Inklusion hängt allerdings nicht nur vom Wohnort ab, sondern auch vom Förderbedarf. Die Studie macht deutlich, dass es nur im Bereich Lernen einen bundesweiten Rückgang der Exklusion gebe. Kinder mit dem Förderschwerpunkt Sprache besuchen hingegen in elf Bundesländern häufiger eine Regelschule als früher. Für Schüler mit den Förderschwerpunkten geistige oder körperliche Entwicklung habe sich zwischen 2008 und 2017 überall wenig verändert, bei Schülern mit sozial-emotionalen Handicaps gebe es heute sogar mehr Exklusion.

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