Behörde für Inneres und Sport

Sirenentest und Warnungen auf digitalen Werbetafeln Beginn der Sturmflutsaison

Im Ernstfall schnell informiert

Hamburg bereitet sich auf die bevorstehende Sturmflutsaison vor. Insbesondere in der Zeit vom 15. September bis 31. März des Folgejahres kann es in tiefer liegenden Gebieten und im Hamburger Hafen zu einer Gefährdung durch Sturmfluten kommen. Die Hansestadt ist mit ihren modernen Hochwasserschutzanlagen gut aufgestellt. Um die Bevölkerung unabhängig davon über das richtige Verhalten bei einer bevorstehenden schweren Sturmflut aufzuklären, hat die Behörde für Inneres und Sport in Zusammenarbeit mit den Bezirksämtern Hamburg-Mitte, Harburg, Altona und Bergedorf besondere Vorbereitungen getroffen. Seit Neuestem können nun auch die digitalen Werbeanlagen in Hamburg für amtliche Warnungen genutzt werden.

Sirenen-Probealarm am 14. September 2017 - Innenbehörde Hamburg - FHH

vergrößern Digitale Werbetafel der Firma Ströer vor den Landungsbrücken Digitale Werbetafel der Firma Ströer vor den Landungsbrücken (Bild: Ströer) Gemeinsam mit den Beteiligten Firmen Ströer und Wall, sowie dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe und der Firma Mecom als technischem Dienstleister hat die Stadt Hamburg die Erprobung eines bundesweiten Pilotprojekts abgeschlossen. Damit ist es möglich, amtliche Warnungen im Gefahrenfall nicht nur an Rundfunk- und Fernsehanstalten sowie an Smartphones (App NINA und BIWAPP) zu versenden, sondern diese auch auf den insgesamt 25 digitalen Werbeanlagen anzuzeigen, die an wichtigen Verkehrsknotenpunkten im Hamburger Stadtgebiet aufgestellt sind. Ermöglicht wird dies durch das von Bund und Ländern gemeinsam betriebene satellitengestützte Modulare Warnsystem (kurz MoWaS). Weitere Bundesländer wollen dem Beispiel Hamburgs nun folgen.

Andy Grote, Innensenator der Hansestadt Hamburg: „Um die Hamburgerinnen und Hamburger im Gefahrenfall schnell und bestmöglich über Risiken zu informieren, entwickeln wir unsere Instrumente unter Berücksichtigung der zunehmenden Digitalisierung stetig weiter. Die Nutzung der digitalen Werbeanlagen für amtliche Warnungen stellt einen weiteren wichtigen Baustein dar. Eine technische Innovation, die Hamburg noch ein Stück sicherer macht.“

Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz: „Wir arbeiten täglich daran, bei der Warnung der Bevölkerung vor potenziell gefährlichen Ereignissen technische Trends aufzugreifen. Mit dem Anschluss unseres Modularen Warnsystems an die digitalen Werbeanlagen können wir sehr effektiv, leicht verständlich und gut wahrnehmbar auf Risiken hinweisen.“

Alexander Stotz, CEO / Ströer Media Deutschland GmbH: „Wir sehen in der Integration von digitalen Daten und Diensten in die Infrastruktur einer Stadt ein erhebliches Potential, Kommunen Instrumente zur Verfügung zu stellen, die ein smartes City-Management vereinfachen und die dabei helfen, Lösungen für Mobilität, Verwaltung und öffentliche Sicherheit zu finden."

Dennis Pallasch, Regionalmanager Nord / Wall GmbH: „Der Zweck von MoWaS, Leben und Sachwerte zu schützen, kann mit dem heutigen Start noch besser erreicht werden. Einmal mehr wird hierbei deutlich, dass unsere Werbeanlagen nicht nur als Werbemittel, sondern auch als effektives, schnelles und vor allem unübersehbares Kommunikationsmittel im öffentlichen Raum einsetzbar sind.“

Präsentation am Donnerstag, 13. September
Anlässlich der bevorstehenden Sturmflutsaison stellen Innensenator Andy Grote und der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, Christoph Unger, gemeinsam mit den beteiligten Firmen Ströer und Wall, die Neuerungen der digitalen Werbeanlagen der Öffentlichkeit vor und stehen für Interviews und O-Töne zur Verfügung.

vergrößern Hochleistungssirene ECN 2400 auf dem Dach des Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrografie Elektronische Hochleistungssirene ECN 2400 auf dem Dach des Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrografie (Bild: Fa. Hörmann / Stade) Zeitgleich werden am Donnerstag von 10:15 bis 10:20 Uhr im Tidegebiet der Elbe die Sturmflutsirenen ausgelöst. Der jährliche Probebetrieb dient neben einer Überprüfung der Anlagen auch dazu, das Sirenensignal - ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton - in Erinnerung zu rufen und auf die in Kürze beginnende Sturmflutsaison hinzuweisen. Hamburg verfügt zurzeit über knapp 70 Motorsirenen und 70 moderne, leistungsfähige Hochleistungssirenen. Im Ernstfall fordert das Sirenensignal die Bevölkerung dazu auf, ihre Rundfunkgeräte einzuschalten und auf Durchsagen der
regionalen Rundfunksender zu achten.

Verteilung von Sturmflutbroschüren
In den Bereichen des Tidegebietes der Elbe werden Mitte September außerdem rund 133.000 neu aufgelegte Sturmflutbroschüren an die Haushalte der Anwohnerinnen und Anwohner verteilt. Hierin sind neben allgemeinen Empfehlungen insbesondere auch regional abgestimmte Hinweise zum richtigen Verhalten bei einem Sturmflutereignis dargestellt. Darüber hinaus stehen diese Broschüren im Internet unter www.hamburg.de/katastrophenschutz zum Herunterladen zur Verfügung.

Übung für den Katastrophenschutz
Des Weiteren findet am 15. September die diesjährige Katastrophenschutzübung statt, bei der die Krisenstäbe der Behörde für Inneres und Sport, von Hamburg Port Authority, der Regionalen Katastrophendienststäbe Altona, Bergedorf, Hamburg-Mitte, Harburg sowie des Landeskommandos Hamburg die Zusammenarbeit proben. Mit eingebunden in die Übung sind eine Vielzahl weiterer Landesbehörden, aber auch z.B. die Deutsche Bahn AG, die Hamburger Hochbahn AG, der Deutsche Wetterdienst, das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund, das Technische Hilfswerk u.a. Die Übung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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