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Drittes Geschlecht Umsetzung der Geschlechtsangabe „divers" im Meldewesen

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Von den Standesämtern werden Beurkundungen nach §§ 22 Absatz 3 und 45b Personenstandsgesetz ab sofort auch mit der Bezeichnung „divers" vorgenommen.

Umsetzung der Geschlechtsangabe „divers" im Meldewesen

Am 22. Dezember2018 ist das Gesetz zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben  in Kraft getreten.

§ 22 Absatz 3 des Personenstandsgesetzes eröffnet nun die Möglichkeit, bei der Beurkundung der Geburt eines Neugeborenen neben den Angaben „weiblich" und „männlich" oder der „Eintragung des Personenstandsfalls ohne eine solche Angabe", auch die Bezeichnung „divers" zu wählen, wenn eine Zuordnung zu einem der beiden Geschlechter „männlich" oder „weiblich" nicht möglich ist.

Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung können auch in späterem Alter gegenüber dem Standesamt erklären, dass die Angabe zu ihrem Geschlecht in einem deutschen Personenstandseintrag durch eine andere in § 22 Absatz 3 vorgesehene Bezeichnung ersetzt oder gestrichen werden soll (§ 45b PStG). Durch den Verweis auf § 22 Absatz 3 PStG werden auch für diesen Personenkreis wiederum alle vier Eintragungsmöglichkeiten eröffnet. Mit der Erklärung gegenüber dem Standesamt, die Zuordnung im Geburtseintrag ändern zu lassen, können auch - soweit dies gewollt ist - neue Vornamen gewählt werden (§ 45b Absatz 1 Satz 3 PStG).

Diese Erklärungsmöglichkeiten werden betroffenen geschäftsfähigen Personen sowie Kindern, die in der Geschäftsfähigkeit beschränkt sind und das 14. Lebensjahr vollendet haben, eröffnet. Für geschäftsunfähige Personen oder für Kinder unter 14 Jahren kann nur der gesetzlicher Vertreter die Erklärung abgeben.

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