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Praktische Hinweise Gründe und Beispiele für eine Namensänderung

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Gründe und Beispiele für eine Namensänderung

Änderung des Familiennamens

Ein wichtiger Grund für die Änderung eines Familiennamens liegt dann vor, wenn das schutzwürdige Interesse des Antragstellers gegenüber anderen Gesichtspunkten überwiegt. Dies können schutzwürdige Interessen anderer Beteiligter oder im Sinne des öffentlichen Interesses Grundsätze der Namensführung sein, zu denen auch die soziale Ordnungsfunktion des Namens und das öffentliche Interesse an der Beibehaltung des bisherigen Namens gehören.

Änderung des Vornamens

Für die Änderung von Vornamen gilt das Vorgenannte mit der Einschränkung, dass das öffentliche Interesse an der Beibehaltung des bisherigen Vornamens geringer zu bewerten ist.

Beispiele für das Vorliegen eines wichtigen Grundes:

  • Familiennamen, die im gesamten Geltungsbereich des Gesetzes oder in größeren Teilbereichen so oft vorkommen, dass sie generell an Unterscheidungskraft eingebüßt haben (z. B. Meier, Müller),
  • Familiennamen, die anstößig oder lächerlich klingen oder Anlass zu frivolen oder unangemessenen Wortspielereien geben könnten (z. B. Fick),
  • Familiennamen, deren Schwierigkeiten in der Schreibweise oder Aussprache zu einer nicht unwesentlichen Behinderung des Antragstellers führen, gleiches gilt für Doppelnamen und sehr lange oder besonders umständliche Familiennamen,
  • Namensänderungen aus psychischen Gründen, wenn z. B. der Wunsch besteht, den "ererbten" Namen des Vaters abzulegen, weil das Kind von diesem sexuell missbraucht wurde,
  • Vornamen, die das Geschlecht des Namensträgers nicht eindeutig erkennen lassen.

Namensänderung nach erfolgter Einbürgerung

Ein wichtiger Grund liegt auch vor, wenn der Wunsch besteht, mit der Einbürgerung seinen Namen ändern zu lassen, weil er die ausländische Herkunft im besonderen Maße erkennen lässt und die eingebürgerte Person im Interesse der weiteren Eingliederung Wert auf einen unauffälligeren Namen legt.

Namensänderung bei Scheidungskindern

Der Familienname eines Scheidungskindes kann geändert werden, wenn die namentliche Einbindung in den Familienverband des allein sorgeberechtigten Elternteils für das Wohl des Kindes erforderlich ist. Der nicht sorgeberechtigte Elternteil ist am Namensänderungsverfahren zu beteiligen. Sein Einverständnis ist jedoch nicht notwendig.

Namensänderung bei Pflegekindern

Für die Änderung des Familiennamens eines Pflegekindes genügt es, wenn die Namensänderung für das Wohl des Kindes förderlich ist. Die leiblichen Eltern sind an dem Verfahren zu beteiligen, ihr Einverständnis ist jedoch nicht notwendig.

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