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Wer macht was? Der Hamburger Katastrophenschutz

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1. Behörde für Inneres und Sport
2. Der Zentrale Katastrophendienststab (ZKD)
3. Fachstäbe
4. Regionale Katastrophenschutzstäbe
5. Die Polizei
6. Die Feuerwehr
7. Das Kräftepotenzial
8. Aufgaben der Einsatzkräfte vor Ort
9. Planungen für den konkreten Einzelfall
10. Übungen für den Ernstfall

Der Hamburger Katastrophenschutz – Wer macht was?

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Behörde für Inneres und Sport

Katastrophenschutz ist Aufgabe aller Behörden und Ämter der Freien und Hansestadt Hamburg.

Gebäude der Behörde für Inneres und Sport Gebäude der Behörde für Inneres und Sport

Eine besondere Stellung im Katastrophenschutz nimmt die Behörde für Inneres und Sport ein. Ihr Staatsrat trägt als Leiter der gesamten Katastrophenabwehr die Verantwortung für die einheitliche Lenkung aller Abwehrmaßnahmen in der Stadt. Seine Aufgabe ist es, taktische, politische und administrative Ziele vorzugeben. Im Einsatzfall ist er weisungsbefugt gegenüber allen Hamburger Behörden und besitzt die Befugnis zum Erlass von Senatsbeschlüssen im Verfügungswege.

Diese ermöglichen es ihm, erforderliche wesentliche Maßnahmen (z.B. Fahrverbot) unverzüglich und unbürokratisch zu veranlassen. Im Interesse einer effektiven Gefahrenabwehr wird hiermit von der in der Hamburgischen Verfassung verankerten Regelung abgewichen, dass der Senat Entscheidungen grundsätzlich in seiner Gesamtheit trifft (Kollegialprinzip).

Unterstützt und beraten wird der Leiter der Katastrophenabwehr vom Zentralen Katastrophendienststab (ZKD) der Behörde für Inneres.

ZKD

Der Zentrale Katastrophendienststab (ZKD)

  • Der Zentrale Katastrophendienststab steuert und koordiniert. Der Zentrale Katastrophendienststab steuert und koordiniert.
    koordiniert die hamburgweiten Maßnahmen aller Beteiligten,
  • erstellt Entscheidungsgrundlagen und Lösungsvorschläge für den Leiter der Katastrophenabwehr,
  • steuert die erteilten Aufträge und überwacht ihre Ausführung,
  • erschließt bei Bedarf zusätzliche Ressourcen,
  • hält Kontakt zu den beteiligten Stellen und den ggf. betroffenen Nachbarländern,
  • leistet eine zentrale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und veranlasst
    • die überregionale Warnung und Information der Bevölkerung, z.B. durch Rundfunkmeldungen,
    • die Einrichtung einer Personenauskunftsstelle sowie
    • den Betrieb eines Bürgertelefons.

Neben der Behörde für Inneres und Sport nehmen die für die Bereiche

  • Stadtentwicklung / Umwelt
  • Bauen
  • Gesundheit
  • Wirtschaft und Hafen

zuständigen Fachbehörden sowie die Bezirksämter besondere Aufgaben sowohl im Einsatz als auch im Rahmen der Planungen wahr.

Kontakt zu:

Fachstäbe

Bei den zuständigen Fachbehörden werden im Einsatzfall Fachstäbe gebildet. Diese beraten den ZKD zu folgenden Aufgabengebieten:

  • Nördliche Einfahrt zum Elbtunnel Nördliche Einfahrt zum Elbtunnel
    Deichbau und Hochwasserschutz
  • Betrieb von Brücken, Tunneln und Straßen
  • Gewässer- und Umweltschutz
  • Kerntechnik
  • Gefahrgüter in produzierenden, umschlagenden und lagernden Betrieben
  • Gesundheitswesen, Krankenhäuser
  • Ver- und Entsorgung
  • Schiffs- und Luftverkehr

Regionale Katastrophenschutzstäbe

Einsatzfahrzeug des Bezirksamtes Hamburg-Mitte Einsatzfahrzeug des BA Hamburg-Mitte

Die bei den Bezirksämtern gebildeten Regionalen Katastrophendienststäbe sind für alle Planungen und Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bevölkerung zuständig.

Sie gewährleisten

  • die regionale Warnung und Information sowie
  • die Unterbringung, Versorgung und Betreuung der Bevölkerung bei Räumung und / oder Evakuierung.

Kontakt zu:

Die Polizei

Polizei bei einem Sturmfluteinsatz Polizei bei einem Sturmfluteinsatz

Die Polizei sorgt für den Schutz der Bevölkerung. Dabei arbeitet sie eng mit der Feuerwehr zusammen. Der oder die Schadensorte werden geräumt und freigehalten. Bis die Mitarbeiter des zuständigen Bezirksamtes die Warnung der gefährdeten Bevölkerung übernehmen können, wird diese Aufgabe zunächst von der Polizei durchgeführt.

Rund um den oder die Schadensort(e) übernimmt die Polizei die Verkehrsregelung und hält die Rettungswege frei. Speziell ausgebildete Spürtrupps der Polizei stehen im Bedarfsfall zur Messung von Schadstoffkonzentrationen bereit. Je nach Schadensfall übernimmt die Kriminalpolizei nach Abschluss der Rettungsarbeiten die Ermittlungen zur Schadensursache. Dies ist zum Beispiel bei einem Flugunfall oder Bahnunfall erforderlich.

Da sich Hamburg im Einzugsbereich von mehreren Atomkraftwerken befindet, gibt es in der Hansestadt eine Zentrale Auswerte- und Meldestelle, die bei der Polizei angesiedelt ist. Bei Entweichen von Radioaktivität werden hier zentral Messdaten gesammelt, ausgewertet und weitergeleitet.

Im Schadensfall muss leider auch mit verletzten, vermissten, evakuierten oder getöteten Personen gerechnet werden. Für die Angehörigen dieser Personen wird ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Telefonnummer wird bei Bedarf über die Medien bekanntgegeben.

Kontakt zu:

Die Feuerwehr

Folgende Maßnahmen führt die Feuerwehr im Katastrophenschutz durch:

  • Einsatz der Feuerwehr Einsatz der Feuerwehr
    Stellung von Einsatzpersonal der Berufsfeuerwehr (BF) und der Freiwilligen Feuerwehr (FF) für die Gefahrenabwehr in den Bereichen der Brandbekämpfung, der technischen Hilfeleistung, des Rettungsdienstes, der Gefahrstoffbekämpfung und der Deichverteidigung
  • Mitarbeit in verschiedenen Gremien der Katastrophenschutzplanung z.B. Deichverteidigung, Strahlenschutz, Gefahrstoffe etc.
  • Mitarbeit bei der Planung und Durchführung von Katastrophenschutz-Übungen z.B. Praktische Deichverteidigungsübung, Stabsrahmenübungen etc.
  • Besetzung im Einsatzfall von Stäben zur Gefahrenabwehr z.B. Technische Einsatzleitungen in der Deichverteidigung (TEL/DV) und die Feuerwehreinsatzleitung (FEL) etc.
  • Entsendung von Fachberatern und Verbindungsbeamte in Stäbe anderer Behörden, Ämter und Landkreise z.B. Führungsstab der Polizei, Hafenstab etc.
  • Personalplanungen der BF und FF für verschiedene Schadenslagen
  • Führen von internen Alarmkalendern für Stabspersonal
  • Einsatzplanungen mit allen mitwirkenden Organisationen z.B. Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Deichwacht und Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
  • Auslösen verschiedener Alarmierungssysteme z.B. Sturmflutsirenen, Katwarnsystem etc.

Kontakt zu:

Das Kräftepotenzial

Katastrophenschutztag 2011 Katastrophenschutztag 2011

Mit rund 9.000 Beschäftigten bilden die Kräfte des täglichen Dienstes von Feuerwehr und Polizei die Basis für eine effektive Gefahrenabwehr in der Freien und Hansestadt Hamburg.

Unterstützt werden diese Einsatzkräfte durch Fachleute der anderen Katastrophenschutzbehörden sowie durch ehrenamtliche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren, der Hilfsorganisationen, der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, der Hamburger Deichwacht und der Bundeswehr.

Bis zu 5.500 Ehrenamtliche stehen dem Hamburgischen Katastrophenschutz bei Bedarf zur Verfügung.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind fester und unverzichtbarer Bestandteil der hamburgischen Katastrophenabwehr und in die bestehenden Planungen entsprechend eingebunden.

  • Feuerwehr
  • Berufsfeuerwehr
  • Freiwillige Feuerwehren
  • Arbeiter-Samariter-Bund (ASB)
  • Bezirksämter
  • Polizei
  • Schutzpolizei
  • Wasserschutzpolizei
  • Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG)
  • Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
  • Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH)
  • Malteser Hilfsdienst (MHD)
  • Hamburger Deichwacht
  • Fachbehörden
  • Bundeswehr
  • Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW)

Aufgaben der Einsatzkräfte vor Ort

Das vielfältige Aufgabenspektrum der Einsatzkräfte umfasst:

  • Deichverteidigungsübung Deichverteidigungsübung
    Deichverteidigung
  • Warnung und Information der Bevölkerung
  • Bereitstellung und Betrieb von Notunterkünften
  • Betreuung und Versorgung der Bevölkerung
  • Registrierung
  • Personenauskunft
  • Gesundheitsschutz / Impfungen
  • Retten von Menschen
  • Bergen von Sachen
  • Technische Schadensbekämpfung
  • Brandbekämpfung
  • Messen und Spüren
  • Dekontamination
  • Verkehrslenkung und –regelung
  • Lotsung und Schleusung
  • Ermittlung der Ursachen

Planungen für den konkreten Einzelfall

Auf folgende mögliche Szenarien haben sich die Hamburger Behörden vorbereitet und Richtlinien erstellt, die das Zusammenwirken aller Beteiligten im Ernstfall regeln:

  • ABC-Übung im Elbtunnel ABC-Übung im Elbtunnel
    Sturmflut
  • Ölunfall
  • Notfälle in Betrieben, von deren Anlagen Gefahren ausgehen können (z.B. Raffinerien)
  • Flugunfall
  • Bahnunfall
  • Gentechnik
  • Giftgas
  • Biogefahren

Selbstverständlich können die vorhandenen Planungen für bestimmte Ereignisse nicht alle denkbaren Gefahren abdecken. Sie orientieren sich daher an dem für Hamburg definierten Risikopotenzial und der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens.

Besonders umfassend vorgeplant sind sämtliche Maßnahmen, die im Fall einer Sturmflut von den Katastrophenschutzbehörden zu veranlassen sind. 

Üben für den Ernstfall

Übung der Verletztenversorgung Übung der Verletztenversorgung

Glücklicherweise kommt es im Katastrophenschutz nur selten zu Einsätzen.

Um alle Beteiligten auf mögliche Einsätze vorzubereiten, führt die Behörde für Inneres und Sport regelmäßig Katastrophenschutzübungen durch, bei denen die Übenden die Zusammenarbeit trainieren.

Zugleich dienen die Übungen der Überprüfung vorhandener Planungen auf Zweckmäßigkeit, Vollständigkeit und Handhabbarkeit. Die Übungen finden zum Teil gemeinsam mit anderen Bundesländern statt.

Neben der Behörde für Inneres und Sport führen auch die übrigen Katastrophenschutzbehörden eigenständige Übungen durch. 

Die für den Hochwasserschutz zuständige Behörde* und die hochwassergefährdeten Bezirke üben jährlich im Herbst mit ca. 500 ehrenamtlichen Kräften sämtliche Maßnahmen, die zur Verteidigung und Sicherung der Deiche bei Sturmfluten zu ergreifen sind.

Unter Leitung der Feuerwehr Hamburg finden Übungen z. B. zur Erstversorgung und Dekontamination statt und die Hilfsorganisationen veranstalten eigene Übungen und Schulungen.

* Zuständig für den öffentlichen Hochwasserschutz ist die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Die Aufgaben (Bau, Erhaltung und Verteidigung) werden vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer wahrgenommen. Für den privaten Hochwasserschutz im Hafen ist Hamburg Port Authority Aufsichtsbehörde.

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