Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Erläuterung Jihad

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

arab.: Anstrengung im Glauben

Jihad

Der Kampf für die islamische Sache hatte in der frühen Phase der islamischen Geschichte einen durchaus kriegerischen Charakter, galt es doch, die junge Gemeinde vor äußeren Gegnern zu schützen und den Geltungsbereich der neuen Religion auszuweiten. Im Laufe der Etablierung islamischer Reiche wurde der Begriff dann immer mehr in den Bereich der Ethik verlagert und zu einer friedlichen „Anstrengung im Glauben" umgedeutet. Obgleich die Jihad-Doktrin in der islamischen Geschichte, als Friedensschlüsse mit nichtmuslimischen Herrschern unumgänglich wurden, mehrere Umdeutungen erfahren hat, zeichnet es heutige militante Strömungen aus, dass sie gerade die ursprüngliche kriegerische Bedeutung des Jihad betonen. Muslime, die andere Sichtweisen vertreten und den militanten Jihad ablehnen, werden zu Abtrünnigen erklärt, welche dann wiederum mit dem Jihad bekämpft werden müssten (Takfir-Ideologie). Eine wegweisende Schrift für den militanten Islamismus stellt die Ende der siebziger Jahre erstellte Schrift „al-Jihad - al-Faridha al-Gha`iba“ (Der Jihad - Die absente Pflicht) des damals 27-jährigen Elektroingenieurs Abd al-Salam Fajaj (auch: Farag). Faraj knüpft in seiner Argumentation an Qutb an und erklärt den Jihad gegen abtrünnige Herrscher sowie die Errichtung eines islamischen Staates zu einer religiösen Pflicht.

In den 80er Jahren internationalisierte Abdullah Azzam (1941-1989) den Jihad-Gedanken. Seine zwei einflussreichsten Bücher zu dieser Thematik sind „Die Verteidigung der muslimischen Gebiete ist die oberste Pflicht des einzelnen“ und „Schließ dich der Karawane an“.

Themenübersicht auf hamburg.de

Empfehlungen

Anzeige
Branchenbuch