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Gewaltorientierter Linksextremismus Durchsuchungen bei Mitgliedern des Roten Aufbau Hamburg

Die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes Hamburg hat am Donnerstag, 29. Juni 2017, drei Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und diverse Beweismittel sichergestellt. Hintergrund sind Interviewäußerungen, in denen zwei unter Pseudonymen auftretende Mitglieder der gewaltorientierten linksextremistischen Gruppierung „Roter Aufbau Hamburg“ die Brandstiftungen im Eingangsbereich der Messehallen am 26. November 2016 als notwendig und moralisch gerechtfertigt darstellten und hierdurch ein Anreiz zu weiteren ähnlich gelagerten Taten gesetzt wurde. 

Durchsuchungen bei Mitgliedern des Roten Aufbau Hamburg

Im Rahmen der Ermittlungen der Polizei konnte ein Tatverdacht gegen einen 31-jährigen Deutschen und einen 24-jährigen Deutschen als interviewgebende Personen begründet werden. Aufgrund des Verdachts der Billigung von Straftaten gemäß § 140 StGB erwirkte die Staatsanwaltschaft Hamburg beim Amtsgericht Hamburg Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnanschriften der Tatverdächtigen in Stellingen und Ottensen. Zudem wurde ein Durchsuchungsbeschluss für die Räumlichkeiten eines Vereins in Eimsbüttel erlassen, in denen sich der „Rote Aufbau Hamburg“ regelmäßig trifft.

In allen Objekten wurden nach Polizeiangaben EDV-Geräte, Datenträger und schriftliche Unterlagen zur Durchsicht sichergestellt. Weiter wurden im Rahmen der Durchsuchungen verbotene Pyrotechnik, drei Präzisionsschleudern, diverse Stahlkugeln und zwei Schlagstöcke aufgefunden und beschlagnahmt. Die Ermittlungen dauern an.

(Auf der Basis einer Pressemitteilung der Polizei Hamburg).