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Einbürgerungen 2014 Einbürgerungsbilanz

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Eingebürgerte mit afghanischer Herkunft stellen stärkste Gruppe

Die Zahl der Einbürgerungsanträge und die der Einbürgerungen bewegen sich nach wie vor auf hohem Niveau. Im Jahr 2014 haben 6.839 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit einen Einbürgerungsantrag gestellt, 6.492 wurden eingebürgert.

Einbürgerungsbilanz

Die Entwicklung der letzten Jahre sieht wie folgt aus:

JahrEinbürgerung erfolgtEinbürgerung beantragt
20105.2955.082
20115.6395.249
20125.7367.164
20137.2467.247
20146.4926.839

Insbesondere bei türkischen Staatsangehörigen sind die Anträge auf Einbürgerung zurückgegangen. Als Begründung wird häufig angegeben, dass die Bundesregierung nicht die Hinnahme der Mehrstaatigkeit (doppelte Staatsangehörigkeit) beschlossen, sondern nur die Optionspflicht abgeschafft habe. Zwar konnten in Hamburg 2014 knapp 60% (2013: 57%) der Eingebürgerten ihre bisherige Staatsangehörigkeit behalten, türkische Staatsangehörige konnten davon aber nicht profitieren. Eingebürgerte können ihre angestammte Staatsangehörigkeit z.B. dann behalten, wenn das Recht des Herkunftslandes nicht die Möglichkeit vorsieht, die bisherige Staatsangehörigkeit aufzugeben (als Beispiel: Afghanistan und Iran). Zu den weiteren Bevorrechtigten gehören im Übrigen die meisten Länder der Europäischen Union.

Hauptherkunftsländer:

Spitzenreiter bei den Einbürgerungen sind Menschen mit afghanischer Abstammung, Menschen mit türkischer Herkunft fallen erstmals auf den zweiten Platz zurück, näheres ergibt sich aus der folgenden Übersicht, die nach Jahren gegliedert ist:

Herkunftsland20102011201220132014
Afghanistan1.0097598941.1751.121
Türkei1.1961.4471.3451.344951
Polen223245256441462
Iran505429390502355
Russische Föderation115185283280203

Schnellere Einbürgerung:

Die Bearbeitungsdauer konnte in den vergangenen vier Jahren von durchschnittlich knapp zwölf Monaten auf 5,2 Monate Ende 2014 (2013: knapp 6 Monate) mehr als halbiert werden. Dass die Zahl der vollzogenen Einbürgerungen zurückgegangen ist, ist das Ergebnis der gesunkenen Zahl der Einbürgerungsanträge.

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