Salafisten treten häufiger in der Öffentlichkeit auf Koranverteilung soll „Ungläubige“ zum Islam bekehren

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Koranverteilung soll „Ungläubige“ zum Islam bekehren

Aufsteller mit der Aufschrift - Lies! Im Namen deines Herren, der dich geschaffen hat.

Hamburger Salafisten veranstalten am kommenden Sonnabend, 24. März 2012, bereits zum dritten Mal in diesem Jahr einen Informationsstand, um kostenlose Koranexemplare an Passanten zu verteilen. Sie schließen sich damit der  bundesweiten salafistischen Kampagne „Lies!“ an.

Das islamistisch-salafistische Missionierungsnetzwerk „Die Wahre Religion“ (DWR) des Predigers Ibrahim ABU NAGIE aus Frankfurt/M. verteilt seit Herbst 2011 über sogenannte „Islam-Infotische“ bundesweit kostenlose Koranexemplare. Diese Kampagne unter dem Motto „Lies!“ ist aktueller Ausdruck der offensiven Missionierungsarbeit dieser islamistischen Strömung. Nicht-Muslime sollen auf diesem Weg nicht nur an den Islam herangeführt, sondern gleichzeitig mit der salafistischen Szene in Kontakt gebracht werden. Ziel ist es, Konversionen zum Islam salafistischer Prägung herbeizuführen und damit diese Form des religiös motivierten Extremismus in Deutschland weiter zu verbreiten.

Die Kampagne hat nun auch Hamburg erreicht. Bereits zum dritten Mal beabsichtigen Hamburger Salafisten, am kommenden Sonnabend mit einem Infostand in der Innenstadt und durch die Verteilung von Koranexemplaren ihre Ideologie zu verbreiten. In Hamburg wird die Aktion vom „Deutschsprachigen Islamkreis im Norden e.V.“ (DIIN) organisiert und durchgeführt. Vorsitzender dieses Vereins ist der „Pressesprecher“ der ehemaligen Taiba-Moschee. Diese wurde am 09.08.2010 von der Innenbehörde geschlossen, weil sich die Aktivitäten ihres Trägervereins unter anderem gegen die verfassungsmäßige Ordnung und den Gedanken der Völkerverständigung richteten.

Salafisten orientieren sich an der islamischen Frühzeit. Sie versuchen, ihre religiöse Praxis und Lebensführung ausschließlich an den Prinzipien des Koran und der Prophetentradition (arabisch: Sunna) auszurichten, das heißt, die vom Propheten Muhammad überlieferten Aussagen und Handlungen sind für sie eine in jedem Detail verbindliche Richtschnur. Dabei kommt bei der Bestimmung dessen, was „wahrhaft islamisch“ ist, den sogenannten „rechtschaffenden Altvorderen“ (arabisch: as-salaf as-salih; daher der Begriff Salafismus) eine entscheidende Bedeutung zu. Zu diesen „Altvorderen“ werden nur die drei auf den Propheten folgenden Generationen gezählt.

Salafisten verfolgen das Ziel, Staat, Rechtsordnung und Gesellschaft nach ihrem eigenen Regelwerk, das als „gottgewollte“ Ordnung angesehen und propagiert wird, umzugestalten. Ziel ist ein Gottesstaat, in dem der Wesensgehalt des deutschen Grundgesetzes keinen Platz hätte. So werden Volkssouveränität und durch Menschen gemachte Gesetze als „shirk“ (Götzenglaube) abgelehnt. Bundesweit werden rund 3.800 Personen der salafistischen Strömung zugerechnet, in Hamburg etwa 200. Vom Salafismus gehen auch deshalb besondere Gefahren aus, weil zu dieser Bewegung sogenannte Jihadisten gehören, die den weltweiten bewaffneten Jihad im Sinne der Al-Qaida-Ideologie rechtfertigen. In Hamburg leben derzeit etwa 40 Jihadisten.

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