Warnung vor Teilnahme an Veranstaltungen "Abu Abdullah": Salafistischer Prediger in der As-Sahaba-Moschee aktiv


"Abu Abdullah": Salafistischer Prediger in der As-Sahaba-Moschee aktiv

Hamburger Verfassungsschutz warnt vor der Teilnahme an Veranstaltungen in Barmbeker Moschee

Das Hamburger Landesamt für Verfassungsschutz warnt davor, Veranstaltungen des salafistischen Predigers Baher Ibrahim in der As-Sahaba-Moschee in Barmbek-Nord zu besuchen. Der ägyptische Staatsangehörige Ibrahim, in der Szene „Abu Abdullah“ genannt, gibt nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes seit Wochen regelmäßig Unterricht für Jugendliche und junge Erwachsene.

In seinen Seminaren, die mitunter mehrmals wöchentlich stattfinden, vermeidet Ibrahim zwar strafwürdige Äußerungen und direkte Aufforderungen, nach Syrien oder in den Irak auszureisen. Allerdings spricht er, wenn auch verklausuliert und indirekt, wiederkehrend das Thema Jihad, die „richtige“ Koranauslegung und Lebensweise und ähnliche Fragen an. Bereits vor Weihnachten 2014 informierte das Landesamt die Leitung der Moschee über die Aktivitäten des Salafisten. 

Baher Ibrahim kennt Organisatoren der Koranverteilungs-Stände und hat sie nach eigenen Angaben auch zur Auslegung des Korans unterrichtet. Die Teilnehmerzahl in seinen Schulungen in Barmbek-Nord wächst stetig – so nehmen derzeit etwa 60 junge Männer am Unterricht teil, darunter sind auch Angehörige des salafistischen und des jihadistisch-salafistischen Spektrums. Besucher seines Unterrichts sind zudem an den Koranverteilungs-Aktionen der salafistischen „Lies“-Kampagne in Hamburg beteiligt.

Ibrahim versucht, die Sprache junger Menschen zu sprechen, um die Generation seiner Teilnehmer zu erreichen und für die verfassungsfeindliche Ideologie der Salafisten zu interessieren. In seinem Auftreten im Unterricht ähnelt er ein wenig dem salafistischen Prediger Pierre Vogel, der im Sommer 2014 mit seinem Versuch gescheitert ist, in Hamburg missionarisch aktiv zu werden und Dawa-Arbeit zu betreiben.

Einige Teilnehmer früherer Unterrichte Ibrahims an anderen Orten in Hamburg gehören nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes zu jenen bisher rund 50 Hamburgern, die Deutschland mit dem Ziel Syrien oder Irak verlassen haben. Vor zwei Jahren unterrichtete der 43-jährige Ägypter in einer ehemaligen illegalen Salafisten-Moschee in Wilhelmsburg. Seit mindestens anderthalb Jahrzehnten ist er Teil der islamistischen Szene in Hamburg.

Für Rückfragen:

Landesamt für Verfassungsschutz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Marco Haase
Telefon: 040 / 42 839-2007 (ab 30.01.2015 ab 13 Uhr neue Telefonnummer 040 / 42 839 -7007)

E-Mail: info@verfassungsschutz.hamburg.de

Internet: www.hamburg.de/verfassungsschutz

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