Blick von der Binnenalster in Richtung Jungfernstieg bei Nacht
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Katastrophenschutz Warnkonzept Hamburg

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Zuallererst sind Sie gefragt: Sie haben sich und ihr Eigentum bestmöglich zu schützen und ihre Mitmenschen zu unterstützen (Selbsthilfe der Bevölkerung). Der Katastrophenschutz unterstützt Sie dabei und übernimmt im Rahmen seiner Möglichkeiten die Aufgaben, die Sie nicht alleine bewältigen können. (§ 1 Absatz 3 des Hamburger Katastrophenschutzgesetzes (HmbKatSG).

Achtung. Wichtige Durchsage Achtung. Wichtige Durchsage

Der Hamburger Katastrophenschutz und sein Warnkonzept

Bedeutung der Warnung im Zivil-, Brand- und Katastrophenschutz

Unabhängig von der Art eines Schadensereignisses ist eine rechtzeitige Information und Warnung der Bevölkerung dabei ein wichtiger Baustein im System einer effektiven Gefahrenabwehr und Grundlage für eine erfolgreiche Schadensbewältigung.

Es werden, sofern erforderlich und sinnvoll, alle zur Verfügung stehenden Mittel aktiviert, um möglichst alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Den zuständigen Behörden ist bewusst, dass einzelne Warnmaßnahmen vor Katastrophen bzw. Großschadensereignissen nie die gesamte betroffene Bevölkerung erreichen können. Daher greifen stets mehrere Warnmaßnahmen ineinander. Bei allen Warnungen wird die Bevölkerung stets gebeten, ihre Nachbarn, insbesondere diejenigen, die aufgrund von Behinderungen, Sprachbarrieren oder eingeschränkter Mobilität möglicherweise Unterstützung brauchen, zu informieren, denn in vielen Fällen kennen die Menschen die Problematiken in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft am besten.

Wer warnt Sie?

Der Bund: Die Warnung im Zivilschutzfall ist Aufgabe des Bundes. Dieser ist im Verteidigungsfall zuständig für die Erfassung von Luftkriegsgefahren und großräumigen radiologischen Gefahren. Die Länder warnen dabei im Auftrag des Bundes mit den örtlich vorhandenen Warnmitteln.

Die Bundesländer und Kommunen: Die Warnung im Katastrophenfall oder in sonstigen nichtmilitärischen Gefahrenlagen obliegt den Bundesländern und Kommunen in eigener Zuständigkeit.

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In Hamburg als Stadtstaat übernehmen die Polizei, die Feuerwehr, die Fachbehörden und die Bezirksämter diese Aufgabe.

Erste Maßnahmen

In der Regel sind Polizei und/oder Feuerwehr als erste am Einsatzort. Sie treffen unverzüglich alle Maßnahmen, um die Bevölkerung zu schützen. Die Konzepte für die Warnung der Bevölkerung in Krisensituationen orientieren sich dabei an der konkreten Lage.

Streifenwagen der Polizei sind ausgerüstet mit Lautsprecheranlagen

Im Ereignisfall werden durch das Lagezentrum der Polizei Hamburg bzw. der Leitstelle der Feuerwehr oder durch den Zentralen Katastrophendienststab (ZKD) über das Modulare Warnsystem „MoWaS“ Gefahrenmeldungen verfasst und über ausgewählte Medien veröffentlicht.

Nach Herstellung der Einsatzbereitschaft ihrer Stäbe übernehmen in der Regel das örtlich zuständige Bezirksamt bzw. die zuständige Fachbehörde alle weiterführenden Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Dabei werden sie durch Polizei und Feuerwehr unterstützt.

Warnmeldung, Gefahrenwarnung und vorsorgliche Information

Eine Warnmeldung zu einer Gefahrenlage besteht immer aus einem Hinweis auf die Gefahr, sowie anlassbezogen aus einer Verhaltensanweisung für die Bevölkerung.

Warnungen der Bevölkerung werden über Warnmittel (siehe unten) oder Warnmultiplikatoren - damit sind Radio und TV oder das Internet und soziale Medien gemeint - verbreitet.

Derzeit wird ein dreistufiges Warnsystem verwendet:

  1. Warnstufe 1 - hoch - amtliche Gefahrendurchsage
  2. Warnstufe 2 - mittel - amtliche Gefahrenmitteilung
  3. Warnstufe 3 - niedrig - vorsorgliche Gefahreninformation

Das amtlich weißt darauf hin, dass es sich um eine Warnung handelt, die durch eine dafür zuständige Behörde versendet wurde.

Beispiele für Warnungen sind Großeinsatzlagen, Katastrophen, allgemeine Gefährdungslagen, wie der Ausbreitung einer Schadstoffwolke, Unwettergefahren oder wenn Lebens- oder erhebliche Gesundheitsgefahren für eine größere Gruppe von Personen unmittelbar bevorstehen oder zu befürchten sind und ein kurzfristiges Verhalten der Bevölkerung erreicht werden soll.

Warnmittel

Um einen möglichst hohen Verbreitungsgrad einer Warnmeldung bei der Bevölkerung zu erreichen, wird ein Warnmix bestehend aus unterschiedlichen Warnmitteln angestrebt.

Für die oben genannten Warnzwecke stehen insbesondere folgende Warnmethoden und –systeme in Hamburg zur Verfügung:

  • Böllerschüsse im Hafen und den Randgebieten (bei drohender Sturmflut)
  • Hafennotfunk durch den Hamburger Sturmflutwarndienst (WADI)
  • Lautsprecherwarnungen durch Lautsprecherfahrzeuge
  • lokale, regionale oder überregionale Medien dienen als Warnmultiplikatoren (Rundfunkmeldungen und Videotext, Untertitelungen im laufenden Fernsehprogramm)
  • Sirenen bei einer sehr schweren Sturmflut (nur in den sturmflutgefährdeten Gebieten Hamburgs)
Sirene am Hafen Auf dem Dach des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) befindet sich eine von 135 Sirenen im sturmflutgefährdeten Bereich Hamburgs. Es handelt sich um eine elektronische Hochleistungssirene des Typs ECN 2400 der Firma Hörmann.

  • Warnungen auf das Smartphone (Warn-Apps)
  • digitale Werbeanlagen (public screens)
  • Verbreitung in Sozialen Medien (Polizei, Feuerwehr) oder per Internet über Internetdienstleister (hamburg.de) und über Presseagenturen (dpa, ap),
  • digitale Anzeigetafeln der Deutschen Bahn bzw. des HVV
  • persönliche Aufforderung durch Einsatzkräfte bei Räumungen und Evakuierungen

Über „Warn-Apps“ können sowohl akustische und visuelle als auch mechanische Hinweise (Vibrationsalarm) gegeben werden. Barrierefreiheit wird über Vorlesefunktionen bzw. einfache Symbole und Kartendarstellung gewährleistet. Zusätzlich können von der Behörde für Inneres und Sport, der Pressestelle des Senats sowie von der Betreibergesellschaft auf der Startseite des Stadtportals www.hamburg.de eine grafisch auffällig gestaltete Eilmeldung in roter Schrift oberhalb des Contents im sichtbaren Bereich der Website geschaltet werden. Außerdem informieren Polizei und Feuerwehr lageabhängig über Facebook und Twitter.

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