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Innenstadt Kontorhausviertel

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Mit diesem Projekt soll der öffentliche Raum eines Großteils des Welterbe Kontorhausviertel aufgewertet und teilweise zur Fußgängerzone umgestaltet werden. Eine Initiative für ein Business Improvement District (BID) für den Burchardplatz hat zusammen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen in 2021 einen entsprechenden Realisierungswettbewerb für die Bereiche Kattrepel, Burchardstraße, Burchardplatz, Mohlenhofstraße und den Platz östlich der Spitze des Chilehauses durchgeführt. Im Wettbewerb wurden in einem Ideenteil auch Vorschläge zur Gestaltung der darüber hinaus gehenden Straßenräume erarbeitet, um so ein „Gestaltungsgerüst“ für das Kontorhausviertel insgesamt zu erhalten. Die nördlich angrenzende Steinstraße wird als unabhängiger Planungsraum beurteilt und sollte nur funktional bzw. konzeptionell hinsichtlich der Nord-Süd-Verbindungen für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radfahrerinnen und Radfahrer (Verbindung zwischen Binnenalster und Speicherstadt) berücksichtigt werden. Der Entwurf des Hamburger Büros WES LandschaftsArchitektur wurde am 28. September 2021 unter neun eingereichten Arbeiten aus dem In- und Ausland als Sieger gekürt.

Umgestaltung Burchardplatz Umgestaltung Burchardplatz

Kontorhausviertel

Der gekürte Siegerentwurf sieht bewusst eine Gestaltung des Burchardplatzes als „Frei-Raum“ vor, der den historischen Kontext der Umgebung aufgreift und noch verstärkt. Er bringt die Monumentalität des Kontorhausviertels zur Geltung und hat das übergeordnete Ziel, die historischen Qualitäten der Stadträume aus der Entstehungszeit des Viertels zu stärken und wieder erlebbar zu machen. In klarer Zuordnung und Abfolge befestigter Flächen wird der Ort mit durchgehender Materialität in historischer Anlehnung gestaltet. Der Meßberg soll als Übergang zur HafenCity zur Geltung kommen. Die Umgestaltung des Burchardplatzes zählt zu den Leitprojekten des Senats für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt. Zugrunde liegt das Handlungskonzept Innenstadt.

Mit der Planung wurden WES LandschaftsArchitektur zusammen mit Verkehrsplanungsbüro ARGUS vom federführenden Bezirksamt Hamburg-Mitte und von der BID-Initiative separat beauftragt. Die Planung erfolgt unter regelmäßiger Einbeziehung aller betroffenen Fachbehörden und der BID-Initiative. Die beauftragten Büros erarbeiten zurzeit die eine detaillierte Entwurfsplanung. Neben dem Wettbewerbsergebnis gilt es die Anforderungen unterschiedlicher Stakeholder zusammen zu bringen. Der gebaute Raum – insbesondere unter Beachtung des Welterbes – erfordert eine detaillierte und integrierte Planung des Bereichs unter Berücksichtigung der Maßnahmen im weiteren Umfeld. Die Eigentümerinnen und Eigentümer aller um den Burchardplatz befindlichen Immobilien sind über die BID-Initiative, die durch den potenziellen Aufgabenträger, die Otto Wulff BID Gesellschaft, vertreten wird, intensiv in den Planungsprozess eingebunden. Mit Hilfe des BID wollen sie Teile des Burchardplatzes und die Mohlenhofstraße aufwerten. Dafür sollen rd. 2,2 Mio. Euro für die Planung und den Erwerb höherwertigen Materials verwendet werden.

Der geplante Ausbau großzügiger Nebenflächen ermöglicht eine Belebung der angrenzenden Erdgeschossflächen und fördert die Außengastronomie auf dem Burchardplatz, aber auch in der Burchardstraße und der Mohlenhofstraße. Zudem werden ein Wochenmarkt und unterschiedliche temporäre Veranstaltungen ermöglicht. Die geplanten Wasserspiele am westlichen und östlichen Ende der Burchardstraße werden ein Anziehungspunkt für Kinder und Familien sein. Nach derzeitigem Planungsstand ist vorgesehen, rund 20 Bäume neu anzupflanzen. Abzüglich der notwendigen Fällungen einiger Bäume erhöht sich dadurch die Anzahl der Bäume im Planungsgebiet von 15 auf 27 Bäume. Der Burchardplatz und der Platz östlich der Spitze des Chilehauses sollen eine Fußgängerzone mit attraktiven Sitzmöglichkeiten werden. Für die Straßen soll die Spannseilbeleuchtung erhalten und im Bereich der Plätze sollen Mastleuchten aufgestellt werden. Das gesamte Beleuchtungskonzept ist noch mit dem Lichtbeirat abzustimmen.

Neben der Herstellung der großen Fußgängerzone ist bis auf wenige Ausnahmen die Herausnahme des ruhenden Verkehrs geplant, so dass eine hohe Aufenthaltsqualität generiert wird. Für das Bewohnerparken und das Parken mit Parkschein stehen nach derzeitiger Planung rd. 240 Parkstände zur Verfügung. Die Belieferung ist zu festgelegten Zeit gesichert. Die Ost-West-Verbindung für den Radverkehr erfolgt über die Straße Pumpen.

Nach derzeitigem Planungstand ist für die gestalterischen Umbauten der Baubeginn für Anfang 2024 vorgesehen. Im Jahr zuvor werden bereits die Leitungen erneuert und voraussichtlich die vorhandenen Bodendenkmäler untersucht.

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