Fairer Handel Hamburg ist erneut Fairtrade-Stadt

Hamburg ist erneut Fairtrade-Stadt. Die Hansestadt erhielt die Auszeichnung zum vierten Mal. Somit gehört Hamburg seit Mai 2011 zu den ersten 40 deutschen Städten, die wegen ihres Engagements für den Fairen Handel in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft von TransFair e. V. mit dem weltweit vergebenen Titel einer „Fair Trade Town“ ausgezeichnet wurde. Mittlerweile gibt es in Deutschland rund 600 Fairtrade-Städte. 

Hamburg ist erneut Fairtrade-Stadt

Dieter Overath, Geschäftsführers von TransFair e. V., übergab die neuerliche Auszeichnung Ende Mai 2019 an Staatsrätin Annette Tabbara im Hamburger Rathaus. "Hamburg ist Fair Trade Stadt - wirtschaftlich und politisch. Seit 2011 ist die Auszeichnung Ansporn für den Senat, sich im Dialog mit Wirtschaft und Zivilgesellschaft für fair gehandelte Produkte stark zu machen. Seit 2017 gilt im Hamburgischen Vergabegesetz: Den Vorzug sollen fair gehandelte Produkte erhalten“, betonte die Staatsrätin. 

Nach der feierlichen Übergabe präsentierte Annette Tabbara den neuen „Fairen Stadtplan“ für Hamburg. Dabei trug die Staatsrätin das Hamburger Rathaus gleich in den neuen digitalen Stadtplan ein. Das Rathaus beteiligt sich seit vielen Jahren an der Fair-Trade-Town-Kampagne, und so werden hier bei Sitzungen und Veranstaltungen Kaffee, Tee, Orangensaft und Limonade ausschließlich aus Fairem Handel ausgeschenkt. Mehrere hundert Hamburger Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants, Verarbeitungsbetriebe, Einrichtungen, Vereine und Lernorte, die den Fairen Handel fördern, lassen sich mit dem Fairen Stadtplan lokalisieren. Zudem findet man Einrichtungen und Vereine, die solche Produkte verwenden, und Lernorte, bei denen über die Hintergründe des Fairen Handels informiert wird. 

Fairer Handel

Die Fairtrade-Idee basiert auf den Prinzipien der sozialen, ökonomischen und ökologischen Gerechtigkeit. Produkte, die das Fairtrade-Logo tragen, werden unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt. Die Bauern bekommen Mindestpreise für ihre Waren gezahlt, sodass ihre Existenz gesichert ist. Ausbeutung, Kinderarbeit und Sklaverei sind verboten. Allgemein sollen die Rechte der Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika gestärkt werden, sodass sie selbstbestimmt arbeiten und leben können.

Der Hamburger Senat möchte den Fairen Handel in der Hansestadt fördern. Die Senatskanzlei fungiert gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft als Steuerungsgruppe und koordiniert alle Fairtrade-Aktivitäten in Hamburg. Durch die geografische Lage der Stadt und die Wirtschaft ist Hamburg weltweit vernetzt und trägt somit einen Anteil an der Verantwortung für eine gerechtere Welt. Durch die Auszeichnung als „Fairtrade-Stadt“ ist Hamburg bestärkt, das Thema Fairer Handel und die Verbreitung der Produkte gemeinsam mit Unternehmen und Initiativen weiter voranzubringen. Die Stadt muss einige Kriterien erfüllen, damit sie die Auszeichnung tragen darf.

So dürfen bei Sitzungen und Veranstaltungen im Hamburger Rathaus ausschließlich fair gehandelter Kaffee und Tee serviert werden. In vielen Einzelhandelsgeschäften, Gastronomiebetrieben und in öffentlichen Einrichtungen wie Bildungsstätten und Kirchen werden fair gehandelte Produkte verkauft und verwendet.

Der Verein TransFair e.V. überprüft in regelmäßigen Abständen, ob die Fairtade-Städte in der Welt ihrem Titel weiterhin gerecht werden. Hamburg wird in seinem Ziel, faire Produkte noch stärker in der Stadt anzubieten und das Bewusstsein der Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schärfen, von vielen Akteuren unterstützt. Seit 2006 setzt sich das Aktionsbündnis „hamburg mal fair“ für die Stärkung des Fairen Handels in der Stadt ein. Ziel von „hamburg mal fair“ ist es, ein öffentliches Bewusstsein für mehr Fairness und soziale Gerechtigkeit im Welthandel zu entwickeln. 2010 startete das Projekt „Fairtrade-Stadt Hamburg“, um Politik, Verwaltung und Wirtschaft in ihren Initiativen zum Fairen Handel zu begleiten.

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