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Klimawandel und Umweltschutz – Nachhaltiges Management von Ökosystemen

Sullied Sediments

Viele der europäischen Wasser- und Schifffahrtswege sind durch die Einleitung von Medikamenten und Chemikalien gefährdet, die zwar auf der Beobachtungsliste der Europäischen Union stehen, bislang aber noch nicht durch die Wasserrahmenrichtlinie oder nationale Vorschriften geregelt sind. Medikamente wie Verhütungs-, Desinfektions- und Schmerzmittel enthalten Hormone oder andere Substanzen, die der Natur schaden können. Dennoch werden sie durch uns oder im alltäglichen Gebrauch und durch die Industrie in das Abwasser und so auch in Flüsse und Kanäle geleitet.

Die Betreiber und Verwaltungsbehörden von Wasserstraßen kennen weder die einzelnen Belastungen durch solche Stoffe, deren Quellen noch deren Wirkweisen genau. Bislang fehlt es an den notwendigen Werkzeugen und Methoden, um Sedimente hinsichtlich dieser neun Stoffe zielsicher bewerten zu können.

Im Rahmen von drei Forschungsschwerpunkten will Sullied Sediments neue Instrumente entwickeln und testen, mit denen Sedimente hinsichtlich dieser Chemikalien besser bewertet und behandelt werden können und mit denen eine weitere Einleitung dieser Stoffe vorsorglich reduziert werden kann.

An der Umsetzung des interdisziplinär angelegten Forschungsprojekts, geleitet durch die Universität (Hull in Großbritannien), sind weitere neun Partnereinrichtungen aus der europäischen Nordseeregion beteiligt. Die Untersuchungen werden in den Einzugsgebieten der Flüsse Elbe, Humber und Schelde durchgeführt.

Das Ziel von Sullied Sediments ist es, die Betreiber und Aufsichtsbehörden von Wasserstraßen darin zu unterstützen, bessere Entscheidungen im Rahmen ihres Sedimentmanagements treffen zu können, um dadurch Kosten zu reduzieren und die nachteiligen Auswirkungen dieser Stoffe auf die Umwelt zu verringern.

Ein weiterer Fokus des Projekts ist die Aufklärung und freiwillige Beteiligung von Konsumentinnen und Konsumenten, um so den Eintrag dieser Stoffe in die Umwelt zu vermindern.

Rahmendaten

  • Programm: Interreg V B Nordseeraum
  • Pritorität: Klimawandel und Umweltschutz – Nachhaltiges Management von Ökosystemen
  • Laufzeit: 03.10.2016 – 30.09.2019
  • Teilnehmende Nationen: Belgien, Deutschland, Großbritannien, Niederlande
  • Lead-Partner: University of Hull, Großbritannien
  • Partner aus Hamburg: Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg Port Authority
  • Gesamtbudget: 4.086.628 €
  • Gesamtförderung: 2.043.413 €
  • Hamburgisches Gesamtbudget: 742.665 €
  • EU-Förderung für Hamburg: 371.332,50 €
  • Website: www.northsearegion.eu/sullied-sediments
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