So klappt`s mit der Ausbildung Ausbildungsberufe mit Hauptschulabschluss

Für viele Ausbildungsberufe wird oftmals ein Realschulabschluss oder sogar Abitur gefordert. Dennoch hat man auch mit einem Hauptschulabschluss keine schlechten Karten, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Man sollte allerdings die Unterschiede zwischen den Hauptschulabschlüssen in den verschiedenen Bundesländern kennen. Hier gibt's alle Infos!

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Ausbildungschancen

Übersicht der Hauptschulabschlüsse

Im Allgemeinen bekommt man einen Hauptschulabschluss, wenn man die 9. Klasse mit einem Notendurchschnitt von mindestens 4,0 bestanden hat. 

Es gibt allerdings noch unterschiedliche Hauptschulabschlussvariationen - in Schleswig-Holstein, Thüringen, Bayern, Hessen und Sachsen-Anhalt kann man zusätzlich den qualifizierten Hauptschulabschluss machen, der auf einer freiwilligen Leistungsfeststellung beruht. Mit dem bestandenen Abschluss kann man dann eine Berufsfachschule oder eine Wirtschaftsschule besuchen. Bei einem Notendurchschnitt von mindestens 2,33  in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch darf man sogar in das 10. Schuljahr vorrücken, um dort die Mittlere Reife zu erwerben.

In den Bundesländern Schleswig-Holstein, NRW, Niedersachsen, Bremen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern kann man den erweiterten Hauptschulabschluss nach der 10. Klasse erwerben. Er berechtigt dazu, eine weiterführende Schule, wie die Berufsfachschule unter bestimmten Zugangsvoraussetzungen zu besuchen.

Bewerbungschancen verbessern

Um einen Ausbildungsplatz zu bekommen, ist es von Vorteil einen guten Abschluss zu besitzen. Vor allem die Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathe sind für viele Unternehmen relevant. Bei schlechten Abschlussnoten sollte man jedoch nicht sofort die Flinte ins Korn werfen, denn man kann auch mit einer aussagekräftigen Bewerbung punkten. Eine weitere gute Möglichkeit, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen, ist ein Einstiegspraktikum, bei dem man sein Engagement und sein Können unter Beweis stellen kann. Die Chancen, danach als Azubi übernommen zu werden stehen laut ver.di nicht schlecht und liegen bei circa 70 Prozent.

Weitere Möglichkeiten um eine etwaige Wartezeit zu überbrücken und das Ranking beim Arbeitgeber zu verbessern, sind ein Berufsvorbereitungsjahr oder ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ). Man zeigt Eigeninitiative, soziale Kompetenzen und bekommt Einblicke ins Berufsleben, die auch für die Ausbildung nützlich sein können. Alles Eigenschaften, die bei jedem Arbeitgeber hoch im Kurs stehen.

TIPP: Bei vielen Ausbildungen wird zwar ein Realschulabschluss vom Arbeitgeber gefordert, rechtlich ist aber zumeist kein bestimmter Schulabschluss vorgegeben. Man hat daher sogar auch hier mit einer sehr aussagekräftigen Bewerbung und etwas Glück erfolgreich sein.

Wie man mit der Bewerbung auf ganzer Linie überzeugen kann, können Sie in den Artikeln zum perfekten Bewerbungsschreiben nachlesen! Viel Erfolg!