Elternzeit und Mutterschutz Holen Sie sich die Unterstützung, die Ihnen zusteht

Mutterschutz, Elternzeit und Elterngeld - der deutsche Gesetzgeber in Deutschland räumt Müttern und Vätern in vielerlei Hinsicht besondere Rechte ein. Informieren Sie sich am besten frühzeitig, dann steht der freudigen Ankunft von Tochter oder Sohn wenig Bürokratisches im Wege. 

Zwei Kinder liegen auf dem Sofa Wussten Sie, dass Elterngeld und ElterngeldPlus einen Geschwisterbonus für Geschwisterkinder vorsehen? 

Mutterschutz, Elternzeit, Elterngeld


Darauf sollten Sie achten:

  • Informieren Sie sich frühzeitig über Ihre Rechte als werdene Mutter und Mutter. 
  • Beantragen Sie spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit bei Ihrem Arbeitgeber Elternzeit. 
  • Informieren Sie sich frühzeitig über Elterngeld und ElterngeldPlus und nutzen Sie das Beratungsangebot. 

Mutterschutz zum Wohle von Mutter und Kind

Für die meisten Mütter und Väter sind die Monate der Schwangerschaft, die Geburt und die ersten Lebensmonate der Tochter oder des Sohns eine ganz besondere Zeit, die lange in Erinnerung bleibt und deren Gelingen durchaus Auswirkungen auf die Biografie des Nachkömmlings haben kann. An einem guten Start ins Leben ist nicht nur den Eltern gelegen, auch der deutsche Staat bietet Unterstützung an: mit dem Mutterschutzgesetz sind zum Wohl vom Mutter und Kind eine ganze Reihe von Richtlinien implementiert, die Beschäftigungsbeschränkungen, Schutzfristen vor und nach der Geburt, Stillzeiten, Kündigungsschutz, den Urlaubsanspruch und andere wichtige Fragen betreffen. 

Welche Rechte Sie als werdende Mutter und Mutter haben und wer Sie in Ihren Rechten unterstützt, erfahren Sie ausführlich auf diesen Portalseiten der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg und auf diesen Seiten des Familienwegweisers des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Hier finden Sie auch ausführliche Broschüren zum Download, die Sie sich in aller Ruhe lesen können. 

Elternzeit zum Wohle der Familie

Mit dem Recht auf Elternzeit – in anderen europäischen Ländern auch "Elternurlaub" genannt – unterstützt der Staat berufstätige Mütter und Väter, die ihr Kind nach der Geburt selbst betreuen und ein Auszeit vom Job nehmen möchten. Bis zum dritten Geburtstag des Kindes hat jedes Elternteil Anspruch auf 36 Monate Elternzeit. Elternzeit können Sie unabhängig vom Elterngeld beantragen. Spätestens sieben Wochen vor Beginn der Elternzeit sollten Sie Ihren Arbeitgeber informieren und verbindlich erklären, in welchen Monaten innerhalb von zwei Jahren Sie Elternzeit nehmen möchten. EhepartnerInnen oder eingetragene LebenspartnerInnen, die ein nicht-leibliches Kind nach der Geburt betreuen, können ebenfalls Elternzeit beantragen. Unter besonderen Umständen haben auch Verwandte bis zum dritten Grad, zum Beispiel Großeltern, Tanten oder Geschwister, Anspruch auf Elternzeit. Sollten Sie in einem Ausbildungsverhältnis stehen oder sich in einem Studium befinden, steht Ihnen ebenfalls rechtlich Elternzeit zu.

In Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten haben Sie, wenn alle Bedingungen des Teil- und Befristungsgesetzes erfüllt sind, Anspruch auf eine Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit. Sprechen Sie diese Möglichkeit am besten frühzeitig bei Ihrem Arbeitgeber an. Mit einer Beschäftigung bis zu 30 Stunden in der Woche lässt sich Beruf und Familie am besten vereinbaren. Zudem erleichtert eine Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit den Wiedereinstieg in den Beruf in Vollzeit nach der Elternzeit. 

Welche Rechte Sie als Elternteil in Anspruch nehmen können, erfahren Sie auf diesen Portalseiten der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg oder auf diesen Seiten des Familienwegweisers des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 

Elterngeld und ElterngeldPlus zum Wohle von Beruf und Familie 

Wie nun das entfallende Einkommen während der Elternzeit ersetzen? Der deutsche Staat sieht dafür das Elterngeld und das ElterngeldPlus vor. Anspruch auf Elterngeld und ElternGeldPlus habe alle Mütter und Väter mit Wohnsitz in Deutschland, die ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen, deren Kinder mit ihnen in einem Haushalt leben und die nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig sind. Anspruch auf Elterngeld haben nicht nur ArbeitnehmerInnen, sondern auch Selbständige, BeamtInnen, Studierende, Azubis und Erwerbslose

Sollten Sie als Elternpaar im Kalenderjahr vor der Geburt über ein zu versteuerndes Einkommen von 500.000 Euro oder als Alleinerziehende über ein zu versteuerndes Einkommen von über 250.000 Euros verfügt haben, haben Sie keinen Anspruch auf Elterngeld oder ElterngeldPlus. 

Ein Elternteil kann für mindestens zwei Monate und höchstens zwölf Monate Elterngeld in Anspruch nehmen. Weitere zwei Monate Elterngeld stehen einem Elternpaar zu, wenn beide zur selben Zeit Elterngeld beziehen. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem zu berücksichtigenden Nettoeinkommen vor der Geburt. Für weiterführende Informationen und Beispiele zur Berechnung des Elterngeldes schauen Sie bitte in die Broschüre "Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Hier finden Sie auch Informationen für ausländische Eltern. 

Das ElterngeldPlus, das seit dem 1.1.2005 in Kraft ist, bemüht sich in besonderem Maße um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und richtet sich an Mütter und Väter, die während der Elternzeit einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen. In diesem Fall verdoppelt sich die Anzahl der Elterngeld-Monate: aus einem Elterngeld-Monat werden zwei ElterngeldPlus-Monate. Arbeiten beide Elternteile im Anschluss an die ElterngeldPlus-Monate vier Monate gemeinsam in Teilzeit, stehen ihnen vier weitere Monate ElterngeldPlus zu. Unter bestimmten Umständen können auch Alleinerziehende diesen "Partnerschaftsbonus" in Anspruch nehmen. 

Bitte informieren Sie sich frühzeitig über Ihre Rechte und nutzen Sie auch die Beratung der Elterngeldstellen. An welche Elterngeldstelle Sie sich wenden müssen, erfahren Sie im Behördenfinder. Weitere Informationen zu Elterngeld und ElterngeldPlus finden Sie auf dieser Portalseite des Familienwegweisers Hamburg.

Beim Familienwegweiser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finden Sie zudem gut aufbereitete und ausführliche Informationen zu vielen Themen, die für Sie und Ihre Lieben – groß und klein – jetzt und in Zukunft wichtig sind. 

Wir wünschen Ihnen alles Gute, Gesundheit und Glück! 

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