Jugendberufsagentur Dritter Standort der Jugendberufsagentur eröffnet

Symbol für Leichte Sprache
Leichte Sprache
Symbol für Gebärdensprache
Gebärdensprache
Vorlesen
Symbol für Drucken
Drucken
Artikel teilen
Danke für Ihr Interesse!

Ich wünsche eine Übersetzung in:

Scheele setzt sich für persönliches Coaching für Auszubildende ein

Am heutigen Freitag hat Sozial- und Arbeitssenator Detlef Scheele gemeinsam mit Sönke Fock, dem Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Hamburg und Friedhelm Siepe, dem Geschäftsführer von Jobcenter team.arbeit.hamburg, den Standort der Jugendberufsagentur Hamburg in Hamburg-Nord eröffnet.

Dritter Standort der Jugendberufsagentur eröffnet

Jugendberufsagentur Hamburg

Damit gibt es neben den beiden Standorten in Hamburg-Mitte und Harburg einen weiteren neuen Standort, an dem Hamburger Jugendliche die Beratungsangebote der Agentur für Arbeit, vom Jobcenter team.arbeit.hamburg, des Bezirks und des Hamburger Instituts für berufliche Bildung (HIBB) unter einem Dach finden.

Weitere Standorte sind bis Ende 2014 geplant, um den Übergang von der Schule in den Beruf weiter zu verbessern.

„Ich freue mich, dass Hamburg als erstes Bundesland vor einem halben Jahr flächendeckend eine Jugendberufsagentur eingerichtet hat, um junge Menschen zuverlässig und gezielt in Ausbildung und Arbeit zu vermitteln“, betonte Sozial- und Arbeitssenator Detlef Scheele. „Mit persönlichen Coachings wollen wir insbesondere die Potentiale der Auszubildenden künftig noch stärker ausschöpfen, damit diese ihre Ausbildung nicht abbrechen. Dafür führen wir ein neues arbeitsmarktpolitisches Instrument ein.“

„Das wichtigste Ziel aller Partner ist es, jungen Berufseinsteigern passende Ausbildungsstellen anzubieten. Dies muss am Übergang Schule - Ausbildungsbetrieb nahtlos, aber sorgfältig vorbereitet geschehen“, sagte Sönke Fock, der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Hamburg. „Und,  je eher der erforderliche Orientierungs- und Berufswahlprozess in den Schulen beginnt, desto zukunftsfähiger entwickelt sich unsere Gesellschaft insgesamt, denn Schul- und Berufsausbildung sind der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.“

„Hamburg ist hier mit der Jugendberufsagentur und der Unterstützung der Schulen auf einem guten Weg “, so Fock weiter. Dennoch stellen wir fest, dass ein Großteil der Schüler viel zu spät agiert und sich viel zu spät als Ausbildungsbewerber registrieren lässt. Damit berauben sie sich großartigen Ausbildungsangeboten der Hamburger Wirtschaft! Wichtig sind uns aber auch die jungen Hamburger unter 25 Jahren, die zunächst keinen direkten Zugang in eine Ausbildung bekommen konnten. Durch die Jugendberufsagentur bekommen sie eine berufliche Perspektive, die ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben ermöglicht.“

„Mit der Einrichtung einer Jugendberufsagentur ist Hamburg einen großen Schritt bei der ganzheitlichen Unterstützung in Richtung Ausbildung junger Menschen gegangen“, resümierte Friedhelm Siepe, Geschäftsführer von Jobcenter team.arbeit.hamburg. „Wir helfen ihnen dabei, ihre Chancen zu erkennen und unterstützen sie dabei, diese auch zu ergreifen. Die Jugendberufsagentur ist mit der Vernetzung aller staatlichen Partner inzwischen auch für andere Bundesländer ein Modell und sogar für das Ausland von Interesse.“

Halbjahresbilanz

Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Ämter und Behörden hat dazu geführt, dass die Jugendliche erfolgreich und zügig vor Ort beraten werden – häufig über mehrere Rechtskreise hinweg, von der Jugendhilfe bis zum Arbeitslosengeld.

Monatlich suchen derzeit etwa 3.000 Jugendliche an den beiden Standorten Hamburg-Mitte und Harburg den Kontakt zu den Berufsberatern.

Neues arbeitsmarktpolitisches Instrument abH plus

Scheele kündigte das neue arbeitsmarktpolitische Instrument der ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH plus) an.  Mit diesem Instrument will die Sozialbehörde in Kooperation mit der Arbeitsagentur ihre Arbeitsmarktprogramme künftig stärker auf die direkte Integration in die Betriebe ausrichten. Jugendliche, die dabei Unterstützung benötigen, werden begleitet und - wenn das notwendig ist- entsprechend qualifiziert. Damit unterstützt die Behörde vor allem die Betriebe, die absehbar Schwierigkeiten haben, ihre Ausbildungsstellen zu besetzen und Fachkräfte zu rekrutieren. Am meisten profitieren jedoch die Jugendlichen selbst davon. Dieses persönliche, individuell angepasste Coaching soll verhindern, dass die Jugendlichen beispielweise nach einem Streit mit ihrem Meister oder ihrer Ausbilderin ihre Ausbildung abbrechen.

Informationen und Beratung

Interessierte junge Menschen unter 25 Jahren können sich im Internet unter www.hamburg.de/jugendberufsagentur über das Angebot der neuen Jugendberufsagentur informieren.

Telefonisch erreichen sie die Jugendberufsagentur derzeit über vier verschiedene Telefonnummern, je nachdem mit welchem Anliegen sie schwerpunktmäßig an die Jugendberufsagentur herantreten möchten.

Da die Beratung unter einem Dach stattfindet, spielt es grundsätzlich keine Rolle, welche Nummer sie wählen, alle vier Partner haben ein offenes Ohr für die Anliegen der jungen Menschen und sind eng miteinander vernetzt. 

Kontaktdaten zur Jugendberufsagentur

Agentur für Arbeit Hamburg: 01801 555111

Jobcenter team.arbeit.hamburg: 040 2485 1999

Bezirksamt Mitte: 040 42812 -1311 /-1310

Bezirksamt Harburg: 040 42812 -1375 / -1376

Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB):

040 42812-1315 (Mitte) / 040 42812-1371 (Harburg)

Hintergrund

Auf Bundesebene haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit der Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2010 eine Vereinbarung mit dem Ziel getroffen, die berufliche Integration junger Menschen in Ausbildung zu erhöhen, um die Jugendarbeitslosigkeit zu senken.

Hierzu soll bundesweit die Zusammenarbeit zwischen den Rechtskreisen des Sozialgesetzbuches (SGB) II, III und VIII verbessert werden. Hamburg wurde im Januar 2011 als eine von 20 Modellregionen ausgewählt, um diese Zusammenarbeit praktisch umzusetzen.

Hamburg ist das erste Bundesland, das eine Jugendberufsagentur gründet. Sie steht unter dem übergeordneten Ziel gründet, dass niemand verloren gehen darf.

Die Jugendberufsagentur Hamburg ist keine neue Institution. Alle Partner agieren in ihrer Verantwortlichkeit eigenständig weiter, wie bisher auch.

 

Rückfragen der Medien

Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Pressestelle | Nicole Serocka
Tel.: +49 40 42863 – 2889
pressestelle@basfi.hamburg.de

 

Agentur für Arbeit Hamburg
Pressestelle | Knut Böhrnsen
Tel.: +49 40 2485 – 2230
hamburg.pressemarketing@arbeitsagentur.de

 

Jobcenter team.arbeit.hamburg
Pressestelle | Heike Böttger
Tel.: +49 40 60098 – 104
Heike.Boettger@jobcenter-ge.de

Danke für Ihr Interesse!

Ich wünsche eine Übersetzung in: