Symbol

Senatsbeschluss Hamburg baut den offenen Strafvollzug aus

Symbol für keine Leichte Sprache verfügbar
Leichte Sprache
Symbol für keine Gebärdensprache verfügbar
Gebärdensprache
Vorlesen
Symbol für Drucken
Drucken
Artikel teilen

Senat bringt Ausbau und Modernisierung der Justizvollzugsanstalt Glasmoor auf den Weg.

Gebäudeteil der Justizvollzugsanstalt Glasmoor

Hamburg baut den offenen Strafvollzug aus

Offener Strafvollzug ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Resozialisierung. Gefangene können so bereits aus der Haft einer regulären Arbeit nachgehen und soziale Kontakte pflegen. Der Übergang von Haft in Freiheit ist fließend, so dass das sogenannte "Entlassungsloch" nach der Haft und damit die Gefahr einer erneuten Straffälligkeit verringert werden kann.

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Glasmoor bietet 190 Haftplätze für den offenen Vollzug in Hamburg an. Der Senat hat nun die Fortsetzung der Sanierung der Anstalt sowie des Ausbaus um weitere 41 Plätze beschlossen. 

Justizsenator Dr. Till Steffen sagt dazu: „Resozialisierung ist der beste Opferschutz. Der offene Vollzug ist ein elementarer Teil der Wiedereingliederung in ein straffreies Leben. Im Zuge der Kooperationsprüfung mit Schleswig-Holstein haben wir auch den Bedarf an Haftplätzen in der JVA Glasmoor untersucht. Danach brauchen wir für unsere Hamburger Inhaftierten in jedem Fall ein größeres Angebot. Zudem sind die baulichen Gegebenheiten wie Saalunterbringung mit bis zu acht Gefangenen mit einem zeitgemäßen Justizvollzug in Hamburg nicht mehr vereinbar. Wir wollen den offenen Vollzug modernisieren, um die Inhaftierten bei ihren Schritten in ein straffreies Leben bestmöglich zu unterstützen.“ 

Bereits in der 20. Legislaturperiode waren eine Weiterentwicklung des offenen Vollzuges für erwachsene männliche Strafgefangene in der JVA Glasmoor durch den Ausbau der Haftplätze von jetzt 190 auf 231 Haftplätze sowie notwendige Sanierungsarbeiten vorgesehen. Dafür wurden Mittel in Höhe von 16.942.000 Euro von der Bürgerschaft bewilligt. Nach Berücksichtigung der Grundsätze des kostenstabilen Bauens und einer Fortschreibung der Planung haben sich im vergangenen Jahr Mehrkosten von rund 16.700.000 Euro gegenüber der ursprünglichen Planung ergeben. 

Im Zusammenhang mit der Aktualisierung der Planungen wurde der Haftplatz-Bedarf auch mit Blick auf eine mögliche Kooperation im Strafvollzug mit Schleswig-Holstein untersucht. Diese Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass im Hamburger Vollzug auch ohne eine mögliche Kooperation mit Schleswig-Holstein der Bedarf an offenen Plätzen groß ist. Daher können Ausbau und Sanierung der JVA Glasmoor nun umgesetzt werden.

Ich wünsche eine Übersetzung in:
Danke für Ihr Interesse!

Kontakt

Dr. Marayke Frantzen

Pressesprecherin

Empfehlungen