Justizbehörde

Resozialisierungsgesetz Mehr Verantwortung wird durch Stellenhebungen anerkannt

Ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Resozialisierung von Straffälligen ist die Arbeit in den Vollzugsanstalten. Mit Inkrafttreten des Resozialisierungsgesetzes am 1. Januar 2019 werden die Anforderungen an die Arbeit im Vollzug höher, deswegen macht der Senat nun den Weg frei für über dreißig Beförderungen.

Mehr Verantwortung wird durch Stellenhebungen anerkannt

Justizsenator Dr. Till Steffen sagt dazu: „Unser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vollzug haben weit mehr als nur eine Schlüsselfunktion. Sie sind erste Ansprechpartner für die Gefangenen und bereiten sie auf das Leben nach der Haft vor. Dazu gehört eine Menge Motivationsarbeit und Verantwortung gegenüber den Gefangenen. Mit den Stellenhebungen erkennt der Senat die wertvolle Arbeit an, die der Vollzug für die Gesellschaft leistet. Denn erfolgreiche Resozialisierung zahlt sich in mehr Sicherheit für unsere Stadt aus.“

Das Resozialisierungsgesetz macht Hamburg zum Vorreiter. Künftig haben die Insassen einen Rechtsanspruch auf einen Eingliederungsplan. Das ist bundesweit einmalig. Zudem werden in Hamburg stationäre und ambulante Maßnahmen zur Resozialisierung stärker verknüpft. Das neue Übergangsmanagement beginnt für die Gefangenen sechs Monate vor der Haftentlassung und wird danach bis zu sechs Monate fortgeführt. Ziel des Resozialisierungsgesetzes ist es, die Rückfallquote zu verringern und die Gefangenen besser auf ihrem Weg in ein straffreies Leben zu unterstützen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vollzug werden sich in der Zeit des Übergangsmanagement in Fallkonferenzen mit freien Trägern, der Fachstelle für Übergangsmanagement und den Klientinnen und Klienten koordinieren, um gemeinsam einen individuellen Plan zur Eingliederung auszuarbeiten. Das Hilfsangebot reicht dabei unter anderem von der Suchtberatung, über Qualifikation bis hin zur Suche von Arbeit und Wohnung. Die Vollzugsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sollen die Gefangenen zur Mitarbeit motivieren, um damit die Aussicht auf ihre erfolgreiche Resozialisierung zu erhöhen. Dieser Aufgabenzuwachs soll nach dem Beschluss des Senats durch Stellenhebungen ausgeglichen werden.

Insgesamt sollen 33 Stellenhebungen vollzogen werden, die ab dem 1. Januar 2019 wirksam werden. Die Kosten dafür belaufen sich im Jahr 2019 auf 370.000 Euro. Die Bürgerschaft muss der Drucksache noch zustimmen.