Justizbehörde

Begrüßung und Verabschiedung 84 neue Auszubildende in 2018 für den AVD

Der vierte und letzte Jahrgang aus diesem Jahr beschert dem Allgemeinen Vollzugsdienst (AVD) mit 84 Auszubildenden einen neuen Ausbildungsrekord. 17 Anwärterinnen und Anwärter beginnen den neuen Lehrgang 4/18.

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84 neue Auszubildende in 2018 für den AVD

Wo die einen erst einsteigen, geht für die anderen eine (Ausbildungs-)Reise zu Ende. Die insgesamt 21 Teilnehmerinnen (4) und Teilnehmer (17) des Lehrgangs 4/16 steigen ins Berufsleben ein. Im Rahmen eines Festaktes begrüßt Justizsenator Dr. Till Steffen gleichzeitig auch die neuen Anwärterinnen (5) und Anwärter (12) und hebt in seinem Grußwort hervor: „In erster Linie haben Sie sich für einen sozialen Beruf entschieden, und zwar für einen ganz besonderen. Sie brauchen Menschenkenntnis und Empathie auf der einen, Durchsetzungskraft und eine starke Persönlichkeit auf der anderen Seite. Und für den Notfall müssen sie auch die Kunst der Selbstverteidigung beherrschen. So einen einzigartigen Beruf hat sonst wohl kaum jemand!“

Ausbildungsoffensive wirkt

67 neue Auszubildende – so hieß die Statistik Ende 2017. 2018 sind es noch einmal 17 Auszubildende mehr. Mehr Personal heißt mehr Möglichkeiten auf die Gefangenen einzugehen und sie individuell zu fördern. Durch das ab 2019 in Kraft tretende Hamburgische Resozialisierungs- und Opferhilfegesetz (ResOG) wird auch nach der Haft keine Inhaftierte/kein Inhaftierter alleine gelassen. Die Umsetzung des ResOG und die Verzahnung mit dem AVD ist Dr. Till Steffen sehr wichtig: „In unserem Rechtsstaat, in unserer Demokratie ist es unsere Pflicht, niemanden aufzugeben. Resozialisierung trägt einen erheblichen Teil dazu bei, Kriminalität zu senken und damit Opfer zu schützen und Straftaten zu verhindern. Als Behörde arbeiten wir daran, die Rahmenbedingungen für Ihre Arbeit im Vollzug zu verbessern.“

Informationen zur Ausbildung

Die Justizbehörde nimmt das ganze Jahr über Bewerbungen für den Allgemeinen Vollzugsdienst entgegen. Die Anzahl der Lehrgänge orientiert sich an der Zahl der geeigneten Bewerberinnen und Bewerber. Mit fast 1.000 Bediensteten ist der Allgemeine Vollzugsdienst die größte Berufsgruppe und eine tragende Säule des Justizvollzugs. Die Ausbildung gliedert sich in einen zehnmonatigen Theorieteil in der Justizvollzugsschule und einen 14-monatigen Praxisteil in den Anstalten. Während der Ausbildung sind die Anwärterinnen und Anwärter Beamte auf Widerruf und erhalten eine Vergütung von rund 1.750 Euro brutto. Nach erfolgreichem Bestehen der Ausbildung werden sie in der Regel übernommen und nach einer Probezeit von drei Jahren zu Beamtinnen und Beamten auf Lebenszeit ernannt. Der Eintritt in den Ruhestand erfolgt bereits mit 60 Jahren.

An der Justizvollzugsschule werden neben den rechtlichen Grundlagen unter anderem die Fächer Psychologie, Vollzugsberufskunde und Pädagogik unterrichtet. Die Einstellungskriterien und Bewerbungsunterlagen finden Bewerberinnen und Bewerber auf den Internetseiten der Justizbehörde: http://www.hamburg.de/justizbehoerde/ausbildung-studium/3648784/justizvollzug-ausbildung/