Verbesserung der Personalsituation Ausbildungsinitiative zeigt Erfolge

Die Ausbildungsinitiative im Hamburgischen Vollzug entlastet die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vollzug nachweislich. Die Fehlzeitenquote ist auf niedrigsten Stand seit 2011. Immer mehr Auszubildende entscheiden sich für den Justizvollzug und bewirken eine Trendwende der Mitarbeiterzahlen und eine nachhaltige Verbesserung der Personalsituation.

Justizfamilie Circa 300 junge Frauen und Männer absolvieren derzeit eine Ausbildung in der Justizfamilie und verstärken die Personaloffensive der Justizbehörde.

Ausbildungsinitiative zeigt Erfolge

Justizsenator Dr. Till Steffen: "Ich freue mich, dass sich viele junge Menschen für eine Ausbildung im Justizvollzugsdienst entscheiden. Das zeigt, dass die Hamburger Justiz ein attraktiver Arbeitgeber bleibt. Hierfür haben wir das Aufstiegsangebot durch ein Bachelor-Studium ergänzt. Gleichzeitig verfolgen wir weiterhin die Ausbildung von Justizvollzugsbeamtinnen und Justizvollzugsbeamten mit Nachdruck. Wir sind zuversichtlich, dass wir für den Generationenwechsel gewappnet sind. Dank der gestiegenen Auszubildendenzahlen konnte die Arbeitsbelastung der Belegschaft im Justizvollzug reduziert werden, was sich an den deutlich reduzierten Fehlzeiten ablesen lässt. Hier haben wir den niedrigsten Wert seit 2011. Wir arbeiten daran, dass sich dieser Trend fortsetzt."

Die Fehlzeitenquote in den Jugendvollzugsanstalten hat sich mit durchschnittlich 11,5% deutlich reduziert und liegt somit auf dem niedrigsten Wert seit der Aufzeichnung in 2011. Dies ist ein positives Signal für die Reduzierung der Arbeitsbelastung in den Justizvollzugsanstalten.

Durch die guten Auszubildendenzahlen stehen dem Justizvollzug mehr neue Bedienstete zur Verfügung als in den wohl verdienten Ruhestand versetzt werden. Diese Trendwende zeigt, dass der richtige Weg eingeschlagen wurde den Generationswechsel zu bewältigen und freie Stellen zu besetzen. Dennoch sind hier noch weitere Anstrengungen notwendig.

Im September 2019 startet die erste prüfungsgebundene Aufstiegsmaßnahme über einen Bachelor-Studiengang an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg für Angehörige des Allgemeinen Vollzugsdienstes. Dieses Angebot wollen wir in den kommenden Jahren noch ausbauen.

Hintergrund

Die Ausbildung zur Justizvollzugsbeamtin und zum Justizvollzugsbeamten startet alle drei Monate in der Justizvollzugschule in Hamburg. Die Ausbildung dauert insgesamt 2 Jahre und qualifiziert die Auszubildenden für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe eins der Fachrichtung Justiz.

Ab September 2019 werden zweijährig bis zu 4 Plätze für den Bachelor Studiengang Public Management an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg für Angehörige des Allgemeinen Vollzugsdienstes angestrebt. Dieses Angebot richtet sich an Beamtinnen und Beamte sowie Angestellte des öffentlichen Dienstes im Justizvollzug. Der Studiengang qualifiziert die Absolventinnen und Absolventen für Positionen mit Leitungsfunktionen.

Kontakt

Marion A. Klabunde

Pressesprecherin

Freie und Hansestadt Hamburg
Justizbehörde
Pressestelle
Drehbahn 36
20354 Hamburg
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