Begrüßung und Verabschiedung Allgemeiner Vollzugsdienst: So viele Einstellungen wie noch nie

Zwei Jahre wieder die Schulbank drücken heißt es bereits zum dritten Mal in diesem Jahr für die neuen Anwärterinnen und Anwärter des Allgemeinen Vollzugsdienstes (AVD). Für 25 Frauen und Männer beginnt ein neuer Lebensabschnitt - 22 Absolventinnen und Absolventen feiern gleichzeitig den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung.

Allgemeiner Vollzugsdienst (AVD): So viele Einstellungen wie noch nie

Die Ausbildungsoffensive der Justizbehörde und der damit verbundene größte Personalaufbau seit 20 Jahren trägt auch im fünften Jahr der aktuellen Amtszeit von Justizsenator Dr. Till Steffen weiter Früchte. Sechs Frauen und 19 Männer beginnen beim Lehrgang 3/19 ihre zweijährige Ausbildung. Damit steigt die Zahl der diesjährigen Anwärterinnen und Anwärter auf aktuell 72 – ein neuer Bestwert nach drei Lehrgängen. Zum Vergleich: Im letzten Jahr waren es zum selben Zeitpunkt  67 Anwärterinnen und Anwärter.

Vielfältige Erfahrung für den AVD

Das Besondere der AVD Ausbildung ist, dass sie keine Erstausbildung ist und die Anwärterinnen und Anwärter Erfahrungen aus anderen Berufen mitbringen. Im aktuellen Jahrgang erstrecken sie sich von handwerklichen und kaufmännischen Berufen über die Bundeswehr bis hin zur Sport- bzw. Fitnessbranche. Diese Erfahrungen und Vielfalt begrüßt Justizsenator Dr. Till Steffen beim breiten Aufgabenspektrum des AVD: „Für das, was der Allgemeine Vollzugsdienst leistet, brauchen Sie nicht nur gutes Fachwissen, sondern auch eine ausgereifte, starke Persönlichkeit und viel Lebenserfahrung. Aus diesem Grund haben Sie alle vor Ihrer Ausbildung einen Beruf erlernt. Viele haben bereits langjährige Berufserfahrung, eine eigene Familie und schon manche Herausforderungen im Leben gemeistert. Sie wissen, worauf es ankommt! All dies sind gute Voraussetzungen, um Verantwortung zu übernehmen für Gefangene und für die Gesellschaft.“

Immer mehr Auszubildende

Am Anfang der Legislaturperiode im Jahr 2015 wurden in der Justizvollzugsschule 107 Anwärterinnen und Anwärter ausgebildet, aktuell sind es acht Lehrgänge mit 173 Anwärterinnen und Anwärtern – ein Zuwachs von mehr als 60 Prozent. Auch beim Anteil der Frauen gibt es im Verlauf der Legislaturperiode einen Anstieg zu verzeichnen: von 20 auf 25 Prozent.

Hintergrundinformationen

Bewerbungen für den Allgemeinen Vollzugsdienst werden das ganze Jahr über entgegengenommen. Die Ausbildung gliedert sich in einen zehnmonatigen Theorieteil in der Justizvollzugsschule und einen 14-monatigen Praxisteil in den Anstalten. Während der Ausbildung sind die Anwärterinnen und Anwärter Beamte auf Widerruf und erhalten eine Vergütung von rund 1.750 Euro brutto. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung werden sie in der Regel übernommen und nach einer Probezeit von drei Jahren zu Beamtinnen und Beamten auf Lebenszeit ernannt. Der Eintritt in den Ruhestand erfolgt mit 60 Jahren.

An der Justizvollzugsschule werden neben den rechtlichen Grundlagen unter anderem Psychologie, Vollzugsberufskunde, Pädagogik und Selbstverteidigung unterrichtet. Die Einstellungskriterien und Bewerbungsunterlagen finden Bewerberinnen und Bewerber unter:
www.hamburg.de/ausbildung-justizvollzug

Kontakt

Marion A. Klabunde

Pressesprecherin

Freie und Hansestadt Hamburg
Justizbehörde
Pressestelle
Drehbahn 36
20354 Hamburg
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