Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

„Ich habe nur gehört, wie es fürchterlich krachte“, „Bus rammt S-Bahn, 54 Verletzte.“

Das waren die Schlagzeilen am 4. Dezember 2009 morgens in den Zeitungen. In den Nachrichten wurde schon am Abend über diesen Unfall berichtet. Was war passiert?

Krankenhausübung im Asklepios Westklinikum

 „Am Abend des 3. Dezembers 2009 rammt gegen 18:30 Uhr die S-Bahn nach Wedel auf dem Bahnübergang Sieversstücken einen Bus der Linie 61. Es gab 54 Verletzte und auch unverletzte Personen. Die Unfallursache ist noch ungeklärt.

Ganz in der Nähe liegt das Asklepios Westklinikum Hamburg, ein Krankenhaus, das auf die gleichzeitige Behandlung von vielen Verletzten eingerichtet ist. So gelang es der Hamburger Feuerwehr, von diesen 54 verletzten Personen 40 Personen innerhalb kürzester Zeit in das Krankenhaus einzuliefern. Unterstützt wurde die Feuerwehr von der Johanniter-Unfallhilfe, die kurz nachdem der Unfall passiert war, mit mehreren Fahrzeugen schnell an der Unfallstelle eintraf.

Die anderen 14 Verletzten wurden  einem anderen nahegelegenen Hamburger Krankenhaus zugeführt und dort versorgt.

Unter den Verletzten befanden sich sechs lebensbedrohlich Schwerverletzte, die sofort auf die Intensivstation verlegt wurden. Die anderen Verletzten (16 Schwerverletzte und 18 Leichtverletzte) wurden im Asklepios Westklinikum Hamburg in verschiedenen  Abteilungen unverzüglich behandelt. Das hierfür erforderliche zusätzliche ärztliche und pflegerische Personal wurde von zu Hause herbeigerufen.“

Soweit der Bericht in den Medien.

Mit diesem fiktiven Ereignis hat die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) ihre Übungsreihe für das Jahr 2009 mit einer Übung zum Thema „Massenanfall von Verletzten“ am 3. Dezember 2009 im Asklepios Westklinikum Hamburg abgeschlossen.

vergrößern Eine Übungsdarstellerin auf einer Liege wird von einer Ärztin untersucht Eine "Patientin" wird ärztlich versorgt (Bild: Foto: FHH, BSG) Vorbereitung der Übung

Vor Übungsbeginn trafen sich alle an der Übungsdurchführung Beteiligten im sogenannten Bereitstellungsraum im Gymnasium Rissen: die Verletztendarstellerinnen und -darsteller, das Team der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) und das komplette Team der Übungsleitung. Hinzu kamen die Besatzungen der für den Transport der Verletztendarsteller in das Krankenhaus eingesetzten Rettungsfahrzeuge der Hamburger Berufsfeuerwehr und der Johanniter Unfall Hilfe.

Die Übung begann am 3. Dezember 2009 um 18:30 Uhr, die 40 Darstellerinnen und Darsteller, die bei dieser Übung eingesetzt worden sind, waren in ihre Rollen eingewiesen worden und wurden nach dem vorgesehenen Ablauf in das Asklepios Westklinikum Hamburg eingeliefert.

vergrößern Die Mitglieder Krankenhauseinsatzleitung verschaffen sich einen Überblick über die momentane Situation im Krankenhaus Die Krankenhauseinsatzleitung verschafft sich einen Überblick (Bild: Foto: FHH, BSG) Ablauf der Übung

Die "Patienten" treffen in der Zentralen Notaufnahme (ZNA) ein, werden aufgenommen und ärztlich versorgt. 

Die Krankenhauseinsatzleitung (KEL) verschafft sich anhand aller Informationen, die ihr mitgeteilt werden, einen Überblick über die momentane Situation im Krankenhaus.

Die „Pressedarsteller“ erhalten von dem Pressesprecher des Asklepios Westklinikum Hamburg Informationen für ihre Auftraggeber.

Die Übung wurde um 20:35 Uhr vom Übungsleiter beendet. Alle sind erleichtert, dass die Übung überstanden ist.

vergrößern Der Pressesprecher des Krankenhauses informiert zwei Pressedarsteller Der Pressesprecher informiert die Pressedarsteller (Bild: Foto: FHH, BSG) Zusammenfassung

Das Ziel der Übung, eine große Zahl von verletzten Patientinnen und Patienten innerhalb der vorgegebenen Zeit durch das Asklepios Westklinikum Hamburg zu versorgen, ist vom Krankenhaus erreicht worden.

Die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz bedankt sich bei allen an der Übung Beteiligten: den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Asklepios Westklinikum Hamburg, den Übungsdarstellerinnen und -darstellern, den zahlreichen freiwilligen Mitwirkenden der Hilfsorganisationen und der Hamburger Berufsfeuerwehr, der Feuerwehreinsatzleitung und den Beobachterinnen und Beobachtern aus verschiedenen Behörden und Institutionen.

Die Behörde wird die Notfallübung entsprechend nachbereiten und Stärken und mögliche Schwächen mit dem Krankenhaus umfassend erörtern.

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