Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Krankenhausübung in der Asklepios Klinik Altona

Krankenhausübung in der Asklepios Klinik Altona

Mit einer Übung in der Asklepios Klinik Altona hat die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz (BSG) ihre Übungsreihe für das Jahr 2010  begonnen. Diese Übung ist die bisher größte Krankenhausnotfallübung gewesen, die die BSG durchgeführt hat, sowohl was die Anzahl der „Verletzten“ angeht, als auch die der „Angehörigen“ und Pressedarstellerinnen und –darsteller. Insgesamt waren 86 Darstellerinnen und Darsteller im Einsatz.

vergrößern Verletztendarsteller werden auf Tragen in die Notaufnahme eingeliefert Einlieferung von "Verletzten" (Bild: Foto: FHH, BSG) Der Bereitstellungsraum für die Übung befand sich im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Ottensen (Friesenweg 5 d). Hier wurden die Darstellerinnen und Darsteller von dem Team der Realistischen Unfalldarstellung (RUD) der Johanniter-Unfall-Hilfe nach einem von der BSG vorgegebenen Verletzungsmuster geschminkt und in ihre Rollen eingewiesen.  Das Verletzungsmuster ist entsprechend dem Schadensereignis speziell für diese Übung angelegt worden. Aus ihm ergibt sich die Anzahl der Verletzten in den drei Verletzungskategorien Rot, Gelb und Grün.

Die Übungsbeobachterinnen und Übungsbeobachter erhielten entsprechende Unterlagen, wie die Übungsanweisung, den gedachten Übungsverlauf, das Verletztenmuster und Bewertungsbögen für ihren Beobachtungsabschnitt.

vergrößern Verletzte und medizinisches Personal während des Transports im Krankenwagen Sichtung der "Verletzten" im Krankentransportwagen (Bild: Foto: FHH, BSG) Als Szenario war ein Massenanfall von Verletzten nach dem Anschlag eines Heckenschützen im „Flottbeker Shopping Center“ ausgewählt worden.
Um 18:32 Uhr gab der Lagedienst der Feuerwehr folgende Alarmmeldung durch:
„Übung, Übung !
Hier spricht der Lagedienst der Feuerwehr Hamburg:
Im „Flottbeker Shopping Center“ wurden 25 Personen von einem Heckenschützen schwer verletzt. Durch die Schüsse wurde eine Massenpanik ausgelöst. Dabei wurden weitere 150 Personen durch Stürze, Prellungen, herabfallende Gegenstände und Glassplitter zum Teil schwer verletzt.
In ca. 20 Minuten werden die ersten von 60 Verletzten in der Notaufnahme der Asklepios Klinik Altona eintreffen. Wir bitten, unverzüglich die entsprechenden Vorkehrungen für die Aufnahme und Versorgung der Verletzten zu treffen.
Ende der Durchsage“

vergrößern Eine Verletztendarstellerin mit einer geschminkten Wunde liegt in einem Patientenbett Eine "Verletzte" in der Notaufnahme (Bild: Foto: FHH, BSG) Das Ziel der Übung, die große Anzahl von verletzten Patientinnen und Patienten innerhalb der vorgegebenen Zeit zu versorgen, ist von der Asklepios Klinik Altona erreicht worden.

Die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz bedankt sich bei allen an der Übung Beteiligten: den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Asklepios Klinik Altona, den Übungsdarstellerinnen und -darstellern, den zahlreichen freiwilligen Mitwirkenden der Hilfsorganisationen und der Hamburger Berufsfeuerwehr, der Feuerwehreinsatzleitung und den Beobachterinnen und Beobachtern aus verschiedenen Behörden, Kliniken und Institutionen.

Die Behörde wird die Notfallübung entsprechend nachbereiten und Stärken und mögliche Schwächen mit dem Krankenhaus umfassend erörtern.

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