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Behinderte Kinder sollen soweit als möglich und von ihnen gewünscht gemeinsam mit nicht behinderten Kindern und Jugendlichen die allgemeinen Schulen besuchen. Daneben gibt es zahlreiche weitere Angebote für Kinder mit Behinderungen.

Schulbeginn: Auf der Wandtafel werden die Schüler der 1. Klasse begrüßt

Schule Behinderung Hamburg

Recht auf den Besuch einer allgemeinen Schule

Das Hamburgisches Schulgesetz begründet für alle Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf perspektivisch das Recht auf den Besuch einer allgemeinen Schule (Paragraf 12, Absatz 1).

Nach der Übergangsregelung haben zunächst diejenigen Kinder,

  • die zum  Schuljahr 2010/11 eingeschult werden oder
  • die im Schuljahr 2009/2010 die vierte Klasse einer allgemeinen Schule oder einer Sonderschule besuchen,

einen Anspruch darauf, zum Schuljahr 2010/2011 in eine erste bzw. fünfte Klasse einer allgemeinen Schule aufgenommen zu werden.

In Einzelfällen kann der Wechsel auf eine allgemeine Schule aus pädagogischen Gründen und im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten auch in anderen Klassenstufen erfolgen.

Wahlweise stehen den Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf auch weiterhin die Förder- und Sprachheilschulen und speziellen Sonderschulen der Freien und Hansestadt zur Verfügung.

Inklusion aktuell

Die Schulbehörde informiert unter  www.hamburg.de/integration-inklusion über die Maßnahmen für ein inklusives Bildungssystem in Hamburg.

Integrationsklassen und Integrative Regelklassen

In Hamburg gibt es 275 Integrationsklassen in den Klassenstufen eins bis zehn in über 50 Schulen. Bei einer Klassenfrequenz von 19 bis 21 Schülerinnen und Schülern werden in jeder Klasse vier Schülerinnen und Schüler aufgenommen, die eine Sinnesschädigung, eine Körperbehinderung, eine geistige Behinderung oder eine Autismusspektrumsstörung haben.

An über 35 Grundschulen bzw. Primarschulen gibt es außerdem über 350 Integrative Regelklassen in den Klassenstufen eins bis vier, an den Starterschulen in den Klassenstufen eins bis fünf. Hier werden alle in der jeweiligen Grund- bzw. Primarschule angemeldeten Kinder beschult, auch jene mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Lernen, in der Sprache sowie in der emotionalen und sozialen Entwicklung.

Allgemeine Schulen

Behinderte Schüler und Schülerinnen können bereits jetzt  außerhalb von Integrationsklassen oder Integrativen Regelklassen in Regelschulen unterrichtet werden, soweit diese behindertengerecht ausgestattet sind und der besondere Förderbedarf dieses zulässt. 

Bei zukünftigen Um- und Erweiterungsbauten von Schulen wird der Grundsatz der Barrierefreiheit weitestgehend  beachtet.

Sonderschulen

Schülerinnen und Schüler, die aufgrund einer Behinderung einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen, besuchen – wenn sie nicht in Integrationsklassen, Integrativen Regelklassen, Kombiklassen oder Einzelintegrationsmaßnahmen in der allgemeinen Schule unterrichtet werden – eine Sonderschule.

Für Schülerinnen und Schüler in den zukünftigen Klassen eins und fünf können die Sorgeberechtigten entscheiden, ob sie an einer Sonderschule oder integrativ an der allgemeinen Schule unterrichtet werden sollen.

Ausrichtung

Die Sonderschulen richten den Unterricht und die Erziehung auf die individuelle Problemlage und Behinderung ihrer Schülerinnen und Schülern aus.

Sie haben den Auftrag, die Kinder und Jugendlichen zur Aktivität und gesellschaftlichen Teilhabe sowie zu einem möglichst selbstbestimmten Leben zu führen und ihre Schülerinnen und Schüler bei allen Entwicklungen, die zu einem möglichen Wechsel in eine allgemeine Schule und in die Ausbildung führen, zu unterstützen.

Sonderschulen sind in ihrer pädagogischen Arbeit auf unterschiedliche Förderschwerpunkte ausgerichtet. Dem entsprechend gibt es 

Die Standorte finden Sie im Schulinfosystem der Behörde für Schule und Berufsbildung.

Abschlüsse

Die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit der Sonderschulen – mit Ausnahme der Förderschulen und der Schulen für Geistigbehinderte – orientiert sich unter anderem an den Bildungsplänen der allgemeinen Schulen. In diesen Sonderschulen können daher Abschlüsse der allgemeinen Schulen – Hauptschulabschluss und Realschulabschluss – erworben werden.

Die Sprachheilschulen arbeiten vorwiegend im Primarbereich (Klassen eins bis sechs). Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf im Förderschwerpunkt Sprache können an der Sprachheilschule Baererstraße den Hauptschulabschluss,  an der Sprachheilschule Zitzewitzstraße den Hauptschul- bzw. den Realschulabschluss erlangen.

In den Förderschulen ist ein allgemeiner Abschluss nicht möglich. Sie haben jedoch sogenannte Vorbereitungsklassen eingerichtet, die  in der Regel nach der siebten, in Einzelfällen nach der achten Klasse Förderschülerinnen und Förderschüler in drei Jahren auf den Hauptschulabschluss vorbereiten.

An den Schulen für Geistigbehinderte kann kein Abschluss der allgemeinen Schulen erworben werden.

Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs

Vor der Aufnahme eines Kindes in eine Integrationsmaßnahme oder in eine Sonderschule wird der jeweilige sonderpädagogische Förderbedarf in einem differenzierten Überprüfungsverfahren festgestellt. Hierin werden vorhandene medizinische, therapeutische oder pädagogische Stellungsnahmen einbezogen.

Die Ergebnisse des Prüfverfahrens, die in einem sonderpädagogischen Gutachten dargelegt sind, werden den Erziehungsberechtigten in einem Gespräch ausführlich erläutert. Vor Erlass eines Aufnahmebescheides durch die zuständige Behörde haben sie Gelegenheit zu einer Stellungnahme.

Bei einem in eine Sonderschule aufgenommen Kind  oder Jugendlichen wird jährlich durch die Klassenkonferenz geprüft, ob die Sonderschule noch der am besten geeignete Förderort ist oder  ob eine andere Schule und/oder andere Maßnahmen zur Förderung in Frage kommen.

Vor einer Rückschulung von der Sonderschule in eine allgemeine Schule kann das Kind für ein halbes Jahr probeweise in die allgemeine Schule aufgenommen werden, um sicherzugehen, dass es dort angemessen gefördert werden kann.

Schulkindergärten

Für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die zu Beginn der Schulpflicht noch nicht in der Lage sind, eine Schule zu besuchen, ist der Besuch eines Schulkindergartens vorgesehen.

Dort werden sie gefördert und auf die Teilnahme am Schulunterricht vorbereitet. Über den Besuch des Schulkindergartens wird bei der Einschulungsuntersuchung entschieden.

Haus- und Krankenhausunterricht

Schülerinnen und Schülerinnen, die durch den Regelunterricht ihrer Stammschule nicht hinreichend sonderpädagogisch gefördert werden können, werden im Haus- oder im Krankenhausunterricht betreut.

Alle Informationen erhalten Sie bei der Behörde für Schule und Berufsbildung.

Schulweghilfe

Wenn behinderte Kinder ihren Schulweg nicht alleine zurücklegen und die Eltern auch nicht für eine geeignete Begleitung sorgen können, besteht die Möglichkeit, Hilfen zur Bewältigung des Schulweges zu beantragen. Es können folgende Arten der Schulweghilfe geleistet werden: 

  • Fahrkosten für eine Begleitperson (Begleiterkarte) in öffentlichen Verkehrsmitteln,
  • Kilometerentschädigung für die Benutzung eines privaten Kraftfahrzeuges (auch an andere als die Eltern),
  • Beförderung mit Schulbussen,
  • Einzelbeförderung.

Über Art und Umfang der Schulweghilfe entscheidet – nach Stellungnahme der Schule und ggf. ärztlichen Begutachtungen im besonderen Einzelfall durch die Landesärzte im Beratungszentrum Sehen/Hören/Sprechen/Bewegen – die Behörde für Schule und Berufsbildung

Beratung und Information

Das Schulinformationszentrum (SIZ) der Behörde für Schule und Berufsbildung informiert über schulische Angebote und vermittelt bei Bedarf weitere Kontakte. Ansprechpartner für die Aufnahme von Kindern in Integrationsklassen, Integrative Regelklassen oder Sonderschulen sind die zuständigen Schulaufsichtsbeamten, die Sie unter Tel. 4 28 63 - 20 94 (Geschäftszimmer) erreichen.

Informationen erhalten Sie auch beim Referat Sonderpädagogik und Individuelle Förderung des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung sowie bei der Landesarbeitsgemeinschaft Eltern für Integration e.V.

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