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Vertretung in der Kindertagespflege Fragen und Antworten für Eltern

Hier finden Eltern Antworten auf typische Fragen rund um das Thema Vertretung in der Kindertagespflege.

Vertretung Fragen Antworten FAQ Elterninfo Kindertagespflege Hamburg

Kapitelübersicht

Was mache ich, wenn meine Tagespflegeperson krank wird?

Am besten sprechen Sie bereits vorher mit der Tagespflegeperson darüber, wie Sie mit Situationen umgehen, in denen die Tagespflegeperson die Betreuung nicht leisten kann. Vielleicht möchten Sie, dass Ihr Kind in solchen Situationen privat von Ihnen oder von Familienmitgliedern betreut wird? 

Falls nicht, können Sie eine Vertretungs-Tagespflegeperson in Anspruch nehmen. Sprechen Sie mit Ihrer Tagespflegeperson darüber, ob sie hierfür mit einer anderen Tagesmutter oder einem anderen Tagesvater zusammenarbeitet.

Notfalls unterstützt Sie die zuständige Tagespflegebörse dabei, eine Betreuung für Ihr Kind zu finden.

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Wie viel Urlaub hat eine Tagespflegeperson im Jahr?

In der Regel sind Tagespflegepersonen selbstständig und haben keinen gesetzlichen Urlaubsanspruch. Sie haben in Hamburg jedoch Anspruch auf bis zu vier Wochen betreuungsfreie Zeit im Jahr, in denen das Tagespflegegeld weitergezahlt wird.

Bitte stimmen Sie Ihren eigenen Urlaub mit den betreuungsfreien Zeiten Ihrer Tagespflegeperson ab.

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Was mache ich in den betreuungsfreien Zeiten („Urlaub“) meiner Tagespflegeperson?

Am besten sprechen Sie bereits vorher mit der Tagespflegeperson darüber, wie Sie mit Situationen umgehen, in denen die Tagespflegeperson die Betreuung nicht leisten kann. Idealerweise stimmen Sie Ihren eigenen Urlaub mit den betreuungsfreien Zeiten Ihrer Tagespflegeperson ab. Vielleicht können Sie solche Zeiten auch privat abdecken, zum Beispiel nach Rücksprache mit Ihrem Arbeitgeber oder durch Unterstützung anderer Familienmitglieder? 

Ansonsten sprechen Sie mit Ihrer Tagespflegeperson darüber, ob sie hierfür mit einer anderen Tagesmutter oder einem anderen Tagesvater zusammenarbeitet. Sollte Ihre Tagespflegeperson nicht für Vertretung sorgen (können), unterstützt Sie die Tagespflegebörse bei der Suche nach einer Vertretungslösung.

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Muss meine Tagespflegeperson eine Vertretungsperson zur Verfügung stellen?

Grundsätzlich ja. Die Tagespflegepersonen sollen mit einer anderen Tagespflegeperson oder mehreren Tagespflegepersonen zusammenzuarbeiten, damit bei ihrem Ausfall die Betreuung sichergestellt werden kann.

Eine Vertretung kann von der Tagespflegeperson (in Zusammenarbeit mit den Eltern) und kooperierenden Tagespflegepersonen am besten organisiert werden. Es müssen die individuellen Betreuungszeiten und sonstigen Bedarfe einzelner Betreuungsverhältnisse aufeinander abgestimmt werden. 

Manchmal ist das aber nicht so einfach, zum Beispiel wenn die Betreuungszeiten ungewöhnlich sind oder es sich um einen sehr kurzfristigen Ausfall der Tagespflegeperson handelt. Damit im Notfall die Betreuung sichergestellt wird, unterstützt die zuständige Tagespflegebörse, wenn die Regelung der sich vertretenden Tagespflegepersonen nicht funktioniert oder keine passende Vertretungs-Tagespflegeperson gefunden werden kann.

Kapitelübersicht

Wer zahlt die Vertretung? Muss ich im Falle von Urlaubs- oder Krankheitsvertretung meinen Elternbeitrag für beide Tagespflegepersonen bezahlen? Welche Kosten kommen auf mich zu?

Sie als Eltern müssen in Vertretungssituationen keinen zusätzlichen Elternbeitrag zahlen. Sie zahlen den ganz normalen Teilnahmebeitrag an die regelhaft betreuende Tagespflegeperson weiter. Zusätzliche Kosten fallen für Sie nicht an.

Die Kosten für die Vertretungs-Tagespflegeperson zahlt vollständig die Freie und Hansestadt Hamburg, wenn Sie als Eltern hierfür einen entsprechenden Antrag (PDF, 75 KB) einreichen.

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Wer sorgt für die Vertretung?

Grundsätzlich sollen die Tagespflegepersonen mit einer anderen Tagespflegeperson oder mehreren Tagespflegepersonen zusammenzuarbeiten, damit bei ihrem Ausfall die Betreuung sichergestellt werden kann. Damit im Notfall die Betreuung sichergestellt wird, unterstützt die zuständige Tagespflegebörse, wenn die Regelung der sich vertretenden Tagespflegepersonen nicht funktioniert oder keine passende Vertretungs-Tagespflegeperson gefunden werden kann.

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Wie funktioniert die Vertretung in einer Großtagespflegestelle, bei der sich zwei, drei oder vier Tagespflegepersonen zusammengeschlossen haben?

Das ist unterschiedlich. Ein Teil der Großtagespflegestellen deckt Ausfallzeiten einzelner Tagespflegepersonen innerhalb ihrer Großtagespflegestelle selbst ab. Dies gilt insbesondere für Großtagespflegestellen, in denen sich drei oder vier Tagespflegepersonen zusammengeschlossen haben. Die Tageskinder der ausfallenden Tagespflegeperson werden dann auf die übrigen zwei oder drei Tagespflegepersonen in der Großtagespflegestelle „verteilt“. Diese Vertretungslösungen innerhalb der Großtagespflegestelle werden nicht extra vergütet. 

Gerade die „kleinen“ Großtagespflegestellen mit zwei Tagespflegepersonen kooperieren für Ausfallzeiten häufig mit einer externen Vertretungskraft. Dies kann zum Beispiel eine einzeln tätige Tagespflegeperson in der Umgebung sein. Manchmal sind es aber auch Vertretungskräfte, die nur für solche Situationen in der Kindertagespflege tätig sind. Erfolgt die Vertretung in der Großtagespflege von extern, wird dies wie bei einzeln tätigen Tagespflegeperson durch die Freie und Hansestadt Hamburg finanziert.

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Für welchen Zeitraum und aus welchen Gründen kann eine Vertretung finanziert werden?

Die Finanzierung einer Vertretungs-Tagespflegeperson durch die Freie und Hansestadt ist grundsätzlich unabhängig vom Grund des Ausfalls der regelhaft betreuenden Tagespflegeperson. Das heißt, die Vertretung wird finanziert zum Beispiel in der betreuungsfreie Zeit („Urlaub“), bei Krankheit oder wenn die Tagespflegeperson eine Fortbildung besucht. Die Kosten übernimmt die Freie und Hansestadt Hamburg.

Sie als Eltern beantragen die Kostenübernahme mit diesem Antrag (PDF, 75 KB). Die Finanzierung erfolgt grundsätzlich unabhängig davon, ob die ausfallende Tagespflegeperson eine Fortzahlung ihres Tagespflegegelds erhält.

Die Regel-Tagespflegeperson hat Anspruch auf bis zu vier Wochen betreuungsfreie Zeit („Urlaub“) pro Kalenderjahr. Bei anderen anerkannten triftigen Gründen, wie zum Beispiel bei Krankheit, kann eine Fortzahlung bis zu zwei Wochen erfolgen. Dies gilt auch, wenn die Tagespflegeperson an einer anerkannten Fort- und Weiterbildungsmaßnahme teilnimmt. Auch in diesen Fällen wird der Betreuungsausfall durch Vertretung abgesichert. 

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Was muss ich dafür tun, dass die Vertretung durch die Freie und Hansestadt Hamburg bezahlt wird?

Hierzu nutzen Sie bitte den Antrag (PDF, 75 KB) auf Kostenübernahme für eine Vertretungs-Tagespflegeperson. Das Formular erhalten Sie auch bei Ihrer Tagespflegeperson oder der für Sie zuständigen Tagespflegebörse.

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Wann muss der Antrag auf Vertretung eingereicht werden?

Grundsätzlich kann eine öffentliche Förderung immer erst ab Antragseingang bewilligt werden.

Daher geben Sie der zuständigen Tagespflegebörse bitte umgehend Bescheid, sofern eine Vertretung geplant/gestartet wird. Dies kann schriftlich, aber auch telefonisch oder per E-Mail/Fax erfolgen.

Den vollständig ausgefüllten Antrag (PDF, 75 KB) können Sie in der Regel erst nach Beendigung der Vertretung einreichen, da erst dann der Umfang und die Dauer der tatsächlich stattgefundenen Vertretung genau feststehen. Bitte reichen Sie den Antrag schnellstmöglich bei der für Sie zuständigen Tagespflegebörse ein.

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Hat die Tagespflegeperson, die mein Kind betreut, regelmäßigen Kontakt zu der Tagespflegeperson, die sie vertritt? 

Idealerweise sollten Sie und Ihr Kind die Vertretungsperson vorher kennen lernen. Gerade für Ihr Kind sind eine Eingewöhnungszeit, in der es sich an die Vertretungsperson gewöhnen kann, und ein regelmäßiges Treffen zwischen den Ausfallzeiten sehr sinnvoll.

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Kann meine Freundin/Nachbarin die Vertretung bezuschusst bekommen?

Die Kindertagespflege hat den gleichen Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsauftrag wie Kindertageseinrichtungen. Dies gilt auch in Vertretungssituationen. Aus diesem Grund ist daher grundsätzlich eine Eignungsfeststellung der Vertretungs-Tagespflegeperson vorab erforderlich.

Als Mindestqualifikation wird die sogenannte Einführungsqualifizierung aus dem Hamburger Qualifizierungsprogramm für Tagespflegepersonen im Umfang von 45 Unterrichtseinheiten vorausgesetzt. Die Tagespflegebörse prüft die Eignung außerdem in einem persönlichen Eignungsgespräch.

Nur wenn die Eignung durch die Tagespflegebörse festgestellt wurde, übernimmt die Freie und Hansestadt Hamburg die Kosten für die Vertretung. Und nur dann ist Ihr Kind auch bei der Vertretungs-Tagespflegeperson durch die Unfallkasse Nord unfallversichert.

Gerade Vertretungssituationen sind für die Kinder Stresssituationen, die einen besonders sensiblen Umgang erforderlich machen. Daher werden immer auch ein vorheriges Kennenlernen, regelhafte Treffen der Tageskinder mit der Vertretungs-Tagespflegeperson und in den Vertretungssituationen je nach Kind und seinem Alter auch Eingewöhnung im Beisein der Eltern empfohlen.

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